Ruhrtalradweg von der Quelle (Winterberg) bis zur Mündung (Duisburg) in zwei Tagesetappen (250 km, Route bei GPSies.com)

Tag 1: Von Winterberg nach Schwerte

Winterberg – Olsberg – Meschede – Arnsberg – Neheim – Wickede – Fröndenberg – Schwerte (129 km)

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Ruhrquelle in Winterberg

Ich hatte es schon lange vorbereitet und herbeigesehnt, doch nun geht es tatsächlich endlich los: Ich stehe an der Quelle der Ruhr in Winterberg und radele los in Richtung Duisburg, zur Mündung. Offiziell sind das exakt 240 Kilometer Strecke. Schon einige Male habe ich Teilstrecken absolviert, aber einmal den kompletten Ruhrtalradweg am Stück unter die Räder zu nehmen, das habe ich schon sehr lange auf dem Zettel.
Dirk und Christos wollen sich dieses Schmankerl auch nicht entgehen lassen und sind mit mir im ersten Regionalexpress des Tages nach Winterberg gereist. Übermäßig gut im Training stehen wir alle nicht, ich für meinen Teil würde mit dieser Tour meinen Jahreskilometerstand glatt verdoppeln. Aber vollkommen irre sind wir natürlich auch nicht, und so haben wir die Tour auf zwei Tage aufgeteilt. Zwischenziel und Nachtlager soll Schwerte sein, da werden wir knapp mehr als die Hälfte der Strecke schon hinter uns haben.

Nach kurzer Anfahrt vom Bahnhof Winterberg starten wir also an der Ruhrquelle. Immer wieder finde ich es schön zu sehen, wie auch der dickste Fluss erst einmal als Mini-Rinnsal unterm Stein vorsprudelt, und später werden wir staunen, wie schnell aus diesem kleinen Rinnsal ein Bach, ein Flüsschen, ein “echter” Fluss wird.

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Blick auf die Ruhr in Meschede

Die ersten Streckenkilometer sind äußerst kurzweilig, was unter anderem an der recht groben Wegoberfläche liegt, die viel Konzentration fordert. Vor allem aber ändern sich nach jeder Kurve die Ansichten des Ruhrtals. Die Ruhr sprudelt hier als Bächlein durch die malerischen Auen, umrahmt von Wäldern und Hängen. Und auch ohne tiefgehendes Ornithologenwissen ist mir klar, dass der Schwarzstorch, der sich direkt vor uns in die Lüfte erhebt, ganz sicher kein alltäglicher Anblick ist.
Ist die Ruhr hinter Olsberg gen Westen “abgebogen”, hat man den wildesten Teil der Route hinter sich. Die Abfahrten sind nun nicht mehr ganz so steil, und die Ruhr selbst ist kein munter plätscherndes Bächlein mehr, sondern ein entspannt dahinfließendes Flüsschen.
In Bestwig, nach etwa dreißig Kilometern Fahrt, legen wir eine spontane Frühstückspause ein. Um dann beim Weiterfahren festzustellen, dass der Parkplatz des örtlichen Discounters nicht eben der reizvollste Platz dafür war. Ein paarhundert Meter weiter wären wir wieder direkt an der Ruhr gewesen …
Kurz darauf halten wir für ein Foto auf einer Ruhrbrücke in Meschede, als uns eine vorbeikommende Fahrradfahrerin um Hilfe bittet: Sie hätte zu wenig Luft im Reifen, ob wir wohl eine Luftpumpe dabei hätten? Natürlich haben wir, und ich lasse es mir natürlich auch nicht nehmen, gleich selbst zu pumpen. Ein amüsanter Schwatz entsteht, und als ich fertig bin, schenkt sie uns zum Dank eine Tafel Schokolade. Wir können (und wollen!) uns nicht dagegen wehren und genießen schmatzend die unverhofft erlangte Leckerei. Mit ganfen Nüffen!

