BO-Werne - Witten - Kemnader See - Umrundung desselben - BO-Werne (31,3km, Ø 17,4km/h)

2008-04-27_1.jpgWeil das Wetter großartig war und Frauchen deswegen lieber draußen radeln statt in der Halle klettern wollte, starteten wir gemeinsam in Richtung Witten. Ihr Trainingsstand verhieß grundlegend langsameres Tempo als bei den Solo-Touren, aber langsamer heißt ja nicht zwangsläufig schlechter: Die Runde über Witten bin ich allein schon 2008-04-27_2.jpgeinmal gefahren, hatte aufgrund der Hatz nach dem Schnitt aber so einiges am Wegrand einfach nicht wahrgenommen. So wars dann auch wirklich spannend, den Blick nach links und rechts schweifen zu lassen - in Witten genauso wie dann später an der Ruhr auf dem Weg zum Kemnader See.
Diesen umrundeten wir dann auch noch, kämpften uns durch schiere Massen von Skatern, Joggern und Walkern (ein ganz normaler Sonntag am Kemnader See…) und fuhren auf der Standardstrecke nachhause.

Fixe Runde

Bochum: Werne - um den Kemnader See - Werne (25,9km, Ø 28,7km/h)

Nix Spektakuläres diesmal, einfach nur die gewohnte Trainingsrunde um den See. Okay, ich hatte Ambitionen, den dreißiger Schnitt anzugehen, aber die Kraft in den Waden reicht einfach noch nicht für dauerhaftes Fahren mit Maximalübersetzung. Deswegen blieb der Schnitt deutlich unter dreißig, aber da geht noch was. Das Jahr ist ja schließlich noch jung.
Auf jeden Fall sollte das Wetterchen noch Erwähnung finden: Sonnenschein bei realen 18, aber gefühlten 22 Grad ist bisher alles andere als die Regel gewesen. Vielleicht gehts ja nun doch mal los mit Frühling - nur den Bäumen fehlt noch ein wenig Farbe.

Neue Pfade

2008-04-12_1.jpgBochum: Werne - Gerthe - Hiltrop - Grumme - Hofstede - Hamme - Zentrum - Altenbochum - Werne (34,3km, Ø 23,3km/h)

Das Radwegnetz Nordrhein-Westfalens ist nicht zu verachten; es enthält unter anderem einige Themenrouten wie die Route der Industriekultur. Die führt auf ihrem Weg auch durch den Norden Bochums und ist für Fahrradfahrer und Freunde alter Industrie- und Bahnanlagen gleichermaßen interessant.
Der Weg zu dieser Route ist eigentlich recht fix gemacht - ich hab dabei gestaunt, wie dicht hier Industriegebiete, Wohnviertel und ländliche Gegenden beieinander liegen.
Die Route der Industriekultur ist hervorragend ausgeschildert (ich habe nur ein einziges Mal den Abzweig verpaßt; da werd ich aber einfach den Wegweiser übersehen haben), das Geläuf ist meist in ausgezeichnetem Zustand. Angenehm finde ich, daß man die meiste Zeit in idyllischen Bachauen, Wäldchen und Parks unterwegs ist - wenn es irgendwann mal richtig Frühling und alles grün ist, wird das sicher ein Fest für die Sinne. Das einzige, was ein bißchen stört, sind die einbetonierten Bachläufe - die wollen irgendwie nicht so richtig in die Umgebung passen.
Ganz nebenbei hätte ich übrigens fast ein Kaninchen plattgemacht, was knapp vor mir den Weg querte…

2008-04-12_2.jpgIn Hordel, am nordwestlichsten Zipfel meiner heutigen Route, liegt das Industriemuseum “Zeche Hannover”. Hier sieht man als Zugereister recht deutlich, wie das Herz des Potts früher schlug - ein späterer Besuch ohne Fahrrad kann fürs Lokalverständnis sicher ganz hilfreich sein.
Dann verließ ich die Route der Industriekultur und machte mich auf den Weg zurück in Richtung Innenstadt, vorbei an der Jahrhunderthalle. Dieses Monstrum ist durchaus beeindruckend, schon durch seine Architektur, vor allem aber durch des Areals schiere Größe. Auch hier lohnt es sich sicher, noch einmal ohne Fahrrad, aber mit etwas mehr Zeit vorbeizukommen (und mal zu schauen, ob die Jahrhunderthalle dann immer noch zu “Dynamo-Zone West” gehört…).
Der Rest der Tour über die Wittener Straße und den Werner Hellweg war dann nur noch sportliches Nachhausekommen im Gewühl der Autos.

Fazit: Es lohnt sich durchaus, nach neuen Wegen zu suchen. Man lernt ja nie aus, und eine schöne Radtour wars allemal. Das nächste Mal verlängere ich die Runde von der Zeche Hannover aber noch ein Stück bis Gelsenkirchen - einfach, um auch dort mal mit dem Rad gewesen zu sein. Merke: “Die beste Currywurst jibt dat immer noch auf Schalke.”

BO-Werne - Witten - Kemnader See - BO-Stiepel - BO-Querenburg - BO-Zentrum - BO-Werne (38,2km, Ø 23,6km/h)

2008-04-07.jpgWeil der Weg um den Kemnader See inzwischen Routine ist und ich mal was anderes sehen wollte, verließ ich den See-Rundweg am südwestlichen Ende und hielt auf Stiepel zu. Das ist einer der feineren Bochumer Stadtteile und wirklich hübsch anzusehen mit seinen Fachwerkhäusern, Gärten und Villen.
Dann wieder hinunter in die Ruhrauen, um von dort aus den Stich ans andere Ende von Stiepel anzugehen. Dann folgte ich der Königsallee in Richtung Innenstadt, bog aber gen Osten ab und erreichte die Universitätsstraße. Auf der hätte ich faktisch bis nachhause fahren können, verließ sie aber schnell wieder: Auf dieser Quasi-Autobahn macht Radfahren wirklich keinen Spaß mehr. Allerdings ist sie nicht als Kraftfahrstraße ausgezeichnet, man darf also mit dem Rad drauf. Ob man es auch will…also bog ich ab und vergurkte mich herrlich zwischen grauen Wohnsilos (und jetzt sage mal noch einer, sowas gäbe es nur im Osten). Mit dem Ergebnis, daß ich letztenendes eine 180-Grad-Drehung nach Westen machte und irgendwann (in der falschen Richtung) wieder an der Universitätsstraße rauskam. Ahnungs- und ein wenig orientierungslos blieb ich auf selbiger, denn jetzt gabs wenigstens einen Radweg, und kam am Hauptbahnhof raus. Ab da wußte ich wieder, wo ich war, und folgte der Wittener Straße in Richtung Heimat.

Fazit: Mit ein wenig mehr Ortskenntnis hätte ich locker 10 Kilometer sparen können. So hab ich aber etwas mehr für die Waden gemacht, viele neue Ecken in Bochum gesehen - und weiß auch, wo ich nicht mehr radeln werde. Lerneffekt nennt man das, glaube ich.