Anderthalbtausend!

Bochum-Werne - BO-Langendreer (2,8km, Ø 32,5km/h)

2008-09-25.jpgDa es auf der Rhein-Tour nun auch die allerletzte Befestigung meines hinteren Schutzblechs losgeraffelt und selbiges dabei irreparabel zerbröselt hatte, fuhr ich zum Händler meines Vertrauens nach Langendreer. Eigentlich wäre dieser Katzensprung ja keine Erwähnung wert - nicht einmal des tollen Schnittes wegen, den man aufgrund der Kürze der Strecke nicht gelten lassen kann.
Allerdings blieb der Gesamtkilometerstand nach der kurzen Hatz bei 3.202 stehen, was die Komplettierung der 1.500 Jahreskilometer bedeutet. Sportliches Ziel für 2008 erreicht!

Und mein Rad hat bald wieder Schutzbleche.

Bochum - Witten - Ruhrtalradweg via Essen, Mülheim und Oberhausen bis zur Mündung Rhein-Ruhr in Duisburg - die selbe Strecke zurück (174,9km, Ø 21,7km/h)

2008-09-20_1.jpgIch konnte zwei Kollegen zur Tour nach Duisburg (die ich Anfang August ja schon einmal solo gemacht hatte) überreden - geplant war, vom Kemnader See aus dem Ruhrtalradweg westwärts bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein zu folgen, zurück sollte uns dann die Bahn bringen.
Wir starteten frühmorgens am Kemnader See. Es war noch recht kühl, die feuchten Wiesen glitzernden in der aufgehenden Morgensonne und über dem Wasser der Ruhr schwebten die letzten Nebelschwaden. Mit fortschreitender Zeit wurden die Temperaturen dann immer angenehmer, und Biergärten, Rastplätze und der Radweg füllten sich. Samstag an der Ruhr… ;)

2008-09-20_2.jpgAm Baldeneysee gönnten wir uns dann die erste echte Pause, bevor wir wieder in Richtung Kettwiger See aufbrachen. Mülheim und Oberhausen zogen vorbei, und schon bald waren wir am Ziel unserer Reise angekommen: Wir standen am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr. Dieser großartige Moment wurde gebührend mit Müsliriegeln gefeiert, und während wir so saßen und die Schiffe auf dem Rhein beobachteten, beschlossen wir, die Rückfahrt nicht per Bahn, sondern aus eigener Kraft zu absolvieren - also wieder aufs Bike und die Strecke von der anderen Seite unter die Räder genommen. Dank der moderaten Reisegeschwindigkeit und einer kulinarisch nur mäßigen, aber energiereichen Frikadelle-Bratwurst-Injektion reichten die Kräfte, nur mein Hintern tat mir zum Schluß unangenehm weh. Aber das nahm ich gern in Kauf, war der gesamte Tag doch eine wunderbare Komposition von interessanten Landschaften, tollem Wetter und amüsanten Gesprächen. Nicht zu vergessen die äußerst repräsentative Kilometerzahl!

Apropos Kilometerzahl: Fast wären die 1500 für dieses Jahr komplett geworden. Die zwei noch fehlenden Kilometerchen sollten aber nicht mehr die ganz große Hürde darstellen ;)

Alltagserlebnisse

Bochum - Witten - Runde um den Kemnader See - Bochum (28,2km, Ø 28,5km/h)

2008-09-18.jpgIrgendwann gewöhnt man sich an alles: Daß einige Autofahrer viel zu eng überholen. Daß so mancher Fußgänger treudoof mitten auf dem Radweg herumstolpert, obwohl der Fußweg direkt daneben verläuft. Alles kein Grund, sich aufzuregen. Der ganz alltägliche Wahnsinn. Man akzeptiert es einfach.

Aber daß diese Mutti heute ihrem Kind das Inlineskaten unbedingt auf dem gut frequentierten Ruhrtalradweg beibringen mußte, ohne in irgendeiner Form auf dessen pedalierende Nutzer zu achten, geht mir einfach nicht in den Kopf. Wahrscheinlich echauffiert sie sich abends zuhause die bösen Fahrrad-Rüpel.

Gegen jeden Scheiß gibts was von Ratiopharm. Warum nicht gegen Merkbefreiung?

Bochum - Runde um den Kemnader See - Wetter - Witten - Bochum (50,3km, Ø 28,4km/h)

2008-09-14.jpgEigentlich wollte ich ja einen faulen Sonntag einlegen, aber dann war das Wetter einfach zu geil. Also machte ich mich zum Kemnader See auf, den ich, die sonntags wohl obligatorischen Fußgänger auf dem Radweg verfluchend, umrundete und dann an der Ruhr entlang in Richtung Osten weiterfuhr.
Eigentlich hätte meine Runde gern noch bis zum Hengsteysee verlängert, aber da ich noch einen Termin hatte, überquerte ich in Wetter die Ruhr und fuhr auf der nördlichen Flußseite auf der B226 zurück nach Witten. Über Heven gings dann wieder nachhause.
Die Windverhältnisse im Ruhrtal sind übrigens spannend: Ostwärts fahrend hatte ich teilweise recht heftigen Gegenwind, es war, als führe ich mit gezogener Bremse. Kann ja jetzt nur besser werden, dachte ich, als ich in Wetter die Richtung änderte - denkste! Meteorologen vor: Wie kann der Wind auf der einen Seite des Flusses in die eine, auf der anderen Seite aber in die entgegengesetzte Richtung wehen?
Immer nur Gegenwind ist jedenfalls doof. Eine tolle Runde wars trotzdem!

BO-Werne - BO-Harpen - BO-Zentrum - Jahrhunderthalle - Erzbahn nach Gelsenkirchen - GE-Grimberg - BO-Hordel - BO-Werne (48,8km, Ø 22,6km/h)

2008-09-11.jpgIch hatte mich mit Kollegen zu einer nachfeierabendlichen Tour auf der alten Erzbahntrasse, die nach Nordwesten aus Bochum herausführt, verabredet. Also radelte ich ausnahmsweise mal auf Arbeit (und hatte deswegen auch endlich die Ruhe und Zeit, die nebelglitzernden Wiesen zu fotografieren, an denen ich jeden Morgen staunend mit dem Auto vorbeifahre).
Das Wetter war wunderbar, fast schon ein wenig zu warm, als wir am frühen Abend zusammen aufbrachen. Von einem ortskundigen Kollegen entlang abenteuerlicher Pfade durch die Innenstadt gelotst, erreichten wir an der Jahrhunderthalle den Beginn der zu einem herrlichen Radweg umgebauten Erzbahn. Diese (ich hatte sie schon ein paarmal beradelt) führt bis nach Gelsenkirchen zum Rhein-Herne-Kanal, wo wir ein Päuschen beim ortsansässigen Kanu-Verein einlegten, bevor wir uns wieder an den Heimweg machten.
Für den eigentlich geplanten Genuß von Landschaft, Wetter und Industriekultur war irgendwie bei allen die Motivation zu hoch, und so spurten wir recht flott zurück nach Bochum. Das nächste Mal nehmen wir uns mehr Zeit, versprochen!