Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Lottental - BO-Stiepel - Witten-Herbede - BO-Langendreer (25,6km, Ø 29,6km/h)

2010-06-27.jpgSich direkt nach einem gewonnenen WM-Spiel mit dem Rad auf die Straße zu trauen, wäre ein mehr als gewagtes Unternehmen: Gescheites Autofahren gerät im schwarz-rot-goldenen Freudentaumel viel zu sehr in den Hintergrund. Also wartete ich nach Abpfiff noch ein Stündchen - und fand mich in meiner Vorsicht bestätigt: Direkt vorm Haus waren sich zwei aus Unachtsamkeit in den Arsch gefahren.
Als sich der schlimmste Trubel gelegt hatte (sind wir nicht eigentlich erst im Viertelfinale…?), wagte ich mich dann raus und flitzte eine schnelle Runde das Lottental nach Stiepel hinauf. Dort ists zum Glück friedlich und entspannt, aber kaum befuhr ich in Stiepel wieder “bewohntes Gebiet”, trötete und hupte es mir wieder um die Ohren. Ja, ich freu mich ja auch, aber muß man das Viertelfinale schon so exzessiv feiern? Schnellen Trittes wieder aus Stiepel hinaus, runter zur Ruhr, wo wieder Ruhe herrschte.
Durch Herbede hindurch wuselte ich dann über Kleinherbede nachhause - in Langendreer wieder begleitet von Gehupe an allen Ecken. Ist das Spiel nun nicht schon zwei Stunden her…?
Zuhause hatte ich dann nochmal richtig Spaß beim Blick auf den Velocomp: Ohne echte Mühen (und vor allem ohne es überhaupt darauf anzulegen) war ich dem dreißiger Schnitt mal wieder sehr nahe gekommen.

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (52,0km, Ø 28,9km/h, Vmax 74,90km/h; Route bei Google Maps)

2010-06-25.jpgDas tolle Wetter muß man nutzen, und meine Beine haben sowieso schon den ganzen Tag gezuckt - also abends aufs Rad und auf der Herdecke-Runde noch ein wenig Training betrieben. Schön ist, daß gerade eine Fußball-WM stattfindet: Gegen acht leeren sich die Straßen spürbar, was dem geneigten Radler natürlich entgegenkommt.
Es wurde eine recht unspektakuläre Runde, allerdings mit einem Höhepunkt: Auf der B54 von Dortmund-Syburg nach Herdecke hinunter konnte ich mit 74,90km/h meine persönliche Maximalgeschwindigkeit auf einen neuen Höchststand katapultieren. Da geht aber sicher noch mehr, vielleicht leg ich es nochmal gezielt darauf an.

Bochum-Langendreer - Ruhrtalradweg bis Hattingen - Bochum-Zentrum - Bochum-Langendreer (39,3km, Ø 28,9km/h)

Ich hatte eigentlich nur einen Termin beim Fahrradladen meines Vertrauens in Hattingen - die neuen Laufräder sollten nach ein paar hundert absolvierten Kilometern nochmal zentriert und auf die Speichenspannung überprüft werden. Aus diesem nachfeierabendlichen Pflichtprogramm wurde aufgrund des tollen Wetters dann aber ein richtig schöner Quickie, so schön, daß ich vor lauter Radelfreude völlig das Fotografieren vergaß. Beim nächsten Mal wieder! ;)

Bochum - Essen - Sprockhövel - Witten - Bochum (85,1km, Ø 27,5km/h)

