Lottental-Quickie

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Lottental - BO-Stiepel - WIT-Herbede - BO-Langendreer (~26km)

2010-03-25.jpgWenn es Ende März schon mal 23 (!) Grad warm ist, die Sonne geradezu herzerfrischend strahlt und außerdem für die folgenden Tage Regen angekündigt ist, ist die Runde auf dem Rad geradezu obligatorisch. Von der Strecke her wollte ich es nicht übertreiben, die Standardrunde um den Kemnader See wäre mit dem Renner aber keine glückliche Wahl gewesen - zumal es dort aufgrund der Bauarbeiten am Wehr momentan noch ungünstiger zu fahren ist. Als Alternative bot sich das Lottental an: Dieser sanfte Anstieg führt - vorbei an viel Wald und Wiese - aus dem Ruhrtal heraus; biegt man am Ende links auf die Surkenstraße ab, kommt man “von hinten” nach Stiepel hinein. Die Straße im Lottental ist in bemerkenswert gutem Zustand, und so war es viel mehr Lust als Last, dort hinauf zu radeln.
Die Surkenstraße wird nach Stiepel hinein heftig steil; hat man das hinter sich, steht der rasanten Abfahrt hinunter zur Ruhr nichts mehr im Weg. Dort kommt man am Haus Kemnade vorbei, wo ich links abbog und Witten-Herbede durchquerte. Dann den direkten Weg nachhause über die Kleinherbeder Straße zu nehmen, war mir zu wenig Strecke; ich wollte sowieso schon immer mal die Universitätsstraße nach Witten-Heven hineinfahren, von wo aus ich dann auf altbekannten Pfaden und ganz ohne zu hetzen heimwärts fuhr. Nach den zahlreichen schönen Touren der letzten Tage kann ich nun gut mit den bevorstehenden Regentagen leben.

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Dortmund-Hohensyburg - Herdecke - Wetter - Witten - BO-Langendreer (~60km)

2010-03-24_1.jpgNeunzehn Grad und Sonne - was ich da nach Feierabend mache, ist ja wohl klar! Und der Feierabend kam erfreulicherweise recht früh, sodaß ich eine etwas längere Tour angehen konnte.
Bis zur Ruhr runter war es das alte Lied: Stop and go im verschlaglochten Innenstadtgewühl ist einfach nicht des Rennradlers Plaisir. Ganz im Gegensatz zu breiten, glatten Straßen außerorts: Auf der B226 spurte ich trotz Gegenwindes ziemlich schnell nach Wetter, von wo aus ich an Harkort- und Hengsteysee entlang zum Anstieg nach Hohensyburg fuhr. Dieser war überraschend fix und problemlos bewältigt, und ich jagte die B54 wieder nach Herdecke hinein. Wie schnell man wird, wenn man sich auf dem Renner flachmacht - kein Vergleich zum Mountainbike!
2010-03-24_2.jpgWieder über die B226 gings (dieses Mal mit dem Wind im Rücken und deswegen schneller als auf dem Hinweg) zurück nach Witten, wo ich mir mal den aktuellen Stand der seit Dezember gesperrten Herbeder Straße anschauen wollte.
Bisher standen dort nur einfache Bauabsperrungen, die von Radfahrern immer wieder zur Seite geschoben wurden - das Straßenstück zwischen den Absperrungen war zwar steinschlaggefährdet, aber prinzipiell ohne Hindernisse befahrbar. Das hat sich nun grundlegend geändert: Nach der großflächigen Rodung des brüchigen Hanges wurden die gefällten Bäume auf beiden Seiten der Baustelle als Sperre auf die Straße gelegt. Ohne riskante und unbequeme Kletterpartien gibts da kein Durchkommen mehr! Bleibt nur die Frage, wann die Hangsicherung endlich abgeschlossen sein wird. Update 25.03.: Laut Ruhr-Nachrichten sollen die Hangsicherungsarbeiten bis Juni andauern.

