Home, sweet home III - Fichtelberg

Großolbersdorf - Wiesenbad - Wiesa - Frohnau - Sehma - Cranzahl - Hammerunterwiesenthal - Oberwiesenthal - Fichtelberg und retour (112,0km, Ø 26,4km/h, Vmax 78,57km/h; als GPX herunterladen)

Das stand schon lange auf meinem Zettel: Den Fichtelberg mit dem Rad bereisen! Der ist immerhin 1214 Meter hoch, was von meinem Startpunkt Großolbersdorf aus etwas mehr als 830 Netto-Höhenmeter bedeutet. Brutto sinds durch diverse Talquerungen natürlich bedeutend mehr - vielleicht finde ich mal eine ruhige Minute und die passende Software, um das mal auszurechnen. Nachtrag: Es sind etwa 1800 Höhenmeter, siehe GPSies.com.
Ich startete früh und war recht fix auf der B101 im Zschopautal, der ich bis Wiesenbad folgte. Dort bog ich nach Wiesa ab und fuhr bis Frohnau, wo ich wieder auf die B101 kam - sie aber in Cunersdorf schon wieder verließ und über Sehma, Crahnzahl und Neudorf bis Hammerunterwiesenthal radelte. Es ging die ganze Zeit (natürlich) bergauf, allerdings recht gemächlich, und mit dem richtigen Gang kam ich recht konstant mit 25km/h voran.
Ab Hammerunterwiesenthal fuhr ich dann auf der zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise recht leeren B95, die am Wintersport-Mekka Oberwiesenthal vorbeiführt und danach ziemlich steil an der Flanke des Fichtelbergs emporsteigt. Dabei hat man die Grenze quasi immer in Rufweite - wenn dann ein Stück weiter oben die Fichtelbergstraße nach rechts in Richtung Gipfel abbiegt, ist man in der anderen Richtung schon nach wenigen Metern in Tschechien.
Ich bog natürlich rechts ab und kämpfte mich hochmotiviert bis auf den Gipfel. Gemein dabei: Es geht die ganze Zeit bergan, logisch, aber das steilste Stück wartet erst auf den allerletzten Metern. Reserven einplanen!
Oben angekommen, rastete ich ausgiebig bei Schnitzel, Fritten und Unmengen Cola, bevor ich mich auf den Rückweg machte. Dabei erreichte ich auf dem oberen Stück der B95 auch gleich noch meine neue Maximalgeschwindigkeit von 78,57km/h - was man dort aber nur bei wenig Verkehr probieren sollte. Auch gilts, die gleich darauf folgenden Spitzkehren mit Bedacht anzubremsen, da liegt nämlich auch mal das eine oder andere Steinchen auf der ansonsten hervorragenden Fahrbahn.
Der Weg zurück verlief dann unspektakulär, ich konnte es gut laufen lassen, wollte mich aber nicht zu sehr verheizen. Einen Kracher hatte ich mir nämlich noch aufgehoben: Aus dem Zschopautal fuhr ich nicht den “normalen” Weg nach Großolbersdorf hinaus, sondern bog in Hopfgarten rechts zum Hopfgärtner Berg ab - ein direkter Stich aus dem Tal hinaus, an einigen Stellen bis zu 21 Prozent steil. Da konnten die Waden nochmal tüchtig glühen, bevor ich sie nach tadelloser Pflichterfüllung nebst Restrumpf unter die Dusche stellte. Geile Tour!