Heut beweis ich: Kann auch Dreißig!

Bochum-Langendreer – Witten-Herbede – Kemnader See – BO-Langendreer (21 km, Ø 30,8 km/h)

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Kemnader See

Huiuiui, das ist ja in eine regelrechte Hatz ausgeartet! Geplant hatte ich eine durchaus flotte Runde um den Kemnader See, aber dass der Schnitt dann so deutlich über die Dreißig geht, hat mich doch ein wenig überrascht.
Ich nehme es schmunzelnd hin – und freue mich, dass ich dieses heimliche Jahresziel endlich mal wieder erreicht habe: Schließlich ist das letzte Mal schon lange (bei strikter Messung sehr lange) her.

Summer in the city

Bochum-Langendreer – BO-Innenstadt – BO-Stiepel – Kemnader See – BO-Langendreer (30 km, Ø 27,2 km/h)

Wie kann man denn dieses tolle Wetter ungenutzt lassen? Auch wenn ich nicht wahnsinnig viel Zeit habe, schwinge ich mich auf den Renner und reiße eine kleine Asphalt-Runde ab. Neben urbanem Gewühl in der Innenstadt gönne ich mir auch noch Höhenmeter in Stiepel und viel Grün am Kenmnader See. Pausen gibts aber keine, denn mein Zeitfenster ist nicht allzu groß. Heim, duschen, Tagwerk!

Stiepel und Kemnade

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Kemnader See

Bochum-Langendreer – BO-Zentrum – BO-Stiepel – Kemnader See – BO-Langendreer (30 km)

Auf meine Sprockhövelrunde hätte ich mal wieder Lust! Das Wetter ist für Anfang Januar verdammt mild, regnen tuts grad auch nicht: Ab auf den Renner! Viel Zeit ist aber leider nicht, also verschiebe ich Sprockhövel und flitze “nur einmal schnell” in die Innenstadt. Schön wenig los auf den Straßen! Ich verzichte auf die Runde um den Innenstadtring und nehme vom Hauptbahnhof den direkten Weg zur Königsallee. Entlang dieser schnaufe ich hinaus nach Stiepel, von wo aus ich mich dann mit Wonne hinab zum Kemnader See fallen lasse. Kurzer Foto-Stopp auf dem Wehr, und schon bin ich wieder auf dem Heimweg. Weil der Wind günstig steht, knalle ich dabei die Kleinherbeder Straße mit glatt 40 hinauf – geil!
Dass am Ende trotz des Herumgebärbels am See immer noch ein 26er Schnitt auf dem Tacho steht und ich trocken wieder zuhause angekommen bin, macht die Tour rund – nun ab unter die Dusche und dann weiter im Tagesprogramm!

Silvester-Quickie, stürmisch und feucht

Bochum-Langendreer – Kemnader See – Witten-Heven – BO-Langendreer (14 km, Ø 27 km/h)

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Nass :(

Ganz zum Ende des Jahres darf auch der Renner nochmal ran! Leider schiebt der kräftige Westwind dicke Wolken heran, die dann die Straßen – und mich! – wässern. Also kürze ich meine Runde kräftig ab und hetze, inzwischen ziemlich nassen Fußes, direkt wieder nachhause zur heißen Dusche.
Immerhin, der Renner war nochmal draußen!

Jahresabschluss

Ich schließe die Bücher für 2022 mit dokumentierten 1032 Kilometern, davon 727 auf dem Renner und immerhin noch 305 auf dem Mounti. In Erinnerung bleiben mir vor allem die beiden großen Touren: Mein Solobrett an der Nordsee sowie die aufregende Runde um die Haard. Außerdem habe ich einige spannende Herdecke-Varianten ausgekundschaftet und war das eine oder andere Mal auf Asphalt in Richtung Sprockhövel unterwegs.
In Summe bei weiten kein rekordverdächtiges, aber ein immer noch recht munteres Velo-Jahr!

So geht Feiertag!