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Dellwig: Die Hälfte des Ruhrtalradwegs ist fast geschafft

Wer die Augen beim Radeln ein wenig schweifen lässt, kann am Ruhrtalradweg immer viel entdecken. Amüsant finden wir beispielsweise die ehemalige Yacht-Werft Dehler in Freienohl. Mal ganz abgesehen davon, dass hier jahrzehntelang abseits jeglicher schiffbarer Gewässer Segelyachten hergestellt wurden, ragt aus dem Gebäude ein Schiffsbug heraus. Dies ist offenbar eine Reminiszenz an einen Crashtest mit einer Dehler-Yacht, die sich dabei als überaus robust entpuppte.
In Oeventrop beweisen die Stadtwerke Arnsberg ein Herz für Radfahrer, indem sie einen Trinkwasserspender direkt am Radweg betreiben. Flasche rein, Knopf drücken, erfrischen: Eine großartige Idee, die ruhig auch in anderen Städten umgesetzt werden sollte!

Nach der Schleife, die Ruhr und Ruhrtalradweg um die Arnsberger Altstadt herum machen, treffen wir Axel. Der wohnt in der Gegend und möchte uns, wenn er schon nicht die ganze Strecke mitfahren kann, zumindest ein kleines Stück begleiten. Mit ihm fahren wir bis Neheim-Hüsten, wo wir direkt am Radweg ins R-Café einkehren. Das ist zwar “nur” Systemgastronomie und weder sonderlich urig noch recht preiswert, aber die servierten Burger mit Fritten schmecken ausgezeichnet. Zudem sind wir inzwischen etwas mehr als 80 Kilometer geradelt und hatten dabei außer dem kurzen Frühstück in Bestwig noch keine echte Pause, da tut das arg verspätete Mittagessen nun richtig gut. Und keine Frage, auch der Hintern freut sich nach mehr als vier Stunden im Sattel, endlich auch mal wieder “richtig” zu sitzen. Auch für die Drahtesel ist hier mit Luftpumpe und Pedelec-Ladestation übrigens gut gesorgt.

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Empfehlung: Diesen Schildern folgen!

Axel verlässt uns kurz vor Wickede und biegt in Richtung Heimat ab. Nun wird das Ruhrtal deutlich breiter, und bei der Fahrt durch hohe Getreidefelder sehen wir eine Zeit lang überhaupt nichts von der Ruhr. Dafür führt der Radweg ein Stück weit direkt an der Eisenbahntrasse der Sauerland-Linie entlang - hier sind wir heute morgen mit dem Zug gen Winterberg entlanggefahren.
Dann erreichen wir unser Tagesziel Schwerte. Wir übernachten im Alten Pfarrhaus Ergste, einer sehr familiären Unterkunft ein paar Pedalumdrehungen abseits des Ruhrtalradwegs. Die Preise sind mehr als fair, und in einem knuffigen roten Bauwagen schläft man auch nicht alle Tage. Es ist schön ruhig hier, und ein Edeka mit Bäcker sowie ein Grieche sind fußläufig schnell zu erreichen. Allerdings können wir das alles gar nicht so richtig genießen, nach knapp 130 Tageskilometern sind wir einfach nur platt und schlafen nach Essen und Duschen faktisch beim Hinlegen ein.

Tag 2: Von Schwerte nach Duisburg

Schwerte – Wetter – Witten – Bochum – Hattingen – Essen – Mülheim – Oberhausen – Duisburg (121 km)

