Fixes Ründchen auf Asphalt

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Langendreer (30 km, Ø 27 km/h, als GPX herunterladen)

Bei zugezogenem Himmel starte ich zum Anderthalbstünder auf dem Renner. Aus Sorge, es könnte doch noch zu regnen beginnen, halte ich mich aber immer nah am ÖPNV: Runter zum Kemnader See, rauf nach Stiepel, in die Innenstadt und wieder heim. Und tatsächlich kommt der Regen, als ich nach Stiepel hinausschaufe – ist dann aber auch nach zehn Minuten schon wieder vorbei. Weiter gehts auf der geplanten Route, ohne besondere Vorkommnisse und Erlebnisse. Einfach eine flotte Rennrad-Runde!

Osterspaziergang auf Asphalt

Bochum-Langendreer – BO-Zentrum – BO-Stiepel – Kemnader See – BO-Langendreer (31 km, Ø 26 km/h, als GPX herunterladen)

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Radweg Unterstraße: Hier bin ich Fahrradfahrer, hier darf ich’s sein

Der Karfreitag geizt mit Sonne, der Himmel ist zugehangen und ein wenig trostlos. Nicht allzu viel zu erspähen von des Frühlings holdem, belebendem Blick! Allerdings versprechen sämtliche befragten Wetterfrösche einhellig, dass es trocken bleiben soll, also wage ich es und starte zu meinem ganz eigenen Osterspaziergang – auf Asphalt.
In Sorge, es könnte doch noch zu regnen beginnen, entscheide ich mich für eine Innenstadt-Runde: Sollte von oben Nasses auf die grünende Flur fallen, könnte ich so jederzeit und überall die nächste Bus- oder Straßenbahnhaltestelle ansteuern und öffentlich nachhause nahverkehren.

Auf dem Weg in die Stadt freue ich mich immer wieder über den sanierten Radweg an der Unterstraße: Endlich hat das zermürbende Diagonalplatten-Gerumpel ein Ende! Das war so unangenehm, dass ich auf dem Rennrad trotz der Benutzungspflicht lieber auf der Straße quetschende Enge ausgewichen bin. Nun liegt hier herrlich ebener Asphalt, auf dem auch mit ganz viel Reifendruck wunderbar zu radeln ist.

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Bochum (Symbolbild): An Blumen fehlt’s im Revier

Offenbar haben die Menschen heute anderes vor als im Auto zu sitzen, und so stresst mich die Wittener Straße bei weitem nicht so sehr wie üblich. Auch auf dem Innenstadtring ist nur mäßig Verkehr, und ich kann ganz entspannt meinen eigenen Stiefel fahren. Die Königsallee hinaus kurble ich ziemlich flott in rauhe Stiepeler Berge hinauf, von wo aus ich mir dann eine verwegene Schussfahrt zum Kemnader See hinab gönne. Aber alles noch im Rahmen, es ist immer noch deutlich zu früh im Jahr für die Jagd nach irgendwelchen Highscores. Am See gehe ich es dann sowieso noch deutlich entspannter an, es ist ein buntes Gewimmel geputzter Menschen unterwegs, die ich ja auch nicht unnötig stressen will.

Über die Kleinherbeder Straße fahre ich dann zurück nach Langendreer – und muss feststellen, dass ich vielleicht doch ein wenig zu flott unterwegs war, auf den letzten Kilometern gehen mir nämlich ziemlich unbarmherzig die Körner aus. Trotzdem steht am Ende ein respektabler 26er Schnitt auf dem Tacho, da grünet für den Rest der Saison Hoffnungsglück!

Es kann so einfach sein

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Universität – BO-Langendreer (32 km, als GPX herunterladen)

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Kemnader See. Mit Leuchtturm!

Auf dem Radweg neben der Universitätsstraße fahrend, sehe ich von rechts ein Auto ziemlich schnell aus einem Parkplatz auf mich zu fahren. Ich greife in die Bremsen, auch der Autofahrer bemerkt mich und wirft beherzt den Anker. Kurz vorm Stillstand sehen wir uns beide kurz erschrocken an, viel hat nicht gefehlt. Dann fahre ich vor ihm vorbei.
Einen Moment später, er ist hinter mir in meiner Richtung auf die Straße abgebogen, überholt er mich. Schaut zu mir herüber und hebt die Hand, sorry, nicht richtig aufgepasst, und ich hebe meine, alles gut, nichts passiert. Kein Fluchen, keine bösen Gesten – entspannt und gut gelaunt fahren wir beide weiter. Es kann so einfach sein.

Auf und ab und auf und ab

Bochum-Langendreer – Hohenstein (Witten) – Witten-Herbede – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Langendreer (42 km, Ø 27 km/h, als GPX herunterladen)

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Äußerst sehenswertes Wandbild am Bochumer Südring

Na komm, wenn das Wetter so stabil ist, dann häng ich halt gleich noch eine weitere Asphalt-Räuberei auf dem Renner hintendran. Wollte sowieso immer schonmal ausprobieren, ob ich die rumpelige Kopfsteinpflasterstrecke zum Hohenstein hinauf auch auf dem Renner überlebe!

Über die Ardeystraße sammle ich einige Höhenmeter, die ich dann im Sturzflug den Kohlensiepen hinunter auch gleich wieder verbrate. Unten an der Ruhr angekommen, biege ich rechts ab und schnaufe zum Hohenstein hinauf (Kopfsteinpflaster-Stück überlebt!). Eine kurzer Foto-Halt, und schon lasse ich mich wieder zur Ruhr hinunterrollen, der ich dann bis Witten-Herbede folge. Vom Haus Kemnade geht es hinauf nach Stiepel: Noch mehr Höhenmeter!

Die Königsallee hinab, auf dem Weg in die Bochumer Innenstadt, schwimme ich gewohnt souverän und präsent im Verkehr mit. Das muss man können und wollen, aber dann machts auch wirklich Spaß.
Den letzten Anstieg hält dann doch die Universitätsstraße bereit, die mich nach Langendreer zurückbringt. In Summe ein ziemlich munteres Auf und Ab, nicht schlecht für “Sonntagmittag mal fix aufs Rad”!

Der Unvollendeten Vollendung

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Déjà-vu auf der Königsallee

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Innenstadt – BO-Universität – BO-Langendreer (31 km)

Meine Rennrad-Runde Ende Juli endete leider vorzeitig mit einer gerissenen Speiche. Nicht sooo schlimm, aber irgendwie fühlte sich das doch unvollständig an, eben “unvollendet”. Also starte ich heute – mit frisch eingespeichtem Rad – nochmal zur Fahrt auf gleichen Pfaden. Und es rollt ordentlich, ich werde mit einem Schnitt von mehr als 28 km/h wieder zuhause ankommen. Es ist eine sportliche, aber stressfreie Asphaltrunde, Sonntagmittag ist eine wirklich gute Zeit für Fahrradfahrer!

Ein wenig irritiert bin ich vom Lastenrad, das mir an der Ampel gnadenlos davonzieht. Kein Ding, denke ich mir, hat halt einen Motor drin. Ab 25 km/h hol ich ihn mir wieder. Aber denkste, offenbar hat der Kollege “etwas” mehr Bumms auf der Nabe, als es ihm die StVO zugesteht, der zieht locker bis Vierzig. Na, lass dich damit mal lieber nicht von der Rennleitung erwischen! :)

Ohne sonstige besondere Ereignisse (aber mit gutem Gefühl) beende ich, was von Juli noch offen geblieben war. Eben der Unvollendeten Vollendung.

P.S.: Rote Ampeln nerven.

P.P.S: Viele rote Ampeln nerven viel.