Bochum-Langendreer – Rheinischer Esel – Witten – Schnee – Herdecke – Wetter – Ruhrtalradweg – Witten – BO-Langendreer (35km, Route bei GPSies.com)

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Weiter Blick vom Schnee

Bevor die neue Woche startet, möchte ich gern nochmal nach Herdecke radeln. Dort will ich nämlich unbedingt den Waldweg erkunden, den ich bei der Schussfahrt durchs Endertal auf der anderen Talseite immer sehe.
Ich starte also auf dem Rheinischen Esel in Richtung Witten. Weil die Zeit nicht für die ganz große Runde über den Hülsenberg reicht, verlasse ich hier den Esel schon wieder und nehme den direkten Weg über die Ardeystraße auf den Schnee hinauf. Das schlaucht ganz schön, auch weil die Sonne von einem völlig wolkenlosen Himmel herunterknallt. Aber ich lege es heute nicht auf Puls-Rekorde an und kurble ohne Hektik, aber konstant den Berg hinauf. Das zieht sich ganz schön, bis man dann endlich mal ganz oben ist!

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Der Ruhrtalradweg in Wengern: Langfristig umgeleitet

Nach flotter Schussfahrt nach Herdecke-Kirchende hinab biege ich ab ins beschauliche Endertal, was ich sonst über die Ender Talstraße hinabjage. Diesmal biege ich am Krankenhaus aber nach links auf den Waldweg ab, den ich schon so lange mal unter die Räder nehmen wollte. Leider ist das Erlebnis dann mehr als enttäuschend: Der Weg ist rumpelig und knüppelhart, das kann man sich eigentlich nur vollgefedert zumuten. Zudem besteht die Decke auf dem ersten Stück, soweit ich das sehen kann, vermutlich aus kleingeschreddertem Bauschutt – mit unzähligen Keramik- und Glasscherben darin. Wer kommt denn bitte auf so eine Idee…? Weiter unten ist dieser Graus dann vorbei, dafür rüttelt mich die katastrophal unebene Wegoberfläche brachial durch. Nee, das war vielleicht das erste, ganz sicher aber auch das letzte Mal, dass ich hier entlang gefahren bin – das nächste Mal nehm ich wieder die Straße!
Unten im Ruhrtal angekommen, biege ich links in Richtung Wetter ab, um dort die Ruhrseite zu wechseln und auf dem Ruhrtalradweg zurück nach Witten zu fahren. Unterwegs in Wengern ist der Radweg für den Rest des Jahres gesperrt (was machen die da eigentlich?), die Umleitung auf der anderen Seite der Eisenbahntrasse ist aber bestens ausgeschildert.
In Witten angekommen, entscheide ich mich dann für die Direttissima zurück nachhause: Nachtigallbrücke, Sprockhöveler Straße, Bochumer Straße. Reicht für heute, das Abendessen wartet!

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Leider nur mit dem ollen Handy geschossen: Panoramablick von der Wetterer Ruhrbrücke in Richtung Wengern.

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Witten-Zentrum - Rheinischer Esel - BO-Langendreer (28km)

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Lieblingsfotomotiv am Kemnader See :)

Samstag - und doch keine Freizeit. Umso schöner, wenn der Tag im Büro endlich vorbei ist! Petrus steuert angenehme zwanzig Grad bei, gute Bedinungen für eine flotte Runde um den See. So kann der Kopf ein wenig abschalten, und die Waden bekommen was zu tun. Immerhin: 24er Schnitt!
Und weil ich - pssst - dieses Jahr noch Großes vorhabe, hänge ich zu Trainingszwecken noch ein paar Extrakilometer dran, indem ich über Witten und den Rheinischen Esel wieder heimfahre.

Fürs Protokoll noch eben dokumentiert: Nein, der rumplige Streifen Beton neben der Herbeder Straße ist immer noch kein Radweg. Das sieht man an der Beschilderung. Wenn man denn will.
Und ebenfalls fürs Protokoll: Ja, natürlich wurde ich angehupt.

