City-Sprint

Bochum-Langendreer - Bochum-Innenstadt & retour (16,0km, Ø 28,0km/h)

Nur fürs Protokoll: Ich kann auch noch schnell! 28er Schnitt, nichtmal auf dem Renner, sondern auf dem Mounti - kann man machen. Musste sowieso in die Stadt, was erledigen.
Vielleicht klappts auch mal wieder mit der Dreißig - aber dafür muss der Renner erstmal wieder fit sein.

Fahrradtouren im Erzgebirge: ’s is fei schie im Arzgebirg

Erzgebirge: Großolbersdorf - Scharfenstein - Wilischthal - Gelenau - Thum - Venusberg - Scharfenstein - Großolbersdorf (30,4km, Ø 18,3km/h)

Auch im Erzgebirge macht das Radeln immer wieder Spaß. Vor allem, wenn ich - wie zuhause im Ruhrpott - auf ehemaligen Bahntrassen unterwegs bin. So führte mich meine Tour von Großolbersdorf nach Thum auf der Trasse der damaligen Schmalspurbahn Wilischthal–Thum entlang. Von der ist nur noch wenig bis überhaupt nichts mehr zu sehen, wurde sie doch bereits Anfang der Siebziger stillgelegt. (Interessierten empfehle ich die Website der IG Schmalspurbahn Thumer Netz e.V., die zwar technisch und optisch nicht ganz up to date ist, aber jede Menge Detailinformationen bereithält.)

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Erzgebirgs-Idylle mit Fahrradfahrer und Kühen. Aufs Bild klicken für volle Größe (2.500 × 800 Pixel / 381 KB).
Umso spannender ist es, den Trassenverlauf zu erkunden und einzelne Überbleibsel aus alten Zeiten zu entdecken. Dabei half mir natürlich auch, dass ich einen orts- und geschichtskundigen Begleiter hatte. Diesem war es ein großes Vergnügen, mir zu vielen Trassen-Details, Landschaftsmerkmalen und Industrieruinen Fakten nennen zu können - und manchmal auch die eine oder andere lustige Anekdote. So wurde die Tour mal nicht übermäßig sportbetont, sondern vor allem sehr kurzweilig und lehrreich.
Nur das Wetter spielte nicht so recht mit, und so mussten wir den Rückweg ganz schnöde auf der Straße antreten. Mein Begleiter hatte mir eigentlich eine sportliche “Kletterpartie” durch den Wald hinauf versprochen, gekrönt von einer tollen Erzgebirgs-Aussicht ganz oben. Ins Wasser gefallen…
Das holen wir aber irgendwann noch nach, versprochen!

Fahrradtouren auf der Insel Usedom - Ein Fazit

2012-07-16_3.jpgNachdem ich nun zum dritten Mal mit dem Fahrrad auf der Insel Usedom Urlaub machte, drängt sich eine Zusammenfassung auf. Vor allem im Vergleich zu meinem Heimat-Radelrevier Ruhrgebiet, wo mit all den umgebauten Bahntrassen und den tollen Fernradwegen bisweilen geradzu vorbildlich auf Fahrradfahrers Wünsche eingegangen wird.

Halten wir fest: Radeln auf Usedom ist ein Genuss. Auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen Seite Peene und Achterwasser, zwischendrin idyllische Wälder, Felder und jede Menge zu erkundende Radwege - was will des Radlers Herz denn mehr?
Die “Abers” folgen.

Grundsätzlich sind die Radwege recht robuster Natur. Das gilt auch für überregionale Fahrradrouten wie den Ostseeküsten-Radweg oder den Haff-Radfernweg Berlin - Usedom. Asphalt ist vor allem an der Ostseeküste eher selten. Meist ist man auf festem, aber eher unebenem Geläuf unterwegs, immer ein wenig schottrig, teils sandig. Mit schmalen Tourer-Reifen ist das manchmal holprig, Rennräder brauchen es erst gar nicht zu versuchen. Manche Aussichtspunkte oder andere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Weiße Berg auf der Halbinsel Gnitz oder die Insel Görmitz sind nur auf absolut unzumutbaren Wegen zu erreichen: In knöcheltiefem Sand oder auf zermürbend-rüttelnden Panzerplatten möchte man einfach nicht fahrradfahren. Manche straßenbegleitende Radwege senken sich aller zwanzig Meter unsanft für Einfahrten ab, andere sind einfach umgewidmete, schlecht gepflasterte Fußwege. Allerdings gibt auch zahlreiche hervorragend gestaltete Gegenbeispiele. Und auf die (vor allem mit dem Anhänger!) sehr nervigen Drängelgitter trifft man auf Usedom dankenswerterweise nur äußerst selten.

