Voll am See

Bochum-Langendreer - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (22,8km)

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Suchbild am querenden Radweg: Wo ist das Vorfahrt-gewähren-Schild?

Weil das Wetter ausnahmsweise mal mitspielt (was ist denn das für ein Sommer dieses Jahr…?) und der Zeitplan es erlaubt, gönne ich mir eine Heimatrunde um den Kemnader See. Leider ist dort ziemlich voll, was viel Aufmerksamkeit erfordert. Zudem habe ich diesmal das Gefühl, dass sich die drei Hauptgruppen, die den See umrunden – Fußgänger, Skater und Radfahrer – regelrecht belauern, um sich gegenseitig Fehlverhalten vorwerfen zu können. Krönung des Ganzen ist ein Radfahrer, der mich auf dem Radweg anmeckert, dass ich da nicht zu fahren hätte. Das es sich um einen Radweg handelt, will er nicht mehr hören und schiebt abwinkend und schimpfend weiter. Mein lieber Scholli, entspannt ist aber anders.

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Auflösung: Von einem merkbefreiten Primaten um 90 Grad gedreht.

Mein negatives Highlight ist allerdings die Zufahrt zum See-Parkplatz (Google Maps). Diese wird vom Radweg gekreuzt, Radfahrer haben dort Vorfahrt. Dementsprechend ist die Parkplatzzufahrt für Autos in beiden Richtungen mit Vorfahrt-gewähren-Zeichen beschildert. Ein “Spaßvogel” hat nun eines dieser Schilder um 90 Grad gedreht (”höhö, da müssen die blöden Radfahrer jetzt warten!”). Das wiederum hat zur Folge, dass sich im schlechtesten Fall Fahrrad- und Autofahrer ihrer Vorfahrt gewiss sind und es herzhaft scherbelt. (Was während der fünf Minuten, die ich an dieser Stelle stand, einmal tatsächlich fast passierte.)
Da sonntags nicht mit Einsatzfähigkeit des Tiefbauamts zu rechnen ist, melde ich diesen gefährlichen Missstand der Polizei – und ärgere mich auf dem Heimweg (mehr als mir lieb ist) über derartige Idiotie.

Bochum-Langendreer - Witten - Kemnader See - BO-Langendreer (22,4km, Ø 15,5km/h)

2011-07-03_1.jpgLiebe Sportfreunde vom Kanuclub Witten,

es freut mich, dass ihr zum Drachenboot-Cup “Days of Thunder” Glück hattet mit dem Wetter, die Stimmung gut und überhaupt alles dufte war.
Doof nur: Ihr habt mit eurer Veranstaltung - ohne irgendeine Alternativroute zu empfehlen - schlicht den Ruhrtalradweg unterbrochen.

2011-07-03_2.jpgDas Schild “Radfahrer bitte absteigen” deutete für mich darauf hin, dass ich zumindest durchkäme, aber das war zu optimistisch. Ich musste mich über eine holprige Wiese irgendwie durch die Massen mogeln, was mit dem zweispurigem Anhänger am Rad alles andere als ein Vergnügen war. Dabei wurde ich teils mitleidig, teils genervt angeschaut: Wie kann er sichs auch wagen, auf einem Fernradwanderweg radfahren zu wollen?
Das hat mich ein wenig geärgert, genauso wie die Antwort auf meine Frage nach einer Umleitung. Die wurde nämlich ziemlich barsch mit “gibts nicht” abgebügelt.

Ich hoffe, dass die Veranstaltung allen anderen mehr Spaß gemacht hat als mir und würde mich freuen, wenn ihr beim nächsten Mal auch die “durchreisenden” Radler mit in die Planung aufnähmet. Danke :)

Diesen Text habe ich in ähnlicher Form ins Gästebuch das KC Witten geschrieben und bin nun gespannt auf Reaktionen.

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Lottental - BO-Stiepel - BO-Zentrum - Ruhrpark - BO-Langendreer (30,9km, Ø 29,0km/h; Route bei GPSies.com)

2010-09-21_1.jpgMein Plan war, das idyllische Lottental nach Stiepel hinauszufahren, um von dort über die Innenstadt wieder den Heimweg anzutreten. Es war also zu erwarten, daß der erste Streckenteil recht ruhig und geschmeidig, der zweite eher stressig werden würde.