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Eisenbahnviadukt Herdecke

Am nächsten Morgen gilt unsere größte Sorge zunächst unserer körperlichen Verfassung. Aber unsere schmerzenden Hintern haben sich wohl etwas regeneriert (oder einfach nur an den Schmerz gewöhnt), und so beginnen wir nach dem Frühstück und einem kurzen Plausch mit dem freundlichen Herbergsvater die zweite Etappe unserer Ruhr-Reise. Am Hengsteysee, schon nach wenigen Kilometern Fahrt, befinden wir uns dann auf wohlbekanntem Terrain – hier war ich schon desöfteren mit dem Rad. Spätestens in Wetter, wo meine Herdecke-Runde in den Ruhrtalradweg einmündet, kenne ich dann jeden Grashalm. Ein merkwürdiges Gefühl, hier nicht auf dem Heimweg, sondern auf der Durchreise zu sein!
An der Schleuse in Witten-Heven treffen wir dann auf eines meiner persönlichen Highlights am Ruhrtalradweg: In Sichtweite zur Burgruine Hardenstein setzt die Ruhrtal-Fähre Radler und Spaziergänger über die Ruhr. Der Spaß ist kostenlos, aber wer ein wenig Anstand hat, wirft etwas Klimpergeld in eine der Spendenboxen; diese Spenden tragen zu einem guten Teil zum Betrieb bei. Die kurze Zeit der Überfahrt nutze ich immer recht dankbar, um für einen Moment Körper und Geist abzuschalten. Fast schon schade, dass man so schnell schon wieder am anderen Ruhrufer ankommt. Dort wartet dann das Schleusenwärterhaus auf hungrige Gäste, und auch wir gönnen uns eine Pause mit Kaffee und Kuchen. Zweites Frühstück sozusagen!

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Ruhrtalfähre in Witten-Heven: Betrieben mit Spenden

Nachdem wir anschließend den Kemnader See passiert haben, folgen wir der Ruhr und ihren malerischen Windungen über Hattingen in Richtung Essen. Auf diesem Stück ist der Radweg bisweilen etwas schmal, aber wer hier mal abseits der Stoßzeiten vorbeikommt, kann herrliche Ruhe und viel Natur genießen. Nichts zu sehen von der Klischee-Ruhrpott-Hässlichkeit, stattdessen viel Grün und immer wieder Tiere, etwa Reiher oder Kormorane. Diesen Streckenabschnitt durfte ich auch schon einmal vom Wasser aus genießen, er ist so oder so wirklich sehenswert.
In Essen machen wir dann Mittagspause in der Bar Celona direkt am Radweg. Schon wieder ganz unromantisch eine schnöde Systemgastronomie, aber auch hier heiligt der Zweck die Mittel: Nach inzwischen schon wieder 65 Tageskilometern vermag nur ein Schnitzel mit Fritten den Akku wieder adäquat aufzuladen.

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Ruhrschleife nach Hattingen

Nach ausgiebiger Rast gehts weiter zum Baldeneysee. Wie an den anderen Ruhrseen ist es auch hier zu den Stoßzeiten recht voll, alle wollen natürlich raus und auf Skates, per Fahrrad oder zu Fuß das schöne Wetter genießen. Also schlängen wir uns durch und freuen uns, dass wir bald wieder auf weniger frequentierten Pfaden unterwegs sind.
Nach dem Kettwiger See unterqueren wir die imposante Ruhrtalbrücke, auf der sich die A52 über das Ruhrtal schwingt. Bei all der schönen Flusslandschaft untendrunter erinnert sie uns wieder daran, dass wir mitten in einer der größten europäischen Metropolregionen unterwegs sind. Kurz darauf, in Mülheim, ist man dann auch wieder mittendrin im urbanen Gewühl. Der Ruhrtalradweg wird hier mehr oder weniger kunstvoll über Brücken und Schleichwege durch Parks vom Rest der Stadt ferngehalten. Touristisch wertvoll ist das nicht, abgesehen davon, dass wir inzwischen ziemlich platt sind und die noch zu fahrenden Kilometer herunterzählen.

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Die Duisburger Karl-Lehr-Brücke kommt ursprünglich aus Köln.

Nachdem wir den Stadtrand von Oberhausen passiert haben, beginnt das ausgedehnte Gebiet des Duisburger Hafens. Wir radeln vorbei an Schleusen, Hafenmauern und Terminals. Hier treffen sich die Ruhr und der Rhein-Herne-Kanal im größten Binnenhafen der Welt. Das Ziel, die Mündung, ist schon fast zu sehen, da unterqueren wir die allerletzte Ruhr-Brücke. Sie hat eine besondere Geschichte, denn der Brückenbogen kommt aus Köln. Er war dort einst Teil der ikonischen Hohenzollernbrücke, auf der die Eisenbahn den Rhein zum Kölner Hauptbahnhof hin überquert. Nach der Zerstörung der Kölner Brücke im Krieg wurde einer der Bögen nach Duisburg gebracht, wo er seitdem die Ruhr überspannt. (Was man nicht alles bei der Sendung mit der Maus lernen kann!)

