Chemnitz: Euba - Niederwiesa - Euba (3x)
Euba - Niederwiesa - Flöha - Augustusburg - Erdmannsdorf - Euba
(70,4km, Ø 24,2km/h)

2010-07-24_1.jpgEs ist echt enttäuschend: Da ist das Wetter entgegen aller Voraussagen schonmal gut, seit Wochen wurde alles groß angekündigt, viele Leute zeigten Interesse - und dann erscheint trotzdem keiner zum Chemnitzer 24-Stunden-Radeln. Nur Rico (aus Berlin angereist) und ich waren mit dem Rad am Startpunkt; außer uns schafften es über den Tag verteilt nur noch ein paar Zuschauer (danke dafür!).
Optimistisch starteten wir trotzdem auf die klassische Runde: Von der Talsperre Euba zum Weißen Weg, rechts in die Beuthenbergstraße und dann ganz Euba hinunter bis nach Niederwiesa; dort vorm Bahnhof rechts und über die Alte Bierstraße wieder hinauf bis nach Euba.

2010-07-24_2.jpgIm ersten Durchgang regnete es an manchen Stellen noch ein wenig, im Großen und Ganzen wurde das Wetter aber immer besser. Der Wind sorgte dafür, daß die Straßen schnell abtrockneten, es waren wirklich gute Bedingungen zum Radeln. Leider waren aber auch nach drei gefahrenen Runden keine weiteren Radler zu uns gestoßen, und so beschlossen wir, das ganze Thema abzuhaken, die Standardrunde zu verlassen und lieber noch eine schöne Tour auf die Augustusburg zu machen. Das entsprach so ziemlich der Streckenführung des allerersten 24-Stunden-Radelns 2007 - wir schwelgten in herrlichen Erinnerungen, als wir die Burg erklommen. Hinunter nach Erdmannsdorf ließen wir es dann richtig rollen, fuhren entlang der Flöha und kämpften uns die Struth hinauf zurück nach Euba. Leider hatte Ricos Rad unterwegs einige nervige Macken, und bevor es ihm noch ganz auseinanderfiele, beendeten wir die ganze Aktion und fuhren ziemlich enttäuscht nachhause.

Chemnitz: Talsperre Euba - Weißer Weg - Euba - Niederwiesa - Alte Bierstraße - Euba - Talsperre Euba (6 Runden: 83,3km, Ø 24,0km/h)