Der Streß begann leider schon, bevor ich überhaupt das Lottental erreichte: Schon nach wenigen hundert Metern Fahrt hatte ich einen Bus der Bogestra hinter mir, dessen Fahrer nicht den allergeduldigsten Anschein machte. Ich suchte gerade nach einer ausreichend langen Lücke zwischen den parkenden Autos, um nach rechts ausscheren und ihn vorbeilassen zu können, als er plötzlich mit wenigen Zentimetern (!) Seitenabstand zum Überholen ansetzte. Rechts parkende Autos, etwa 35 auf dem Tacho und dann links ein Bus auf Amok - für derlei Nahtoderlebnisse fahr ich ja überhaupt erst Rad, liebe Bogestra!
Einem “normalen” Autofahrer hätte ich das vielleicht noch als unüberlegte Dummheit durchgehen lassen, aber ein Berufskraftfahrer kann solche Aktionen einfach nicht bringen. Er hat mich gesehen, er kennt die Ausmaße seines Busses - das war in meinen Augen eine vorsätzliche Gefährdung. Daß ihm wenige Sekunden in seinem Fahrplan wichtiger waren als mein Leben, nehm ich ihm übel. Drecksspacken.

2010-09-21_2.jpgImmerhin wurde es dann im Lottental so entspannt, wie ich mir das vorgestellt hatte, und mein Puls nahm wieder normale Werte an. Nach Stiepel hinaus hatte ich zwar ein wenig zu schnaufen, aber das schieb ich auf die inzwischen länger gewordenen Trainingspausen. Die Königsallee hinunter ließ ichs flott, aber ohne Rekord-Ambitionen laufen und drehte ein trotz Feierabendgewühls geradezu angenehmes Ründchen durchs Bochumer Zentrum.
Am Ruhrstadion vorbei (wie lang soll auf der Castroper eigentlich noch gebaut werden…?) fuhr ich zum Ruhrpark, um dann auf dem Weg nachhause noch einen kleinen Umweg über Werne einzuschieben. Das Wetter war einfach zu schön…

Bochum-Langendreer - Kemnader See - BO-Langendreer (13,3km, Ø 15,6km/h)

2010-08-22.jpgNeulich am Kemnader See: Eine kleine Pause auf einer Bank am Wegesrand. Auf dem mit Skatern und Radlern schon gut gefüllten Radweg nähert sich ein Jogger.

Pausierender Fahrradfahrer, um Freundlichkeit bemüht: “Sie wissen aber, daß sie auf einem Radweg laufen?”
Jogger, der Etikette offenbar weniger zugetan: “Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß!”
Fahrradfahrer, irgendwo zwischen Frust und Aggression: “Wenn du mir aufm Radweg im Weg stehst, IST das mein Scheiß!”

Kaum wieder im Auto, hupen sie die Radler von der Straße - asoziales Pack -.-

Aber hey, eine tolle gemeinsame Tour mit der Holden bei schönem Wetter :)

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,5km, Ø 32,3km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-09.jpgIch muß aufs Rad! Am Wochenende hatte es schon nicht geklappt: Samstag bestes Wetter, aber keine Zeit; Sonntag alle Zeit der Welt, aber häßlicher Dauerregen. Narf!
Deswegen startete ich ungewöhnlich spät - nach allen Erledigungen des Tages - noch einmal auf die schnelle Heven-Runde. Klar, mit mehr Zeit und Konzentration machts mehr Spaß, aber wer wird denn meckern?
Ich hatte gerade erst eine große Portion Bratnudeln in den Wanst gepumpt und entsprechend mit Verdauen zu tun, wollte also nicht übertreiben. Trotzdem ist einer meiner fixesten Schnitte herausgekommen - ein Grund zur Freude, die nur durch den nun wieder alltäglichen Drängel-Sackgang auf der Herbeder Straße getrübt wurde. Kaum ist die nämlich nach Abschluß der Hangsicherungsarbeiten wieder freigegeben, versuchen manche Autofahrer schon wieder, mich zur Nutzung des Radweges zu “überreden”. Was sie dabei - wie immer - nicht sehen (wollen): Es ist kein Radweg. Aber das erklär ich den zu kurz Bestückten auch gern mal im persönlichen Gespräch an der nächsten Ampel :)