2010-03-22.jpgBochum-Langendreer - BO-Zentrum - BO-Stiepel - Witten-Herbede - BO-Langendreer (~30km)

Da hat mich der Wetterbericht aber ganz schön verschaukelt, als er dreizehn Grad und lockere Bewölkung versprach. Gefühlt dürften es keine zehn gewesen sein, und eklig diesig wars auch noch. Dazu noch die besch…eidenen Ampelschaltungen in der Stadt (nach dem zehnten Mal Rot in Folge willst du einfach nur noch laut schreien) - alles in allem war es wirklich keine besonders schöne Runde.
Aber immerhin habe ich wieder ein paar Kilometer mehr auf dem neuen Bike abgespult, das mit dem Ritt von Stiepel hinab ins Ruhrtal nun auch schon seine Schußfahrt-Qualitäten unter Beweis stellen durfte und auch sonst sehr geschmeidig abgeht. Ach, wenn ich doch nur schon einen Velocomp installiert hätte…

Neue Dimensionen

2010-03-20.jpgBochum-Langendreer - Witten - Wetter - Witten - BO-Langendreer (~38km)

Nach einigen Kilometern Clicker-Training war es an der Zeit, das Mounti gegen den gerade erst erhaltenen Rennhobel zu tauschen. Dem fehlt es zwar noch an Kleinigkeiten, z.B. einem Velocomp (deswegen auch keine genauen Angaben zu Strecke und Geschwindigkeit), aber mit wieder auf Betriebsdruck gebrachten Reifen ist er grundsätzlich fit für die Straße.
Ach was sag ich, “fit” - das Ding ist ein Biest! Ich kann es mangels Fahrradcomputer nicht belegen, aber gefühlt war ich permanent fünf bis zehn km/h schneller als bisher. Daran haben sicher die schmalen Reifen ihren Anteil; auch habe ich durch die bedeutend flachere Sitzposition nicht mehr den Cw-Wert einer polnischen Schrankwand wie auf dem Mounti. Nachteil: Der Helmspiegel nützt mir auf dem Renner nix, da ich darin nur meine Schulter anschaue.
Natürlich fühlt sich so ein Rennrad auf der Straße am wohlsten, und so war es eigentlich gar keine so gute Idee, den Ruhrtalradweg nach Wetter zu nehmen: Der ist nämlich von Witten bis kurz vor Wengern nicht asphaltiert (was auf dem Mountainbike selbst mit schmalen Reifen und null Federung kein Problem ist; mit dem Renner fühlt sich das teilweise schon ein wenig unschön an). Nach einer kurzen Pause am Harkortsee wählte ich deswegen für den Rückweg nach Witten die B226 auf der anderen Ruhrseite und ließ es richtig laufen. Wie gesagt, leider ist noch kein Tacho montiert; der Schnitt auf dieser Streckenteil dürfte aber sicher bei 35 gelegen haben.
In Witten-Heven fing es dann urplötzlich an zu schütten, und ich flüchtete mich in den Regenschatten eines geparkten großen Anhängers. Aber genauso schnell, wie der Regen anfing, war er auch vorbei, und die Sonne schien wieder herrlich - da hat wohl der April schon kräftig seine Finger im Spiel. Um weitere Überraschungen dieser Art zu vermeiden, spurtete ich nachhause.

Der Lenz klopft an

2010-03-18_1.jpgBochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,3km, Ø 26,5km/h)

Wenn der Tag im Büro erst später losgeht, ist auch mal ein wenig Frühsport drin. Aufgrund der zeitlichen Knäppe blieb es bei der kurzen Runde an die Ruhr hinunter, von dort nach Heven und über die Kleinherbeder und Universitätsstraße wieder heim. Reicht aber allemal, um wach zu werden!

So langsam löst sich auch die Natur aus des Winters harscher Umklammerung: Die aufgehende Sonne verscheucht wabernde Frühnebelschwaden über der Ruhr, überall singen die ersten Vögel, und an der Kleinherbeder Straße sah ich sogar einen Fasan auf dem Feld herumspazieren. Ist mir nicht schon irgendwann einmal einer sogar fast vors Rad gelaufen - dort ganz in der Nähe? Stimmt, das war 2007

Beste Aussichten also für einen tollen Frühling!