Lammelbach - Herrieden - Rauenzell - Thann - Lammelbach (15,1km, Ø 22,2km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-31_1.jpgAls ich dienstlich ein paar Tage in Franken verbringen sollte, hielt ich es für eine tolle Idee, den Renner mitzunehmen. Vielleicht käme ja nach Feierabend die eine oder andere schöne Tour zustande…
Auch Heiko, ein Kollege aus Chemnitz, hatte sein Fahrrad mitgebracht. Gemeinsam starteten wir von Lammelbach aus ins beschauliche Herrieden. Das liegt an der Altmühl, die mangels echter Neigung des Tals 2010-08-31_3.jpgeiner der langsamsten Flüsse Deutschlands ist. Und das sieht man, auch wenn sie, wie aktuell, Hochwasser führt. Gemächlich zieht sie ihre Bahn durchs breite, flache Tal.
Die gerade untergehende Sonne im Rücken, wechselten wir in Thann die Flußseite und machten uns über Winn und Sauerbach wieder auf den Rückweg zum Hotel.
Dabei konnte mein Rennrad nochmal echte Offroad-Qualitäten beweisen: Hinter einem Gehöft wurde aus der feinstasphaltierten Straße nämlich plötzlich ein rumpliger, nasser Feldweg - da hatte ich echt Angst ums Material. Heikos Crossbike hingegen hatte zwar auch auf der Straße eine ordentliche Figur gemacht, fand aber erst hier seinen wahren Zweck.
2010-08-31_2.jpgDa die Strecken entlang der Altmühl nicht nur fast höhenmeterfrei, sondern auch geradezu phänomenal gut asphaltiert sind, ist das Radeln dort eine wahre Freude. Leider hat es diesmal nur zu dieser recht kurzen Runde gereicht - sollte es mich mal wieder nach Franken verschlagen, werde ich mein Rad auf jeden Fall dabei haben!

Bochum-Langendreer - Kemnader See - BO-Langendreer (13,3km, Ø 15,6km/h)

2010-08-22.jpgNeulich am Kemnader See: Eine kleine Pause auf einer Bank am Wegesrand. Auf dem mit Skatern und Radlern schon gut gefüllten Radweg nähert sich ein Jogger.

Pausierender Fahrradfahrer, um Freundlichkeit bemüht: “Sie wissen aber, daß sie auf einem Radweg laufen?”
Jogger, der Etikette offenbar weniger zugetan: “Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß!”
Fahrradfahrer, irgendwo zwischen Frust und Aggression: “Wenn du mir aufm Radweg im Weg stehst, IST das mein Scheiß!”

Kaum wieder im Auto, hupen sie die Radler von der Straße - asoziales Pack -.-

Aber hey, eine tolle gemeinsame Tour mit der Holden bei schönem Wetter :)

Bochum-Langendreer - Witten - Herdecke-Westende - Witten-Crengeldanz - BO-Langendreer (32,2km, Ø 30,1km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-20.jpgWie schön es doch ist, wenn nach gefühlt wochenlangem Regen mal wieder die Sonne scheint! Und dann auch noch so, daß 27 Grad sind - der Sommer ist wieder da!
Klar, da muß ich aufs Rad. Herdecke sollte es sein, allerdings wollte ich meine Standard-Runde mal ein wenig variieren. Auf meiner Fahrradkarte sah ich, daß die Ardeystraße aus Witten heraus direkt nach Herdecke führt. Diese Straße hatte ich bisher nur genutzt, um von oben an den Kohlensiepen zu kommen. Sie ist auch nicht besonders angenehm zu fahren, führt sie doch erst durchs Wittener Gewühl und geht dann später lang bergauf. Ist man aber oben auf dem Schnee, gehts bis nach Herdecke wieder gut bergab - leider auf einer recht rau und bisweilen sogar holprig asphaltierten Straße.
In Herdecke fuhr ich dann durch Kirchende zur wundervollen Endertalstraße, die ich ins Ruhrtal hinunterschoß. Ich folgte der B226 entlang der Ruhr und stand an der Baustelle unterhalb des Bergerdenkmals plötzlich hinter einem älteren Herrn auf einem Roller. Prima, dachte ich mir, bleib ich halt an ihm dran. 45 km/h kann man im Windschatten auf der Geraden locker halten! So folgte ihm im äußerst sportlichen Tempo an den Edelstahlwerken vorbei etwa dreieinhalb Kilometer bis nach Crengeldanz hinein. Danke für deine Mitarbeit, unbekannter (aber offensichtlich amüsierter) Rollerfahrer!
Dieser Schlußsprint sorgte dann auch für den ordentlichen Schnitt, obwohl ichs bis dahin überhaupt nicht darauf angelegt hatte - nehmen wir aber natürlich gern mit ;)