Dann kommt der Moment, auf den wir uns seit vielen Kilometern freuen: Vor uns taucht die Mündung der Ruhr in den Rhein auf, unübersehbar markiert durch die 25 Meter hohe, knallorange gefärbte Skulptur “Rheinorange”. Wir haben es geschafft!
Nach einer Pause wuseln dann noch in die Duisburger Innenstadt zum Hauptbahnhof, wo unserer Tour dann endgültig endet.

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Es gibt ihn tatsächlich: Radschnellweg RS1 in Mülheim

Auf dem Heimweg mit dem Regionalexpress springt mir dann in Mülheim noch ein unverschämt verlockend aussehender Streifen Asphalt direkt neben den Gleisen ins Auge, auf dem nur Radfahrer unterwegs sind. Topfeben, schnurgerade, keine Drängelgitter, Ampeln oder “Sicherheits”abschnitte aus Kopfsteinpflaster: Das muss er sein, der (zumindest bei mir in Bochum) sagen- und legendenumwobene Radschnellweg RS1! Der soll – irgendwann einmal – das gesamte Ruhrgebiet von West nach Ost durchqueren und dabei auf all die genannten Nickligkeiten verzichten, die einem das Radfahren so wunderbar vermiesen können. Eine A40 für Velos, sozusagen. Hiermit beneide ich all jene, die ihren Arbeitsweg schon auf dieser Herrlichkeit aus Asphalt abreißen können – und hoffe, dass uns diese Glückseligkeit auch in Bochum recht bald erreicht.

Fazit der Tour

Der Ruhrtalradweg ist für Hobby-Radler wie uns bestens geeignet. Er ist vorbildlich ausgeschildert und touristisch intensiv erschlossen, auf der Ruhrtalradweg-Website findet man umfangreiche Informationen zu Streckenverlauf, Unterkunftsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Letzterer gibt es viele, und um auch nur ein paar davon in Ruhe besichtigen zu können, muss man deutlich mehr als zwei Tagesetappen einplanen.
Entlang der Ruhr wechselt die Umgebung in teils harten Kontrasten zwischen idyllischer Natur, Stadtgewusel und abgewracktem Industriegebiet. Besonders der letzte Streckenabschnitt ab Mülheim ist nur selten als sehenswert zu bezeichnen. Aber genau mit dieser Ambivalenz repräsentiert der Ruhrtalradweg bestens das gesamte Ruhrgebiet: Längst nicht mehr “nur hässlich”, aber auch bei weitem noch nicht “nur schön”. Dass dieser Wandel aber stetig vorangetrieben wird, sieht man unter anderem an den optisch sehr ansprechenden renaturierten Teilstücken der Ruhr.
Mir hat die Route viel Spaß gemacht, auch wenn es untrainiert hintenraus natürlich schon ein wenig schlaucht. Im Großen und Ganzen ging es mir aber körperlich bis zum Ende recht gut, nur eine Sache plagte mich etwas. Christos schleuderte es am Ende der Tour auf Griechisch dem Rhein entgegen: “O kólos ponáei!” – der Arsch tut weh :)

Bochum-Langendreer – Bochum-Zentrum – Jahrhunderthalle – Erzbahntrasse bis zum Rhein-Herne-Kanal – Zeche Ewald – Halde Hoheward – auf selbem Weg retour (58km, Route bei GPSies.com)

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Erzbahnschwinge in Bochum: Hier beginnt die Erzbahntrasse.

