Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Universität – BO-Langendreer (32 km, als GPX herunterladen)

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Kemnader See. Mit Leuchtturm!

Auf dem Radweg neben der Universitätsstraße fahrend, sehe ich von rechts ein Auto ziemlich schnell aus einem Parkplatz auf mich zu fahren. Ich greife in die Bremsen, auch der Autofahrer bemerkt mich und wirft beherzt den Anker. Kurz vorm Stillstand sehen wir uns beide kurz erschrocken an, viel hat nicht gefehlt. Dann fahre ich vor ihm vorbei.
Einen Moment später, er ist hinter mir in meiner Richtung auf die Straße abgebogen, überholt er mich. Schaut zu mir herüber und hebt die Hand, sorry, nicht richtig aufgepasst, und ich hebe meine, alles gut, nichts passiert. Kein Fluchen, keine bösen Gesten – entspannt und gut gelaunt fahren wir beide weiter. Es kann so einfach sein.

Bochum-Langendreer – Hohenstein (Witten) – Witten-Herbede – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Langendreer (42 km, Ø 27 km/h, als GPX herunterladen)

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Äußerst sehenswertes Wandbild am Bochumer Südring

Na komm, wenn das Wetter so stabil ist, dann häng ich halt gleich noch eine weitere Asphalt-Räuberei auf dem Renner hintendran. Wollte sowieso immer schonmal ausprobieren, ob ich die rumpelige Kopfsteinpflasterstrecke zum Hohenstein hinauf auch auf dem Renner überlebe!

Über die Ardeystraße sammle ich einige Höhenmeter, die ich dann im Sturzflug den Kohlensiepen hinunter auch gleich wieder verbrate. Unten an der Ruhr angekommen, biege ich rechts ab und schnaufe zum Hohenstein hinauf (Kopfsteinpflaster-Stück überlebt!). Eine kurzer Foto-Halt, und schon lasse ich mich wieder zur Ruhr hinunterrollen, der ich dann bis Witten-Herbede folge. Vom Haus Kemnade geht es hinauf nach Stiepel: Noch mehr Höhenmeter!

Die Königsallee hinab, auf dem Weg in die Bochumer Innenstadt, schwimme ich gewohnt souverän und präsent im Verkehr mit. Das muss man können und wollen, aber dann machts auch wirklich Spaß.
Den letzten Anstieg hält dann doch die Universitätsstraße bereit, die mich nach Langendreer zurückbringt. In Summe ein ziemlich munteres Auf und Ab, nicht schlecht für “Sonntagmittag mal fix aufs Rad”!

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Déjà-vu auf der Königsallee

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Innenstadt – BO-Universität – BO-Langendreer (31 km)

Meine Rennrad-Runde Ende Juli endete leider vorzeitig mit einer gerissenen Speiche. Nicht sooo schlimm, aber irgendwie fühlte sich das doch unvollständig an, eben “unvollendet”. Also starte ich heute – mit frisch eingespeichtem Rad – nochmal zur Fahrt auf gleichen Pfaden. Und es rollt ordentlich, ich werde mit einem Schnitt von mehr als 28 km/h wieder zuhause ankommen. Es ist eine sportliche, aber stressfreie Asphaltrunde, Sonntagmittag ist eine wirklich gute Zeit für Fahrradfahrer!

Ein wenig irritiert bin ich vom Lastenrad, das mir an der Ampel gnadenlos davonzieht. Kein Ding, denke ich mir, hat halt einen Motor drin. Ab 25 km/h hol ich ihn mir wieder. Aber denkste, offenbar hat der Kollege “etwas” mehr Bumms auf der Nabe, als es ihm die StVO zugesteht, der zieht locker bis Vierzig. Na, lass dich damit mal lieber nicht von der Rennleitung erwischen! :)

Ohne sonstige besondere Ereignisse (aber mit gutem Gefühl) beende ich, was von Juli noch offen geblieben war. Eben der Unvollendeten Vollendung.