Duo kemnade

Episode eins: Auf dem Mounti

Bochum-Langendreer – Umrundung Kemnader See – BO-Langendreer (23km)

Als erstes darf das Mounti ran: Entspannt gehts bei allerbestem Frühlingswetter in Richtung Kemnader See. Dort ists, das macht das Wetter, natürlich brechend voll. Dass der Radweg zwischendurch für mehrere hundert Meter gesperrt ist und die Radler auf die Inliner-Spur ausweichen müssen, macht die Sache nicht besser. Aber immerhin sind alle Beteiligten entspannt und rücksichtsvoll – das Wetter ist einfach zu schön zum Zanken. Trotzdem ist das das immerwährende Dilemma mit dem Kemnader See: Das schönste Naherholungsgebiet nützt einem nur begrenzt, wenn sich alle anderen auch dort naherholen wollen :)
Die Sonne macht aber trotzdem, dass es eine herrliche Tour wird, gar nicht zu sprechen vom köstlichen Schoko-Eis zum Abschluss.

Episode zwei: Auf dem Renner

Bochum-Langendreer – Rheinischer Esel – Witten-Zentrum – Witten-Herbede – Kemnader See – BO-Langendreer (29km)

Wieder zuhause, schaut mich die Sonne vorwurfsvoll an: Wie, willst du etwa schon wieder ins Haus gehen? Nein, eigentlich will ich das wirklich nicht. Stattdessen wechsle ich auf den Renner und starte zu Runde zwei: Ab auf den Rheinischen Esel! Dem folge ich bis Witten und wusele hinunter nach Herbede. Am Haus Kemnade überquere ich die Ruhr und nehme mir den Anstieg nach Stiepel vor. Von dort könnte ich auf der anderen Seite in die Bochumer Innenstadt hinunterschießen und dann entspannt nachhause fahren. Nach den ersten hundert Metern im Anstieg machen mir meine Beine aber unmissverständlich klar: Heute nicht. Noch nicht. Ich wehre mich nicht gegen diese Erkenntnis, verheizen will ich mich nicht. Also bleibe ich unten an der Ruhr und fahre entlang des Kemnader Sees und über die Kleinherbeder Straße heim. Reicht für heute, die steilen Stiche und langen Bretter nehme ich mir später vor. Mit dem 25er Schnitt bin ich nämlich auch schon sehr zufrieden.

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Witten-Heven - WIT-Zentrum - Rheinischer Esel - BO-Langendreer (21km, Route bei GPSies.com)

Draußen bleibt es für die Jahreszeit deutlich zu mild – zehn Grad zum Jahreswechsel! Aber gut, nachdem die alte Saison erst am allerletzten Tag des Jahres endete, lasse ich die neue auch gern direkt zu Neujahr wieder beginnen! So kam ich nach langer Zeit auch wieder einmal an der Schleuse Heven vorbei, wo auch einige andere Radler und Spaziergänger ins neue Jahr starteten. Mal sehen, was ich 2018 aufs Kilometerkonto gepackt bekomme; meine selbstgesetzte Unter(!)grenze sei hiermit bei 500km dokumentiert.

Sport frei 2018!

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Panorama-Ansicht: Schleuse Heven. Schon ziemlich viel Wasser in der Ruhr.

Bochum am Abend

Bochum-Langendreer - BO-Harpen - BO-Zentrum - BO-Langendreer (20km, Route bei GPSies.com)

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Hauptbahnhof Bochum

Wenn ich die warmen Klamotten schon einmal draußen liegen hab, kann ich die Jahresend-Freizeit ja gleich noch für eine weitere Abendrunde nutzen. Der weihnachtlich-prall gefüllte Leib mahnt eh zu etwas Bewegung, also verpacke ich mich wieder in diverse Lagen Textil und starte in Richtung Innenstadt. Kleine Runde durch Harpen, kleine Runde durchs Stadtzentrum, Foto hier und da – und schon bringt mich die Wittener Straße wieder nachhause. Dabei probiere ich auch zum ersten Mal die Fahrrad-Umleitung um die aktuell abgerissene stadtauswärtige Brücke der Wittener Straße über den Sheffieldring aus. Diese führt über die Mette- und Dannenbaumstraße und ist bestens mit gelben Vorwegweisern ausgeschildert. Lob ans Tiefbauamt :)