Schon seit Wochen liege ich den Kollegen mit der geplanten Tour zur Halde Hoheward in den Ohren. Die Rahmenparameter sind gesetzt: Entspanntes Radeln, ausgiebige Fotopausen, und auch eine Kameradrohne soll zum Einsatz kommen. Zum Schluss sinds tatsächlich nur zwei, die dabei sind; alle anderen haben entweder kein Rad oder keine Zeit. Na gut, dann halt zu dritt :)
Wir treffen uns auf dem Gelände der Jahrhunderthalle an der Erzbahnschwinge. Diese geschwungene Brücke markiert den Beginn der Erzbahntrasse, auf der früher Eisenerz vom Rhein-Herne-Kanal zu den Hochöfen des Bochumer Vereins transportiert wurde. Inzwischen ist diese ehemalige Eisenbahntrasse längst ein Radweg, der kreuzungs- und faktisch steigungsfrei die Bochumer Innenstadt mit dem Rhein-Herne-Kanal verbindet. Und das auf recht spektakuläre Art und Weise, radelt man doch hoch oben auf dem ehemaligen Bahndamm über der Landschaft und überquert dabei diverse beeindruckende Brückenkonstruktionen. Nicht zuletzt dank der zahlreichen Informationstafeln am Wegesrand lässt sich hier für Zugereiste wie mich erahnen, wie das Ruhrgebiet früher tickte – und welch radikalen Wandel es mit dem Niedergang der Schwerindustrie gemeistert hat.

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In kühnem Schwung spannt sich die Grimberger Sichel über den Rhein-Herne-Kanal.


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Die Emscher bei Gelsenkirchen

Die Erzbahntrasse ist bis kurz vorm Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen topfeben asphaltiert. Hier könnte man also auch nach Herzenslust sportlich hetzen, und tatsächlich zieht so manches Rennrad schnurrend an uns vorbei. Wir aber sind heute nicht des Sportes wegen unterwegs, sondern wollen in Ruhe schwatzen, die Landschaft betrachten und den sonnigen Tag genießen. Für die Rennrad-Hatz werde ich sicher auch irgendwann noch einmal wiederkommen.
Die letzten paarhundert Meter der Erzbahntrasse bis zum Rhein-Herne-Kanal bestehen dann aus wassergebundener Decke – bei trockenem Sommerwetter eine durchaus staubige Angelegenheit. Den Kanal überqueren wir auf der sehenswerten “Grimberger Sichel”, einer halbkreisförmigen Fuß- und Radweg-Brücke, die mit dicken Stahlseilen an einem einzelnen Pylon hängt. Hier endet der Erzbahn-Radweg also, wie er an der Erzbahnschwinge begonnen hat: Mit einer spektakulären Brückenkonstruktion.
Parallel zum Rhein-Herne-Kanal, nur ein paar Meter weiter nördlich, fließt die Emscher. Was vor langer Zeit mal ein Fluss war, wurde im Zuge der Industrialisierung zum Abwasserkanal degradiert. An vielen Stellen schon renaturiert, ist die Emscher hier in Gelsenkirchen aber noch immer nichts anderes. Wer weiß, wann das hier auch mal wieder als “Fluss” zu bezeichnen ist …

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Panoramablick von oben über Zeche Ewald und die Halde Hoheward.


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Kleine Spielerei mit der Kameradrohne: Planet Ewald :)

Wir biegen nach Norden ab und fahren an der Halde Hoppenbruch vorbei zur Zeche Ewald. Sie steht am Fuß der Halde Hoheward, das ist unser Reiseziel. Bevor wir aber den Anstieg in Angriff nehmen, geben wir uns erst einmal ausgiebig dem Spieltrieb hin und erkunden das Zechengelände mit der extra dafür mitgebrachten Kameradrohne von oben. Dieser Perspektivwechsel erlaubt spektakuläre Aufnahmen – und ganz nebenbei noch einen ganz anderen Blick auf die schiere Größe der früheren Bergbau- und Industrieanlagen des Ruhrpotts.
Nachdem wir uns an den tollen Bildern sattgesehen haben, packen wir den Technikkram zusammen und treten wieder in die Pedale. Der Weg auf die Halde Hoheward hinauf ist zwar steil, aber dafür haben wir die etwa neunzig Höhenmeter auch flott hinter uns. Steht man dann oben auf dem Halden-Plateau und schaut gen Süden, breitet sich das gesamte Ruhrgebiet in seiner Ost-West-Ausdehnung vor einem aus: Dortmunds Fernsehturm “Florian”, die Hochhäuser der Bochumer Innenstadt, die City und der Fernsehturm von Essen, die Schalke-Arena in Gelsenkirchen – bei gutem Wetter wie heute kann man im Südwesten sogar den Düsseldorfer Rheinturm sehen, und der ist immerhin gut fünfzig Kilometer entfernt. Für diesen äußerst beeindruckenden Anblick sind wir hergekommen, und so packen wir erneut das Kamera-Equipment aus. Auch die Drohne darf bei ziemlich böigem Wind noch einmal zeigen, was sie kann. Hat man hier oben gestanden, ist man dem Geheimnis des Ruhrgebiets vielleicht ein Stück näher gekommen – wie gern hätte ich all diese interessanten Aus- und Einblicke einmal zu der Zeit gehabt, in der der Pott noch Stahl und Kohle atmete.


