Wetterpech

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (52,3km, Ø 28,8km/h)

2010-05-31.jpgEndlich neue Laufräder auf dem Renner! Die gehörten natürlich sofort ausprobiert - dummerweise hatte Petrus etwas dagegen. Alles grau in grau und immer mal kurz feiner Nieselregen, in Summe nicht wirklich einladend. Aber was solls, das bißchen Wasser wird schon nicht stören.
Ich zog meine Standard-Renner-Runde ab, also hinunter nach Witten und von dort aus über Herdecke und Hagen hinauf nach Syburg. Bis dahin gings noch ganz gut, aber dann wurde es wirklich unangenehm. Nicht nur, daß die Temperaturen spürbar fielen, auch mein Hintern war inzwischen ordentlich naß geworden. Sehr unschön! Also volle Kraft voraus durch Herdecke - und kaum war ich wieder unten im Ruhrtal, hatte das Nieseln auch schon aufgehört. Hintern und Füße hatten bis dahin aber schon ordentlich Wasser abgekommen, mir wurde ziemlich kalt. Nix wie heim und ausgiebig heiß geduscht!

Ruhrtalradweg: Winterberg - Meschede - Arnsberg - Wickede - Iserlohn - Herdecke - Witten - Bochum (165,3km, Ø 20,3km/h)

Ziemlich spontan planten zwei Kollegen einen Ritt den Ruhrtalradweg hinunter von Winterberg bis Witten - da konnte ich einfach nicht nein sagen. Dummerweise sah es am Morgen noch ziemlich mies mit dem Wetter aus; es regnete und war recht frisch. Schnell den Rechner angeworfen und das Regenradar gecheckt: Schon mittags sollte es nicht mehr regnen. Lange war ich mir alles andere als sicher, entschied mich dann aber doch für die Fahrt: So schnell würde sich eine solche Gelegenheit nicht wieder ergeben, und wenn es überhaupt nicht ginge, könnte ich ja immer noch mit dem Zug nachhause fahren.
Ich traf die Kollegen am Dortmunder Hauptbahnhof, wo wir in den RE57 gen Winterberg stiegen. Dort kamen wir gegen halb elf an; es war immer noch reichlich kühl, und obwohl kaum noch Wasser von oben herunterkam, waren die Straßen und Wege klitschnaß. Schlechte Voraussetzungen, wenn man keine Schutzbleche hat! Also klemmte ich ein großes Stück Pappe auf den Gepäckträger, um wenigstens das Allergröbste von meinem Hintern fernzuhalten. Das stellte sich als unerwartet effektiv heraus, und so saute ich mich auf den unbefestigten ersten Ruhrtalradweg-Kilometern zwar ordentlich ein, allerdings nur vom Vorderrad - der Hintern blieb aber trocken.
Nach und nach verzogen sich dann die Wolken, und Wind und Sonne sorgten recht fix für trockene Wege. Ab da war auch diese Sorge weg, und wir konnten es entspannt rollen lassen. Ziemlich genau aller zwei Stunden legten wir ein Päuschen ein und kamen so wirklich gut über die Strecke. Natürlich merkte ich am Ende schon, daß ich mehr als 160 Kilometer gefahren war, es ging mir allerdings bedeutend besser als bei meinem Solo-Ruhrtalritt 2009.
Mit einem kleinen Bierchen am Wehr in Witten-Heven beschlossen wir diese wunderbare Tour - mal sehen, wann es mal wieder so klappt.

Hier noch ein paar Bilder des Tages als Galerie - einfach draufklicken und dann mit den Pfeiltasten durchnavigieren:

Schön warm :)

Bochum-Langendreer - BO-Zentrum - BO-Stiepel - Kemnader See - Witten-Heven - BO-Langendreer (30,2km, Ø 26,2km/h)

2010-05-23.jpgPetrus läßt grad ganz schön einen gucken, es ist fast schon wieder zu warm. Da hilft nur Fahrtwind, also radelte ich ohne nennenswerte Zwischenhalte in die City, dann die Königsallee hinaus nach Stiepel und von dort aus hinunter zur Ruhr. Am Kemnader See war es aufgrund des Volksfestes immer noch ziemlich voll, also beeilte ich mich, die Runde über Witten zu beenden.
Spannend: Die eigentlich gesperrte Herbeder Straße in Witten ist nach der Komplettrodung des Hanges wieder passierbar! Das nutzen die Fahrradfahrer bereits in großer Zahl, auch wenn man das eigentlich immer noch nicht darf. Vollsperrscheibe! ;) Offensichtlich ist die Stadt Witten da aber gerade sehr kulant (oder hat schlicht nicht die Ressourcen, das Verbot wirksam durchzusetzen - praktisch läufts auf das selbe hinaus).