2010-06-12_1.jpgSeit dem Regenabbruch des 24-Stunden-Radelns 2009 freute ich mich auf die diesjährige Neuauflage; stellt dieser Tag doch seit inzwischen vier Jahren meinen ganz persönlichen Höhepunkt der Radelsaison dar.
Ich hatte ein paar Tage zuvor noch mit Fieber zu kämpfen, was ich so aber einfach nicht akzeptieren konnte. Mit viel Willen und Wadenwickel von Frauchen ging es mir wieder recht gut, und so klappte es mit der Fahrt nach Chemnitz; ich konnte am Vortag sogar noch eine kleine Runde durchs Erzgebirge drehen, siehe unten.
Fürs 24-Stunden-Radeln hatten sich fast dreißig Leute angemeldet - tatsächlich erschienen waren dann nur neun. Zumindest war das Wetter toll, die Sonne schien, und alles sah nach einem wundervollen Tag im Sattel aus. Leicht verspätet starteten gemeinsam wir zur Einführungsrunde, damit auch die Neulinge erstmal in Ruhe die Strecke kennenlernen konnten. Danach spurteten die Sportler mit Volldampf in die zweite Runde, während ich mich zu Ludi gesellte und mit ihm ein paar eher gemütliche Plausch-Runden drehte.
2010-06-12_2.jpgIrgendwann hatte ich Lust, die Beine mal ein wenig zu fordern, und brach allein zu drei schnellen Runden am Stück auf. Erstaunlicherweise ging es mir dabei blendend, von den leichten Problemen der letzten Tage war kaum noch etwas zu spüren. Ich fühlte mich gut und hätte vielleicht sogar noch eine vierte schnelle Runde drangehängt, wenn, ja wenn es nicht zu regnen begonnen hätte. Schon ziemlich durchnäßt erreichte ich das Basislager, wechselte in trockene Klamotten und machte erst einmal eine ausgiebige Pause im Auto. Auch die anderen Radler kamen nach und nach an und taten es mir gleich. Solange es regnete, bot zumindest die im triff-chemnitz.de-Bus installierte Wii ein wenig Abwechslung.
Mit dem Regen kam auch der Wind, und es wurde empfindlich kühl - und die ersten Radler verließen uns gen Heimat. Irgendwann war auch der TC-Bus weg (die Buben hatten ja auch noch was anderes zu tun), und plötzlich waren wir nur noch zu viert. Das war alles andere als motivierend, und obwohl der Regen aufgehört hatte, sah der Himmel nach weiteren Schauern aus. Der Gesundheit zuliebe entschieden wir uns schweren Herzens für den Abbruch - das zweite Mal nach 2009.
Enttäuscht fuhr ich zurück zur Verwandtschaft ins Erzgebirge; so unrühmlich hatte ich mir das nicht vorgestellt. Sportlich habe ich mein Ziel von 200 Kilometern mehr als verfehlt, was sich natürlich auch auf die Moral auswirkte. Mit dem unschönen Gefühl “viel Aufwand für nix” gings später auf den langen Heimweg zurück nach Bochum.
Mal sehen, ob es eine Wiederholung gibt - und wie das Wetter dann ist.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von triff-chemnitz.de

4x Talsperre Euba - Weißer Weg - Euba - Niederwiesa - Alte Bierstraße - Euba - Talsperre Euba (53,8km, Ø 22,1km/h)

2009-05-30_1.jpgWie bereits in den vergangenen Jahren trafen wir uns in Euba bei Chemnitz, um gemeinsam unseren Jahreskilometerstand nach oben zu treiben. Zum Startzeitpunkt standen aber gerade einmal sieben Verwegene bereit - die anderen waren aufgrund des miserablen Wetters überhaupt nicht oder ohne Fahrrad erschienen.
Der Himmel war gräßlich grau, es hatte schon seit Tagen bei zehn, fünfzehn Grad immer wieder geregnet. Zum Start des 24-Stunden-Radelns war es zwar halbwegs trocken, es sah aber so aus, als könnte es jeden Moment wieder zu schütten anfangen. Unverdrossen starteten wir zur Einführungsrunde, nach der sich das Feld dann schon aufteilte - einige waren mit großen Ambitionen angetreten und wollten von Anfang an richtig gut Meter machen.
Ich ging es etwas gemächlicher an und drehte mit Rico ein paar Runden, immer unterbrochen von ein paar Minuten Pause mit einem kleinen Snack - keinesfalls wollte ich wieder so einbrechen wie 2008, als ich einfach viel zu wenig gegessen hatte.
2009-05-30_2.jpgDie Straßen waren leidlich trocken, nur an manchen Stellen hatte leichter Nieselregen ein wenig Feuchtigkeit hinterlassen. Die Rennradler sahen sich höllisch vor, mit meinen Reifen hatte ich allerdings noch keine Probleme.
In der vierten Runde machte Ricos Vorderrad dann sehr unschöne Knackgeräusche, was uns zu einer längeren Reparaturpause am Start-Ziel-Punkt zwang. Während Rico fachmännisch am Rad fummelte und ich ihm mindestens ebenso fachmännisch zuschaute, wurde aus dem leichten Nieselregen ein ausgewachsener Guß, und der Himmel sah ganz danach aus, als sollte dieses Wetter nun erst einmal eine ganze Weile anhalten. Also warteten wir darauf, daß die anderen Radler (pitschnaß) zurückkehrten und trafen dann gemeinsam die Entscheidung, das Radeln abzubrechen - außer bösen Erkältungen hätte das Ganze niemandem mehr etwas gebracht. Ein wenig frustriert luden wir die Räder in die Autos und fuhren heim - so unrühmlich hatte sich das sicher keiner von uns vorgestellt.