Soundtrack: In Another World (ID 949) - Lobo Loco - www.musikbrause.de - Creative Commons License (by-nc-nd 4.0) mit freundlicher Genehmigung zur Verwendung in diesem Video. Video: CC-by-nc-nd.

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40km Luftlinie von Halde Hoheward: Der Großbrand in Bönen

Ganz im Osten sehen wir dann noch, wie eine dunkle Rauchwolke vom Boden aufsteigt und sich weiträumig in den höheren Luftschichten verteilt, und fragen uns, was da wohl so heftig brennen mag. Später werden wir herausfinden, dass ein Entsorgungsbetrieb in Bönen in Flammen stand – auch das sind mal eben über vierzig Kilometer Luftlinie von unserem Standpunkt aus.
Dann haben wir uns irgendwann sattgesehen, aber leider noch nicht sattgegessen. Und da auch die Akkus der Drohne inzwischen leergespielt sind, beschließen wir, wieder hinunter zur Zeche Ewald zu fahren und dort im Biergarten mit Speis und Trank aufzutanken. Die Schussfahrt hinab übertreibe ich dann nicht. Einmal kurz über die Sechzig, dann bremse ich sanft ab. Kann es sein, dass ich meinen Bremsen nicht mehr ganz traue…?
Gut gesättigt und bester Laune ob des bisher Erlebten nehmen wir dann den Heimweg unter die Räder. Dabei bleiben wir auf der Hinweg-Route: Emscher, Rhein-Herne-Kanal, und dann die Erzbahntrasse bis zur Jahrhunderthalle in Bochum. Dort trennen wir uns – nach der gefahrenen Strecke recht kaputt, aber sehr zufrieden – und ich radle allein zurück nachhause.

Darß: Im Uhrzeigersinn um Bodstedter und Saaler Bodden.
Zingst - Pruchten - Bodstedt - Saal - Damgarten - Ribnitz - Dierhagen Dorf - Wustrow - Ahrenshoop - Born - Wieck - Prerow - Zingst (91,2km, Route bei GPSies.com)

 

Und es begab sich zu einer Zeit, dass der Wettermann sprach: Ich schenke euch einen ganzen Tag voll Sonne, nutzet ihn zu eurer Gunst. Und die Menschen verstanden; und der, den sie schickten, der hatte ein blaues Fahrrad, und unten am Kopfe trug er einen stattlichen Bart.

So steht es schon in den alten Schriften! Naja, oder so ähnlich. Jedenfalls hatte der Wetterbericht tolles Wetter versprochen, und da ich sowieso am liebsten den ganzen Tag auf dem Fahrrad herumlümmele, gehe ich mein lang ersehntes Urlaubsfinale an: Einmal aufs Festland, den Barther und den Saalstedter Bodden umrunden und über Fischland wieder zurück auf den Darß. Vom Himmel prasselt die Sonne, dass es nur so eine Freude ist, nur der Wind geht recht ordentlich von Westen. Ich verlasse den Darß auf inzwischen wohlbekannten Pfaden über die Meiningenbrücke und biege in Pruchten nach Westen ab. Hier beginnt unbekanntes Terrain, aber ich bin frohen Mutes dank meines GPS-Helferleins am Lenker und der Fahrradkarte im Gepäck.

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Schön ists im Wald bei Neuendorf.

