Bochum-Langendreer - Witten - Kemnader See - BO-Langendreer (22,4km, Ø 15,5km/h)

2011-07-03_1.jpgLiebe Sportfreunde vom Kanuclub Witten,

es freut mich, dass ihr zum Drachenboot-Cup “Days of Thunder” Glück hattet mit dem Wetter, die Stimmung gut und überhaupt alles dufte war.
Doof nur: Ihr habt mit eurer Veranstaltung - ohne irgendeine Alternativroute zu empfehlen - schlicht den Ruhrtalradweg unterbrochen.

2011-07-03_2.jpgDas Schild “Radfahrer bitte absteigen” deutete für mich darauf hin, dass ich zumindest durchkäme, aber das war zu optimistisch. Ich musste mich über eine holprige Wiese irgendwie durch die Massen mogeln, was mit dem zweispurigem Anhänger am Rad alles andere als ein Vergnügen war. Dabei wurde ich teils mitleidig, teils genervt angeschaut: Wie kann er sichs auch wagen, auf einem Fernradwanderweg radfahren zu wollen?
Das hat mich ein wenig geärgert, genauso wie die Antwort auf meine Frage nach einer Umleitung. Die wurde nämlich ziemlich barsch mit “gibts nicht” abgebügelt.

Ich hoffe, dass die Veranstaltung allen anderen mehr Spaß gemacht hat als mir und würde mich freuen, wenn ihr beim nächsten Mal auch die “durchreisenden” Radler mit in die Planung aufnähmet. Danke :)

Diesen Text habe ich in ähnlicher Form ins Gästebuch das KC Witten geschrieben und bin nun gespannt auf Reaktionen.

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Lottental - BO-Stiepel - BO-Zentrum - Ruhrpark - BO-Langendreer (30,9km, Ø 29,0km/h; Route bei GPSies.com)

2010-09-21_1.jpgMein Plan war, das idyllische Lottental nach Stiepel hinauszufahren, um von dort über die Innenstadt wieder den Heimweg anzutreten. Es war also zu erwarten, daß der erste Streckenteil recht ruhig und geschmeidig, der zweite eher stressig werden würde.

Der Streß begann leider schon, bevor ich überhaupt das Lottental erreichte: Schon nach wenigen hundert Metern Fahrt hatte ich einen Bus der Bogestra hinter mir, dessen Fahrer nicht den allergeduldigsten Anschein machte. Ich suchte gerade nach einer ausreichend langen Lücke zwischen den parkenden Autos, um nach rechts ausscheren und ihn vorbeilassen zu können, als er plötzlich mit wenigen Zentimetern (!) Seitenabstand zum Überholen ansetzte. Rechts parkende Autos, etwa 35 auf dem Tacho und dann links ein Bus auf Amok - für derlei Nahtoderlebnisse fahr ich ja überhaupt erst Rad, liebe Bogestra!
Einem “normalen” Autofahrer hätte ich das vielleicht noch als unüberlegte Dummheit durchgehen lassen, aber ein Berufskraftfahrer kann solche Aktionen einfach nicht bringen. Er hat mich gesehen, er kennt die Ausmaße seines Busses - das war in meinen Augen eine vorsätzliche Gefährdung. Daß ihm wenige Sekunden in seinem Fahrplan wichtiger waren als mein Leben, nehm ich ihm übel. Drecksspacken.

2010-09-21_2.jpgImmerhin wurde es dann im Lottental so entspannt, wie ich mir das vorgestellt hatte, und mein Puls nahm wieder normale Werte an. Nach Stiepel hinaus hatte ich zwar ein wenig zu schnaufen, aber das schieb ich auf die inzwischen länger gewordenen Trainingspausen. Die Königsallee hinunter ließ ichs flott, aber ohne Rekord-Ambitionen laufen und drehte ein trotz Feierabendgewühls geradezu angenehmes Ründchen durchs Bochumer Zentrum.
Am Ruhrstadion vorbei (wie lang soll auf der Castroper eigentlich noch gebaut werden…?) fuhr ich zum Ruhrpark, um dann auf dem Weg nachhause noch einen kleinen Umweg über Werne einzuschieben. Das Wetter war einfach zu schön…

Bochum-Langendreer - Kemnader See - BO-Langendreer (13,3km, Ø 15,6km/h)

2010-08-22.jpgNeulich am Kemnader See: Eine kleine Pause auf einer Bank am Wegesrand. Auf dem mit Skatern und Radlern schon gut gefüllten Radweg nähert sich ein Jogger.