Chemnitz: 13x Talsperre Euba - Weißer Weg - Euba - Niederwiesa - Alte Bierstraße - Euba - Talsperre Euba (175,1km, Ø 18,86km/h, Vmax 61,82km/h; Route bei Google Maps, Höhenprofil)

2008-05-02_2.jpgDie Tage vor dem Start sah es nach richtig gutem Radelwetter aus, ein wenig bewölkt zwar, aber immer wieder zeigte die Sonne, daß sie es mit dem Frühling nun ernst meinte. Sämtlicher Optimismus schwand aber ein paar Stunden vor dem Start, als eine große (und äußerst ergiebige) Regenfront über das Chemnitzer Land hinwegzog. Innerlich schon auf eine Wasserschlacht eingestellt, trafen wir uns trotzdem an der Talsperre Euba, und siehe da, die Wolken verzogen sich - pünktlich zum vereinbarten Starttermin schien wieder die Sonne. So sollte es auch bleiben, und schon bald waren die Straßen wieder trocken.
Die Strecke für das 2008er 24-Stunden-Radeln wurde flacher und kürzer gewählt als im Vorjahr, um Motivation und Kondition hoch zu halten - natürlich mit dem Ziel verbesserter Gesamtkilometerzahlen. Von der Talsperre Euba aus führt die Route in Richtung Chemnitz zum Weißen Weg, dem sie bis zur Beutenbergstraße folgt. Diese führt rechts hinunter nach Euba, von wo aus es (weiterhin bergab) bis nach Niederwiesa geht. Vor dem Bahnhof fährt man rechts noch an einigen Häusern vorbei, und schon steht man vorm steilen Anstieg auf die Brücke über die Bundesstraße 173. An diesem Schlüsselpunkt der Strecke warteten die schon vom Vorjahr bekannten Rundenkärtchen auf die Teilnehmer - wer eins am Ziel abgibt, hat nicht abgekürzt.
Dann führt die Route übers Feld hinauf bis oberhalb von Euba, das es dann bis zurück zur Talsperre zu durchfahren galt.

2008-05-02_1.jpgTraditionell starteten alle Teilnehmer gemeinsam mit dem Begleitfahrzeug in die Einführungsrunde, auf der aus selbigem heraus zahllose Poserfotos geschossen wurden. Hey, wir wollen unseren Enkeln auch was zeigen können, wenn wir von unseren Heldentaten erzählen! ;)
Ab Runde zwei machte dann wieder jeder seins, wobei sich auch Grüppchen bildeten und wieder trennten. (Ich wartete noch auf ludi, der wie bereits im Vorjahr seinen obligatorischen Plattfuß hatte - diesmal aber nach dem Start und nicht schon vorher…)
Wir fuhren bis in die Nacht und fielen gegen ein Uhr zum Schlafen in die Autos. Alle? Nein, der Sylas fuhr wie im letzten Jahr die Nacht durch. In kurzen Hosen und Sandalen - ohne Socken! Der Rest des Starterfelds war sich einig: Der hat nicht Blut, sondern Hydrauliköl in den Adern!
Ich für meinen Teil war sehr froh, die dünnen und die gepolsterten Klamotten mitgenommen zu haben: Auf den doch recht kühlen abendlichen Runden machten meine Knie dank mehrlagiger Bekleidung überhaupt keine Probleme (im Gegensatz zu 2007). Zwiebeloptik olé, aber Hauptsache, es hält warm.
Der Schlaf im Auto war kurz und unruhig, und schon kurz vor sechs brachen wir wieder auf. Auf dieser ersten morgendlichen Runde wußte ich dann, wofür ich all die Strapazen auf mich nahm: Selten war ein Tagesanbruch so schön wie an diesem Tag und an diesem Ort. Der Morgentau ließ die Wiesen glitzern, die Vögel sangen, es wurde angenehm warm - so etwas muß man einfach erlebt haben.
2008-05-02_3.jpgIch verließ das Grüppchen und startete zu einigen Solo-Runden, in denen ich mich aber nach und nach verbrauchte; vor allem der Anstieg aus Niederwiesa heraus zwickte gehörig in den Waden. Irgenwann waren meine Reserven dann am Ende, ich hatte schlicht zu wenig gegessen und getrunken. Nach einer längeren Pause auf der Strecke geleitete der ludi mich dann noch bis zum Start-/Ziel-Punkt, wo ich mich mit reichlich Cola und Nudelsalat zwar ordentlich wiederherstellen konnte, dann aber beschloß, es mit den bis dahin geradelten 175 Kilometern gut sein zu lassen. Schließlich wollte ich ja auch noch etwas vom Rest des mit dem 24-Stunden-Radeln gerade erst begonnenen Urlaubs haben.
Im Kreise der Zuschauer und Auch-nicht-mehr-Radelnden klang das 2. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln dann entspannt aus, und während ein paar Verwegene noch ihre letzten Runden drehten, reifte schon der Plan für die nächste Herausforderung. Mehr dazu, wenn es soweit ist ;)