Narf.

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Umrundung Kemnader See - Witten-Heven - BO-Langendreer (27,9km, Ø 25,6km/h)

2010-05-22_1.jpgMangels Zeit wollte ich nur mal eben um den Kemnader See sprinten - was dann aber länger dauerte als gedacht, denn am See war Volksfest. Mit allem, was dazugehört: Riesenrad, Frittenbuden, Menschenmassen - und einer Schrittgeschwindigkeit fahrenden Straßen-Bimmelbahn auf dem Radweg.
Ich wuselte aus dem Gewühl heraus, so schnell ich konnte, und verlängerte meine Runde noch ein wenig. Dann nix wie nachhause - das Wetter war zwar echt sensationell (ich war das erste Mal im kurzen Trikot unterwegs!), aber Spaß hat diese Runde nur bedingt gemacht.
Sobald mein Renner die neuen Laufräder hat, fahr ich wieder Bundesstraße. Da gibts wenigstens keine Bimmelbahn.

Nippelprobleme

Teil 1: Bochum-Langendreer - BO-Zentrum - Essen-Überruhr - E-Kupferdreh - Velbert-Hopscheiderberg - Velbert-Langenberg
Teil 2: Hattingen - Bochum - BO-Langendreer
Gesamt: 58,5km, Ø 23,5km/h

2010-05-14_4.jpgGeplant war endlich mal eine dreistellige Kilometerzahl - Fahrt zu Dirk nach Essen, dort mit ebenjenem eine schöne Runde drehen, dann wieder zurück nach Bochum.
Es ging auch erstmal sportlich los; mit einem Schnitt von 29,7 stand ich nach etwas mehr als 20 Kilometern vor Dirks Tür. Mit wesentlich entspannterem Tempo fuhren wir hinunter zum Baldeneysee und von dort - vorbei noch am alten Kupferdreher Bahnhof - zu unserem ersten Abenteuer, hier mal mit Bildern verdeutlicht:

 
Dann aber wurde es richtig schön: Bis Velbert-Hopscheiderberg gehts zwar tüchtig bergan, die tolle Landschaft der Elfringhauser Schweiz macht das aber mehr als wett. Dazu die gut beschilderte Radroute auf ordentlich beschaffenen und verkehrsarmen kleinen Landstraßen - Radlerherz, was willst du mehr?
Leider sollte das Glück nicht lange währen, denn bei der Schußfahrt nach Velbert-Langenberg hinein machte es an meinem Hinterrad laut “knack”, gefolgt von rhythmischem Schleifen. Eine erste Diagnose ergab, daß eine Speiche lose war und damit das Rad fürchterlich eierte und am Rahmen schleifte - an ein Weiterfahren war so natürlich nicht mehr zu denken. Ich schulterte also mein Rad und trug es nach Langenberg hinunter, wo man uns zumindest die Auskunft geben konnte, daß der Fahrradladen vor Ort schon lange nicht mehr existiere. Ich wollte gerade meine Abholung mit dem Auto organisieren, als uns ein freundlicher Fahrer eines Catering-Dienstes anbot, uns mit dem Transporter zu einem Fahrradladen nach Hattingen zu bringen - er müsse sowieso in die Ecke. Vielen Dank dafür!
So wurden wir also bei Bike’n Service (mittlerweile offenbar nach Essen umgezogen) vorstellig, wo mein Hinterrad mit viel Geduld und handwerklichem Geschick zumindest wieder so fitgemacht werden konnte, daß es für die Heimfahrt reichen sollte. Es stellte sich heraus, daß das Gewinde der Speiche aus dem des Nippels herausgerissen war; zudem hat die Felge einen ordentlichen Hochschlag. Da werd ich wohl um neue Laufräder nicht herumkommen…
Der Mechaniker hatte auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet - ich verabschiedete mich von Dirk (der zurück nach Essen radelte) und spurte auf der B51 über die Bochumer Innenstadt zurück nachhause.

Diese (diesmal leider vermasselte) Tour steht ganz weit oben auf der Noch-zu-fahren-Liste!