Chemnitz: Innenstadt - Wüstenbrand - Totenstein - Rabenstein - Röhrsdorf - Borna - Chemnitztal - Kohlung - Hilbersdorf - Innenstadt (44,0km, Ø 24,4km/h)

2007-07-11_1.jpgAuf dem Velocomp standen exakt 1.461 Kilometer für dieses Jahr, als ich voller Vorfreude startete. Wird sich doch sorgenfrei machen lassen, mal 40 Kilometer am Abend zu fahren. Aber wie es so schön heißt: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. So richtig spaßig wars nämlich nicht, gegen den Wind in Richtung Westen zu kurbeln. Als ich dann aber in Wüstenbrand bei der Anfahrt auf den Totenstein peu à peu die Richtung wechselte, ging es wieder verdammt gut voran - die Waden haben bei der Dresden-Tour ordentlich zugelegt.

2007-07-11_2.jpgÜber Rabenstein und Röhrsdorf führte die Runde zum Chemnitz-Center, wo der Nordradweg dann in Richtung Borna weitergeht. Diese Strecke kann man im feuchten Zustand aber höchstens den grobstollig reisenden Kollegen zumuten, auf Straßenreifen ist das nur ein Eiertanz. Ganz abgesehen von dem Schnodder, der ans Rad räudet!
Auch auf den wenigen Metern zwischen Wald und Autobahnbrücke in Kohlung dürfte für Schmalbereifte kaum Freude aufkommen, dort haben Baumaschinen den Weg so richtig schön verschlammt.
Aber genug gemeckert, in Ebersdorf war es dann soweit: Die 1.500 waren voll. Anderthalb Gigameter Megameter in exakt vier Monaten, damit bin ich sehr zufrieden.

Fazit: Radeltechnisch hab ich meine Ziele für 2007 alle erreicht. Naja, dafür darf ich jetzt erstmal das Rad entkeimen… ;)

Nachtrag 12.07.2007: Dank geht an André und Julius, die mich darauf hinwiesen, daß der nächste SI-Präfix nach “Kilo” natürlich nicht “Giga”, sondern erstmal “Mega” ist. Schullijung!

Heidenau - Dresden - Tharandt - Hartha - Freiberg - Oederan - Chemnitz (84,9km, Ø 21,9km/h)

2007-07-08_1.jpgDer André meinte, daß ich auf dem Rückweg nach Chemnitz mal nicht nur Bundesstraße fahren solle, und empfahl mir die Strecke über Tharandt. Er muß es wissen, ist er doch dort selbst schonmal nach Chemnitz geradelt. Auch war es mir ganz recht, nicht immer das selbe zu sehen…und landschaftlich hat die Route entlang der Eisenbahnstrecke Dresden-Chemnitz eindeutig mehr zu bieten als die B173.
Und so gings durch die feinste mittelsächsische Hügellandschaft - mit einigen Anstiegen, aber ohne echte Killerberge. Der Wettermann ließ heute mal richtig einen gucken (er muß wohl mein jämmerliches Geningel meine bösen Flüche gehört haben) - der Himmel nur locker bewölkt, die Temperaturen ideal, und auch den teilweise böse böigen Westwind, der mich am Freitag noch nach Dresden schob, hatte Petrus abgestellt. Nur ab und an gabs mal etwas Gegenwind, was ich im Vergleich zum letzten Jahr aber nicht so extrem schlimm fand.
Kurz vor Freiberg dann wurden die Waden schwer, und der Kopf stellte sich an so manchem Anstieg die Frage nach dem Warum. Mit dieser kleinen Motivationskrise kämpfte ich mich noch bis zur Tankstelle am westlichen Ortsausgang von Freiberg, wo ich erstmal diverse Schokoriegel und einen Liter Cola veratmete. So ein geschundener Leib braucht schließlich Zucker - der nach ein paar Minuten Pause ordentlich in die Beine gepumpt wurde. Frisch gestärkt und in dem Wissen, daß die schlimmsten Berge und der Großteil der Strecke schon hinter mir lagen, kam ich bis Chemnitz noch richtig gut voran.