Fazit: Obwohl ich der Vernunft den Vorrang gab und damit mein eigentliches Ziel von 200 Kilometern nicht erreichte, bin ich sehr zufrieden. Ein großer Spaß war es allemal, und ich habe endlich meine Chemnitzer wiedergesehen, mit ihnen geschwatzt, gelacht und tolle Radelmeter gemacht. Und das war mir eigentlich das Wichtigste.

Chemnitz: Innenstadt - Wüstenbrand - Totenstein - Rabenstein - Röhrsdorf - Borna - Chemnitztal - Kohlung - Hilbersdorf - Innenstadt (44,0km, Ø 24,4km/h)

2007-07-11_1.jpgAuf dem Velocomp standen exakt 1.461 Kilometer für dieses Jahr, als ich voller Vorfreude startete. Wird sich doch sorgenfrei machen lassen, mal 40 Kilometer am Abend zu fahren. Aber wie es so schön heißt: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. So richtig spaßig wars nämlich nicht, gegen den Wind in Richtung Westen zu kurbeln. Als ich dann aber in Wüstenbrand bei der Anfahrt auf den Totenstein peu à peu die Richtung wechselte, ging es wieder verdammt gut voran - die Waden haben bei der Dresden-Tour ordentlich zugelegt.

2007-07-11_2.jpgÜber Rabenstein und Röhrsdorf führte die Runde zum Chemnitz-Center, wo der Nordradweg dann in Richtung Borna weitergeht. Diese Strecke kann man im feuchten Zustand aber höchstens den grobstollig reisenden Kollegen zumuten, auf Straßenreifen ist das nur ein Eiertanz. Ganz abgesehen von dem Schnodder, der ans Rad räudet!
Auch auf den wenigen Metern zwischen Wald und Autobahnbrücke in Kohlung dürfte für Schmalbereifte kaum Freude aufkommen, dort haben Baumaschinen den Weg so richtig schön verschlammt.
Aber genug gemeckert, in Ebersdorf war es dann soweit: Die 1.500 waren voll. Anderthalb Gigameter Megameter in exakt vier Monaten, damit bin ich sehr zufrieden.

Fazit: Radeltechnisch hab ich meine Ziele für 2007 alle erreicht. Naja, dafür darf ich jetzt erstmal das Rad entkeimen… ;)

Nachtrag 12.07.2007: Dank geht an André und Julius, die mich darauf hinwiesen, daß der nächste SI-Präfix nach “Kilo” natürlich nicht “Giga”, sondern erstmal “Mega” ist. Schullijung!