P.S.: Rote Ampeln nerven.

P.P.S: Viele rote Ampeln nerven viel.

Unvollendet

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‘Auf deiner Königsallee … finden keine Modenschau’n statt’

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Innenstadt – BO-Universität (26 km)

Auf der Suche nach einer weiteren flotten Asphalt-Hatz starte ich in Richtung Kemnader See. Dort komme ich für meinen Geschmack deutlich zu schnell an und beschließe, dass da noch mehr gehen muss: Hinauf nach Stiepel! Das ist natürlich anstrengend, aber dank der zahlreichen Touren der letzten Wochen stehe ich offenbar recht gut im Futter, und die Beine geben richtig Kette. Da geht was, und so lasse ich es auch bergab in Richtung Innenstadt alles andere als entspannt angehen. Die Königsallee hinunter bin ich bisweilen schneller als die Autos und reite eine herrliche grüne Welle.

In der Innenstadt entschließe ich mich dann zu einer Pause und verputze ein leckeres Eis. Dabei strahlt die Sonne warm von oben auf mich herab, dass es nur so eine Wonne ist.

Und danach? Soll ich mir die gute Laune im Gewühl auf der Wittener Straße gleich wieder versauen? Nööö, ich entscheide mich ohne Zögern für den Umweg über die Universitätsstraße. Die bietet einen breiten Radweg (und wo der fehlt, genug Platz für alle). So komm ich auch nachhause, aber entspannter; außerdem noch mit ein paar schicken Steigungen und Abfahrten.

Und dann, direkt an der Universität, endet die Fahrt urplötzlich mit lauten TSCHINGTSCHINGTSCHING – Speiche gerissen :(
Das beendet diese an sich wirklich schöne Renner-Runde ziemlich ansatzlos. Irgendwie … unvollendet. Tja, machste nix, beim nächsten Mal wieder!

Dort! Mund! (II)

Bochum-Langendreer – Witten-Stockum – Dortmund-Eichlinghofen – DO-Hörde – Umrundung Phoenix-See – DO-Zentrum – DO-Lütgendortmund – BO-Langendreer (39 km, als GPX herunterladen)

Okay, inzwischen bin ich wirklich ein wenig heiß auf diese Zweistünder auf dem Rennrad. Also wieder raus, gen Osten diesmal. Am Phoenix-See war ich lange nicht!

Jeglichen touristischen Anspruch kippe ich ganz schnell über Bord, auch heute will ich Asphalt räubern! Und so fetze ich die Hörder Straße durch Stockum, Eichlinghofen und Renninghausen und stehe verdammt flott in Hörde am Phoenix-See. Ein, zwei Ich-war-hier-Fotos, und schon schwinge ich mich wieder auf den Sattel. Geht ja um den Sport heute!

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Phoenix-See. Bauen die schon wieder oder immer noch?

Um nicht einfach wieder die selbe Strecke wieder zurückzufahren, lege ich noch einen kleinen Umweg über den Dortmunder Ring ein. Kein schönes Radelrevier, liebe Dortmunder Stadtverwaltung, da ist noch deutlich Luft nach oben! Der Radweg neben der Fahrbahn ist benutzungspflichtig, aber kacke: Immer wieder Absenkungen, gepflastert statt asphaltiert, und immer mal von Baustellen unterbrochen – da bleibe ich mit meinem ungefederten Renner lieber auf der Straße. Das stört heute zum Glück keinen, denn zum Sonntagmittag sind kaum Autos unterwegs.

Über Dorstfeld und Lütgendortmund fahre ich heim und freue mich, dass es wieder einmal auf einen 27er Schnitt hinausläuft. Noch ein kleiner Schlussspurt durch Langendreer, und schon stehe ich unter der Dusche und freue mich über eine weitere erfolgreiche und herrlich sportliche Renner-Hatz.