2012-07-16_1.jpgDie Radrouten-Beschilderung wirkt bisweilen ein wenig hemdsärmelig. Manchmal sind Entfernungen angegeben, manchmal nicht; ganz selten sind die Radwegweiser, mit Verlaub, ziemlich dämlich platziert. Immer wieder wird man, vor allem in den Seebädern, per Beschilderung zum Absteigen und Schieben genötigt. Im Großen und Ganzen hat man das latente Gefühl, dass Fahrrad-Tourismus von der Usedomer Verwaltung zwar recht ordentlich, aber ohne echten Enthusiasmus betrieben wird.

Wenn man all das weiß, hat man auf Usedom stets viel Spaß auf dem Fahrrad. Die Ostsee ist zwar immer wieder schön, aber auch (und vor allem!) abseits der Küsten-Promenaden gibt es jede Menge zu entdecken - und mit der Usedomer Bäderbahn hat man jederzeit eine zwar nicht ganz preiswerte, aber zumindest komfortable Schlechtwetter-Heimkomm-Alternative.

Fahrradtouren auf der Insel Usedom - Das Usedom-Finale: Mit dem Fahrrad um den Schmollensee

Insel Usedom: Zempin - Koserow - Ückeritz - Pudagla - Benz - Bansin - Ückeritz - Koserow - Zempin (51,0km, Ø 15,2km/h)

2012-07-15_1.jpgDen krönenden Abschluss der diesjährigen Fahrradtouren auf der Insel Usedom bildete die Runde um den Schmollensee. Nachdem es am Vortag von früh bis abends geregnet hatte, legte der Usedom-Petrus zum Abschied nochmal richtig einen auf: Blendendes Wetter auf der Insel!

Auf dem Ostseeküsten-Radweg fuhren wir ostwärts bis Ückeritz und bogen dort nach Süden ins Insel-Innere ab. Dort liegt der Schmollensee, und den wollten wir umrunden. Das hatte ich im Vorjahr schon einmal getan, allerdings von Osten her, aus Ahlbeck kommend.

2012-07-15_2.jpgWir fuhren direkt auf dem Achterwasser-Deich in Richtung Pudagla - das ist der schnellste Weg, aber leider ein wenig rumpelig. Nicht richtig schlimm, aber nach ein paar Kilometern wünscht man sich wieder auf Asphalt. Die direkte Nähe des Achterwassers mit all seinen wunderbaren Geräuschen und Gerüchen entschädigt aber zweifellos für die Unannehmlichkeiten.

2012-07-15_3.jpgVon Pudagla aus führte uns die Reise südwärts nach Benz, wo wir eigentlich eine Mittagsrast einlegen wollten. Die inzwischen aufgezogenen dunklen Wolken brachten uns aber von diesem Plan ab - nun wollten erst einmal wieder in die Nähe eines UBB-Bahnhofs kommen. Damit kämen wir zumindest trocken heim, wenn es zu regnen beginnen sollte. Also flitzten wir ziemlich flott in Richtung Bansin weiter, vorbei am östlich vom Schmollensee gelegenen Gothensee. Auch den hatte ich im Vorjahr schon einmal bereist, ich kannte die Strecke also bereits.

2012-07-15_4.jpgIn Bansin, ganz in der Nähe des “rettenden” Bahnhofes, kehrten wir dann endlich zum Mittag ein. Während wir aßen, waren die dunklen Wolken über uns hinweggezogen, ohne ein Tröpfchen Wasser zu verlieren. Wunderbar, so konnten wir auch den Rückweg nach Zempin ohne Sorgen auf dem Fahrrad angehen. Da brauten sich dann zwar schon wieder Regenwolken zusammen, aber die verfehlten uns weit. Weil man es ja aber nie so genau wissen kann, entschieden wir uns für den touristisch bedeutend unschöneren, aber im Gegensatz zum Ostseeküsten-Radweg topfeben asphaltierten und nahezu steigungfreien Radweg entlang der Bundesstraße 111. Kein besonders genussvolles Radeln, aber die auf Usedom effektivste Art, Meter zu machen.
Zurück in Zempin - wie gesagt, der Regen war an uns vorbeigezogen - machten wir noch einen Abstecher ans Achterwasser. Man wird sich ja noch verabschieden dürfen…

Bis zum nächsten Mal, Insel Usedom, es hat uns großen Spaß gemacht!