Pausierender Fahrradfahrer, um Freundlichkeit bemüht: “Sie wissen aber, daß sie auf einem Radweg laufen?”
Jogger, der Etikette offenbar weniger zugetan: “Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß!”
Fahrradfahrer, irgendwo zwischen Frust und Aggression: “Wenn du mir aufm Radweg im Weg stehst, IST das mein Scheiß!”

Kaum wieder im Auto, hupen sie die Radler von der Straße - asoziales Pack -.-

Aber hey, eine tolle gemeinsame Tour mit der Holden bei schönem Wetter :)

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,5km, Ø 32,3km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-09.jpgIch muß aufs Rad! Am Wochenende hatte es schon nicht geklappt: Samstag bestes Wetter, aber keine Zeit; Sonntag alle Zeit der Welt, aber häßlicher Dauerregen. Narf!
Deswegen startete ich ungewöhnlich spät - nach allen Erledigungen des Tages - noch einmal auf die schnelle Heven-Runde. Klar, mit mehr Zeit und Konzentration machts mehr Spaß, aber wer wird denn meckern?
Ich hatte gerade erst eine große Portion Bratnudeln in den Wanst gepumpt und entsprechend mit Verdauen zu tun, wollte also nicht übertreiben. Trotzdem ist einer meiner fixesten Schnitte herausgekommen - ein Grund zur Freude, die nur durch den nun wieder alltäglichen Drängel-Sackgang auf der Herbeder Straße getrübt wurde. Kaum ist die nämlich nach Abschluß der Hangsicherungsarbeiten wieder freigegeben, versuchen manche Autofahrer schon wieder, mich zur Nutzung des Radweges zu “überreden”. Was sie dabei - wie immer - nicht sehen (wollen): Es ist kein Radweg. Aber das erklär ich den zu kurz Bestückten auch gern mal im persönlichen Gespräch an der nächsten Ampel :)

Bochum-Langendreer - Witten - Hohenstein - Kemnader See - BO-Langendreer (30,4km, Ø 22,2km/h)

2010-01-23.jpgDer Wetterbericht sagte für die nächsten Tage Schnee voraus (zu Recht, wie sich später herausstellen sollte), also änderte ich kurzfristig meinen Plan und beschloß, die karge Sonne noch für eine Runde mit dem Rad zu nutzen. Wieder war es ziemlich frisch, aber die Klamotten taten ihren Dienst sehr ordentlich.
Durch Wittens Innenstadt hindurch fuhr ich zur Ruhr hinunter, von wo aus ich dann den Hohenstein in Angriff nahm. (Abgesehen davon, daß die einzige Straße, die da hinaufführt, vorsichtig ausgedrückt eine Zumutung ist, mußte ich am Anstieg feststellen, daß ich noch lange nicht wieder in Hochform bin.) Die Pause am Berger-Denkmal fiel ob der niedrigen Temperaturen recht kurz aus, und schon war ich wieder auf dem Weg hinunter ins Ruhrtal, dem ich bis zum Kemnader See folgte - wo sich folgende bemerkenswerte Szene abspielte:

Auf meine Frage an einen seinen Hund auf dem Radweg (!) gassiführenden Fußgänger, ob er sich denn im Auto nicht auch über Radfahrer aufregt, die trotz Radwegs auf der Straße fahren, ließ dieser mich an seinen überaus interessanten Thesen zu diesem Thema teilhaben.

  1. Wenn Autofahrer sich über Radler auf der Straße aufregen, ist das okay - egal, in welcher Situation.
  2. Wenn Radler sich über Fußgänger (am besten mit Hund!) auf dem Radweg aufregen, ist das nicht okay.
  3. Punkt 1 und 2 gelten, da Autofahrer schließlich Steuern zahlen und Radler nicht. Außerdem “machen die Fahrradfahrer eh immer, was sie wollen”.

Da haben wir mal wieder was gelernt - nur wußte ich in diesem Moment überhaupt nicht, ob ich ihm einfach nur mitleidig anschauen oder doch lieber lauthals auslachen sollte. Das war aber sowieso egal, da er die Diskussion mit seinem Statement offenbar als beendet betrachtete und seiner Wege ging. Wer (Kfz-) Steuern zahlt, macht eben die Regeln, das sollte uns nun allen klar sein.