Bochum-Langendreer - Witten-Herbede - BO-Stiepel - BO-Zentrum - BO-Harpen- BO-Langendreer (34,7km, Ø 29,7km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-14_1.jpgSchon wieder so ein Wochenende mit Sonne am Samstag und vorhergesagtem Regen am Sonntag. Also setzte ich alles daran, den Haushaltskram fix hinter mich zu bringen, um nachmittags noch aufs Rad zu kommen.
Auf die ganz große Tour hatte ich dann nach Putzen und Feudeln keine Lust mehr, ein wenig weiter als nur zum Kemnader See sollte mich die Tour aber führen. So radelte ich entlang meiner Hausrunde nach Witten, bog dann aber an der Herbeder Straße nach links in Richtung Witten-Herbede ab. Am Haus Kemnade 2010-08-14_2.jpgvorbei überquerte ich die Ruhr und wuselte nach Stiepel hinauf. Vielen Dank an die überraschend einsichtigen Autofahrer, die mich dort nicht gewohnt knapp verschnickten, sondern geduldig hinter mir blieben, bis wirklich Platz zum Überholen war. Ein echtes Geschenk für einen sonst arg überholmanövergestressten Radfahrer! :)
Von Stiepel konnte ichs dann auf der Königsallee in Richtung Innenstadt richtig gut rollen lassen, hatte ich dort doch das allererste Mal überhaupt so etwas wie eine grüne Welle. Normalerweise spring ich dort nur von roter Ampel zu roter Ampel, was auf Dauer böse frustriert.
Das Bochumer Zentrum umrundete ich dann im Uhrzeigersinn bis zu Castroper Straße, auf die ich links abbog und - dann auf dem Harpener Hellweg - bis Kirchharpen fuhr. Dort ist der Harpener Hellweg nach langer Bauzeit mit einem topfebenen Straßenbelag gesegnet - ein Genuss!
Am Ruhrpark vorbei und durch Werne fuhr ich dann nachhause - ein schöne Heimatrunde bei tollem Wetter, die richtig Spaß gemacht hat.

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,5km, Ø 32,3km/h; Route bei GPSies.com)

2010-08-09.jpgIch muß aufs Rad! Am Wochenende hatte es schon nicht geklappt: Samstag bestes Wetter, aber keine Zeit; Sonntag alle Zeit der Welt, aber häßlicher Dauerregen. Narf!
Deswegen startete ich ungewöhnlich spät - nach allen Erledigungen des Tages - noch einmal auf die schnelle Heven-Runde. Klar, mit mehr Zeit und Konzentration machts mehr Spaß, aber wer wird denn meckern?
Ich hatte gerade erst eine große Portion Bratnudeln in den Wanst gepumpt und entsprechend mit Verdauen zu tun, wollte also nicht übertreiben. Trotzdem ist einer meiner fixesten Schnitte herausgekommen - ein Grund zur Freude, die nur durch den nun wieder alltäglichen Drängel-Sackgang auf der Herbeder Straße getrübt wurde. Kaum ist die nämlich nach Abschluß der Hangsicherungsarbeiten wieder freigegeben, versuchen manche Autofahrer schon wieder, mich zur Nutzung des Radweges zu “überreden”. Was sie dabei - wie immer - nicht sehen (wollen): Es ist kein Radweg. Aber das erklär ich den zu kurz Bestückten auch gern mal im persönlichen Gespräch an der nächsten Ampel :)