2010-06-21_1.jpgWas mache ich, wenn ich einen Tag frei und sonst nichts auf der Agenda habe? Richtig: Radeln!
Mitte Mai hatte ich mit Dirk die Elfringhauser Schweiz in Angriff genommen und war aufgrund eines abgerissenen Speichennippels grandios gescheitert. Mit den neuen Laufrädern (und damit neuen Speichen und Nippeln) wollte ich das Ganze erneut angehen, diesmal solo. Das kam mir durchaus zupaß, denn ich hatte schon ein paar Tage keinen Sattel mehr unterm Hintern gehabt und wollte meine überschüssige Wadenkraft loswerden. Also volles Rohr über den Ruhrtalradweg nach Essen - warum fahr ich den nicht eigentlich immer nur an Wochentagen? Außer einigen (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) sportlich radelnden Rentnern und vereinzelten Gassigehern war herrlich viel Platz, und ich konnte es gescheit laufen lassen. Ich war zwar ziemlich fix unterwegs, immer so um den dreißiger Schnitt herum, radelte aber an sich ganz entspannt - das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, daß ich nicht wie sonst stressigen Techno auf den Ohren hatte, sondern dem wunderbaren Unplugged-Konzert der Sportfreunde Stiller lauschte.
In Essen machte ich am “Bootshaus” Rast und schickte ein leckeres Schnitzel in die Verdauung. Die nennen das übrigens “Krüstchen”…
2010-06-21_2.jpgAm Baldeneysee querte ich die Ruhr und radelte am alten Bahnhof Kupferdreh vorbei - und fand dort diesmal auch den (nicht ausgeschilderten!) Weg um die Baustelle, die wir im Mai mangels erkennbarer Alternative kurzerhand mit geschulterten Rädern zu Fuß durchquert hatten: Kurz vor der Sperrung führt rechts ein gepflasterter Weg zur Parallelstraße, auf der der Radweg zweihundert Meter weiter eh herauskommen würde.
Ich folgte dem ab dort wieder bestens ausgeschilderten Radweg bis zur Schußfahrt nach Langenberg, wo beim letzten Mal die Reise mit einem hässlichen Schleifgeräusch endete. Diesmal alles paletti, wobei es auf Dauer wirklich anstrengt, “im freien Fall” die Geschwindigkeit mit den Rennrad-Bremshebeln ordentlich zu regulieren.
Aus Langenberg bog ich dann rechts ins Wodantal ab. Das führt über zwölf mehr oder weniger sanft ansteigende Kilometer bis hinauf nach Sprockhövel - und ist des Rennradlers wahrer Himmel! Wunderbarer Belag, die Steigung fordernd, aber nicht überfordernd, (zumindest Montagmittag) moderates Verkehrsaufkommen, und links und rechts strahlt einen die Mittelgebirgsidylle an, daß es nur so eine Freude ist. Hügel mit Wäldern und Wiesen, schnucklige Gehöfte und immer wieder Kühe auf herrlich grünen Weiden. Ein Schmaus für Waden und Augen gleichermaßen!
2010-06-21_3.jpgIn Sprockhövel kam ich dann auf die B51, der ich sportlich bis Hiddinghausen folgte. Dort bog ich rechts auf die Wittener Straße ab, auf der man die erradelten Höhenmeter bis ins Ruhrtal wieder gescheit hinunterschießen kann. Einzig der teilweise grottig geflickte Belag macht dem Radelvergnügen dort einen Strich durch die Rechnung, aber mit gutem Blick nach vorn und ein wenig Mut zum Slalom kann man auch da erstaunlich schnell sein. Weiter unten in Witten ist die Straße schon generalüberholt - da sollte man aber wiederum ein Auge für Fußgänger und (aus)parkende Autos haben.
Über Crengeldanz nahm ich dann den direkten Weg nachhause - glücklich über eine Tour, bei der alles paßte: Ich selbst stand gut im Futter, es war nicht zu warm und blieb trocken, und ich konnte endlich mal richtig durchziehen. Keine lästigen Ampelstopps, keine überfüllten Radwege, keine permanente Suche nach der Route - so sollte es immer sein!

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Bochum-Langendreer (15,4km, Ø 31,7km/h)

2010-06-16.jpgIch mußte erstmal wieder mit Radeln anfangen, nachdem es mich vorm 24-Stunden-Radeln so aus dem Rennen genommen hatte; das war danach auch nicht richtig abgeklungen. Also nur die kurze Runde runter zur Ruhr, rüber nach Heven und dann zurück nach Langendreer.
Leider kann ich auf dem Renner einfach nicht geschmeidig machen, auch hat das Wetter einfach zu gut mitgespielt. So kam zum Schluß ein äußerst respektabler Schnitt heraus - zwar nur auf die Kurzdistanz, aber immerhin!