Fahrradtouren auf der Insel Usedom - An die Peene!

Insel Usedom: Zempin - Zinnowitz - Trassenheide - Karlshagen - Peenemünde - Wolgast - Mit der Usedomer Bäderbahn zurück nach Zempin (47,2km, Ø 15,0km/h)

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Kleiner Nachdenker am Achterwasser: Wieso verbietet man das Betreten des Deichs - stellt oben aber Bänke zum Ausruhen auf…?

Als letzten offenen Punkt hatte ich noch Peenemünde auf meinem Usedom-Tourenplan stehen. Peenemünde liegt am nordwestlichen Ende der Insel Usedom, dort mündet, wie der Name schon sagt, die Peene in die Ostsee. Der Peene-Strom trennt die Insel vom Festland.

Peenemünde ist auf dem Ostseeküsten-Radweg komfortabel erreicht, unterwegs lässt man Zinnowitz, Trassenheide und Karlshagen hinter sich. Über weite Strecken verläuft der Radweg fernab der Küste durch den Wald, da freut man sich auf die Promenaden der Seebäder, wo man die Ostsee an jedem Dünenübergang sieht. Andererseits ists im Wald schön kühl, und man läuft nicht ständig Gefahr, von unaufmerksamen Badetouristen vom Rad gerempelt zu werden.

Kurz vor Peenemünde bogen wir rechts in Richtung Flughafen ab. Der Bahnübergang an dieser Stelle ist mit einem furchtbar engen Drängelgitter “gesichert” - keine Chance, da mit dem Anhänger durchzukommen. Der einzige Weg führte obendrüber - dank der freundlichen Hilfe eines beherzt zupackenden Passanten. (Was Handbiker oder Tandemfahrer an dieser Stelle machen sollen, weiß ich auch nicht. Eine Schranke wäre dort ganz klar die sinnvollere Alternative.)

Der Flughafen (und das ihn umgebende militärische Sperrgebiet) sind sicher ein Leckerbissen für Militär- und Technikhistoriker, ebenso wie das nebenan am Hafen liegende Historisch-Technische Museum. Ein Elektro-Triebwagen der Baureihe ET 26, eine Nachbau der berühmt-berüchtigten A4-Rakete (”V2”), das sowjetische U-Boot U461 - hier schlagen wohl vor allem Männerherzen höher.

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Karlshagen gewinnt sicherlich keine Architektur-Preise.

Nach einer Mittagsrast in Karlshagen zog es uns dann wieder zur Peene, wir wollten aufs Festland nach Wolgast. Am Karlshagener Peene-Hafen fehlte uns kurzzeitig die Orientierung: Wo gehts hier nach Peenemünde? Der Radweg, das stellten wir nach einigem Suchen fest, führt über den Deich und dann hinter selbigem entlang. Dummerweise steht der passende Radwegweiser auch erst hinterm Deich, also von der Hafenseite aus nicht sichtbar. Naja, so bleibt die Tour wenigstens immer spannend…

In Wolgast überquerten wir die Peene auf der Peenebrücke, einer erst im Jahr 2000 für den Verkehr freigegebenen Hubbrücke. Inzwischen waren aber dunkle Wolken aufgezogen, wir hatten uns zwischendurch schon einmal vor einem kurzen Regenschauer in Sicherheit bringen müssen - das war uns für die fünfzehn Kilometer zurück nach Zempin zu heikel. Also beschlossen wir, dass uns die Usedomer Bäderbahn zurückbringen sollte.

Die UBB betreibt die Strecke über die Insel Usedom mit modernen Triebwagen der Baureihe 646, die (in gewissen Grenzen) genügend Platz für Fahrräder bieten. Allerdings ist der Spaß auch recht teuer - für die Viertelstunde Fahrt von Wolgast nach Zempin mit zwei Erwachsenen und ihren Rädern bezahlten wir stolze 16 Euro. Und dabei hatten wir auch noch eine kulante Schaffnerin - der Fahrradanhänger schlüge eigentlich nochmal als Fahrrad, also mit vier Euro extra, zu Buche. (Wissenswert, falls mal strengeres Personal an Bord ist: Ist das dritte Rad vorn am Trailer montiert, zählt er als Kinderwagen - und wird kostenlos befördert.)
Der uns gen Osten folgende Regen gab uns bei der Wahl des Verkehrsmittels übrigens recht - schnell ins Quartier und heiß duschen!