Bochum-Langendreer – Kemnader See – BO-Stiepel – BO-Zentrum – BO-Langendreer (31 km, Ø 28,0 km/h)

Auf einer Landzunge, die in einen See hineiragt, steht ein kleiner Leuchttum.
Der Kemnader See hat einen echten Leuchtturm.
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Wandbild in Bochum: Immer wieder sehenswert.

Der Oktober zaubert einen Feiertag zum Niedernknien übers Land. Alles, was Räder oder wenigstens Füße hat, strömt nach draußen, um diesen kaiserlich bewetterten Herbsttag auch ja nicht zu verpassen: Die Motorrad- und Cabriodichte auf den Straßen übersteigt die Werte so manches lauen Sommerwochenendes, und auf dem Rundweg um den Kemnader See tummeln sich prächtig gelaunte Spaziergänger und Skater.

Auch ich kann und will Petrussens Verlockungen nicht widerstehen, auch wenn ich nicht die Zeit für die ganz große Tour habe. Schade, dann solls aber zumindest ein sonniger Asphalt-Sprint werden: Erst zum Kemnader See, dann hinauf nach Stiepel und durch die Innenstadt wieder heim, so ist mein feister Plan.

Weil kaum Wind geht, habe ich schon auf der Anfahrt zum Kemnader See meinen Spaß: Mit Schmackes jage ich, tief in den Lenker gebeugt, die Kleinherbeder Straße hinab. Auch am See selbst habe ich tüchtig Umdrehung an der Kurbel, gebe aber natürlich auf jene acht, die deutlich weniger hektisch unterwegs sind als ich. Es soll auf meiner Hatz ja niemand zu Schaden kommen!

Danach sinkt der Schnitt sowieso wieder, denn ich muss nach Stiepel hinauf. Was meinen Puls zu Saisonbeginn locker in den roten Bereich bringt, gelingt mir heute erfreulich entspannt. Nach des Anstiegs Mühen lockt auf der anderen Seite die Abfahrt in Richtung Stadtzentrum, die ich, wieder tief gebeugt, sportlich zelebriere. Hat da gerade ein Autofahrer von hinten gehupt? Hey, ich fahre doch schon sechzig! :)

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Exzenterhaus an der Universitätsstraße: Vertikale Unwucht

Aus Zeitgründen verzichte ich dann auf die eigentlich obligatorische Runde um den Innenstadtring und biege stattdessen direkt auf die Universitätsstraße ab. Die führt zwar übern Berg, aber auf die Alternativroute entlang der Wittener Straße habe ich schlicht keine Lust – die ist auf mehreren Kilometern Länge einfach nur der zweifelsfreie Nachweis der Unlust der Bochumer Stadtverwaltung, auch nur irgendetwas Positives für den Fahrradverkehr zu leisten. (Ach, Bochum …)
Dann lieber Unistraße: Dort gibts unten einen extrabreiten Radweg, und weiter oben, wo der dann endet, immerhin noch genug Spuren für alle. Auf der sich anschließenden Schussfahrt von der Uni zur Autobahn hinab bin ich eh so schnell wie die Autos.

Zurück in Langendreer, statte ich dem “nagelneuen Kack-Radweg” an der Baroper Straße noch einen Besuch ab: Der existiert inzwischen locker anderthalb Jahre, aber es hat immer noch niemand geschafft, die unklare Vorfahrtssituation mit den Rechtsabbiegern zur Autobahnauffahrt zu entschärfen. Ist ja auch nur vier Monate her, dass das Tiefbauamt auf meine Nachfrage eine Klärung ankündigte. (Ach, Bochum …)

Zuhause bleibe ich noch eine Weile draußen in der herrlichen Oktobersonne sitzen, bevor ich das Rad in den Feierabend und mich unter die Dusche stelle. Das war ein wunderbar sportlicher Ausritt bei allerfeinstem Wetter, der auch noch einen ziemlich ordentlichen Schnitt in den Aufzeichnungen hinterlässt. So geht Feiertag!