Dann endlich wieder zuhause angekommen, bedankte ich mich mit einer ausgiebigen Dusche bei meinem Körper, daß er all die Strapazen ohne Murren mitgemacht hat - und versprach ihm, ihn nie wieder so zu schinden. Mit hinterm Rücken gekreuzten Fingern…

Heidenau - Dresden-Innenstadt - Weixdorf - Stauffenbergallee - Elbradweg links der Elbe - Blaues Wunder - Elbradweg rechts der Elbe - Heidenau (64,4km, Ø 22,8km/h)

2007-07-07_1.jpgIch hatte zuerst überlegt, nach Tschechien zu fahren und dort die vorletzte Etappe meines letztjährigen Fahrradlagers noch einmal unter die Räder zu nehmen. Zugunsten der Familie ließ ich es dann aber doch bleiben und radelte in Richtung Dresden.
Die Altstadt um die Frauenkirche herum war von Touristen geradezu überschwemmt, was weder ein feines Fahren zuließ, noch dem ungestörten Heimatgefühl so richtig zuträglich war. Aber es tat allemal verdammt gut, mal wieder in Dresden zu sein.

2007-07-07_2.jpgNachdem ich die liebe Verwandtschaft in Weixdorf besucht und während der Rast dort um diverse Nahrungsmittel erleichtert hatte, machte ich noch einen schnellen Abstecher zum örtlichen Jugendzentrum und ließ es dann auf der B97 gemütlich wieder stadteinwärts rollen. Dann bog ich links in die Stauffenbergallee ab und folgte ihr in Richtung Elbe, die ich bis zum Blauen Wunder auf der Neustädter Seite begleitete.
Mein Tip: Fahrt auf der anderen Elbseite. Die letzten 500 Meter des “Radwegs” vorm Blauen Wunder sind, vorsichtig ausgedrückt, eine Zumutung.
Nachdem ich die Elbe dann auf dem Blauen Wunder überquert hatte, folgte ich dem Radweg am anderen Elbufer bis zurück nach Heidenau. Diese Strecke kann ich nur empfehlen: Es läßt sich herrlich fahren, und man sieht Elbdampfer, den Fernsehturm und das Schloß Pillnitz.

Chemnitz - Freiberg - Dresden - Heidenau (85,2km, Ø 27,5km/h, Vmax 73,4km/h)

2007-07-06_1.jpgIch hatte die ganze Woche schon immer etwas Zeit herausgearbeitet, damit ich am Freitag nur schnellstens aufs Rad käme. Dreiviertel vier war es dann soweit, und ich nahm die B173 in Angriff. Anders als letztes Jahr, als ich die Tour schon einmal fuhr, wußte ich diesmal aber, wie man das vierspurige Stück Bundesstraße bei Niederwiesa umfährt…
Ganz im Gegensatz zu 2006 hatte ich dieses Mal keinen Gegen-, sondern recht ordentlichen Rückenwind, was mich verdammt flott spuren ließ. Nach Oederan hinein erhöhte ich dann quasi nebenbei meine diesjährige Höchstgeschwindigkeit: Der Velocomp zeigte 73,41km/h. Wäre dieser T4 vor mir nicht so geschlichen, es hätte durchaus noch mehr sein können! ;)
Auch in diesem Jahr machte ich wieder Zwischenstop in Niederschöna (da hat man Freiberg und somit die moralisch wichtige Hälfte der Strecke schon hinter sich). Nur erlaubte ich mir diesmal nicht die lange Pause, die ich 2006 dort machte, denn von Westen schob der Wind ziemlich dunkle Wolken nach. Also nur flott was gegessen und getrunken, und dann schnell weiter auf der Flucht vorm Wetter!

2007-07-06_2.jpgDresden war eigentlich recht fix erreicht, ich schoß die Kesselsdorfer hinunter und querte dann über die Nossener Brücke, das Nürnberger Ei und an der Uni vorbei bis zur B172, der ich bis Heidenau folgte.
Okay, ich hatte Rückenwind. Aber daß der Schnitt so hoch ausfallen würde, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Aber die Eile lohnte sich: Kaum in Heidenau angekommen, ging ein Regenguß nieder. Als sich dann die Abendsonne noch einmal durchkämpfte, gabs als Belohnung für des Tages Strapazen einen wunderschönen Regenbogen.

Chemnitz: Dresdner Straße - Hilbersdorf - Ebersdorf - Kohlung - Chemnitztal - Furth - Dresdner Straße (15,8km, Ø 29,0km/h)

Unspektakuläre, aber recht flotte Runde auf meiner Hausstrecke. Vielleicht geht da dieses Jahr auch nochmal die Dreißig. Wenn ich ein Ningler wäre, würde ich den heute noch fehlenden Einer auf den Wind schieben - aber ich tus nicht. Ätsch.