Ich bin nun auf dem Radwanderweg “Östliche Backstein-Route” (ÖBR) unterwegs, bekomme aber den Tipp von einem einheimischen Radler: Fahr lieber durch den Wald nach Neuendorf, das ist die schönere Strecke. Ich folge seinem Rat, und es lohnt sich. Still ists im Wald, angenehm schattig und wirklich schön zu radeln. Dann folge ich wieder der ÖBR und komme nach Saal, wo mich ein kleines Brückenstück neugierig macht. Die alten Schwellen auf der dahinrostenden Konstruktion deuten auf eine Eisenbahnstrecke hin, die hier wohl mal entlangführte; für Regelspur sind sie aber zu schmal. Ein paarhundert Meter weiter, auf einem Radweg, der verdammt nach einer alten Bahntrasse aussieht, treffe ich dann einen Ortsansässigen, den ich freundlich frage. Er erzählt mir mit leuchtenden Augen von den Zeiten, als hier noch die Eisenbahn die Rüben nach Barth brachte (und abends die Bauern aus der Kneipe nachhause). Der Radweg liegt tatsächlich auf der alten Trasse der Franzburger Kreisbahnen, die meterspurig von Damgarten über Saal nach Barth führte. In den Sechzigern sei die Strecke dann aber stillgelegt worden, erzählt er mir, und aus dem Saaler Bahnhof ist das Gemeindehaus mit Kindergarten geworden ‒ unter anderem durch seiner Hände Arbeit. Ein Stück weiter steht in Kückenshagen an der Molkerei noch ein altes marodes Bahngebäude, gibt er mir noch mit auf den Weg. Und tatsächlich, nach Jahrzehnten ist immer noch zu sehen, dass hier weiland eine Bahn entlangzuckelte.

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Im Hafen Ribnitz

Über Damgarten erreiche ich dann Ribnitz (was, wie ich lernte, übrigens nicht “Riebnitz”, sondern “Ribbnitz” gesprochen wird) und mache am Hafen eine kurze Mittagsrast. Am Ribnitzer See entlang geht es dann weiter in Richtung Dändorf. Immer wieder schmunzele ich über die kreativen Radwegweiser: Einfach die Ortsnamen und Entfernungsangaben auf einen großen Findling pinseln, auch sowas schmückt eine Radroute! Offenbar hatten die Urheber dabei mächtig Spaß, denn neben den eigentlichen Wegweisern findet man dann auch Kuriositäten wie die extra beschilderte “Opi-Wolter-Kurve”: “Zu Ehren von Opi Wolter, der hier die Kurve nicht bekam”. Ein amüsierendes Gedankenspiel, wie es wohl dazu gekommen sein mag…
Ich habe inzwischen die Östliche Backsteinroute verlassen und befinde mich auf dem Fischland-Darß-Zingst-Rundweg. Immer am Bodden entlang, erreiche ich über Dändorf Dierhagen. Dort gönne ich mir am Hafen ein herzhaftes Fischbrötchen und fülle die Zuckerspeicher mit Cola neu auf.

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Pause in Dierhagen: Fischbrötchen am Hafen

In Dierhagen komme ich nun wieder an die Ostsee und biege auf den Ostseeküsten-Radweg ein. Bisher hatte ich oft und viel Gegenwind, das ändert sich nun ‒ ich komme verdammt flott voran. Ich jage über Wustrow bis Ahrenshoop, wo ich die Ostsee wieder verlasse und am Saaler Bodden entlang fahre. Ach was, fahre: Rase! Der Wind bläst kräftig von Westen, und nun bin ich exakt in seiner Richtung unterwegs. Trotz mehr als 65 bereits gefahrener Kilometer habe ich keine Probleme, stets knapp an der Dreißig zu kratzen. Sehr zum Unmut der mir entgegenkommenden, sich gegen den Wind stemmenden Pedalisten…
Ich flitze durch Born und Wieck, vorbei an schicken kleinen Reetdach-Häuschen mit den so typischen bunten Darßer Türen. Unterwegs sehe ich in der Ferne die Meiningenbrücke, Luftlinie vielleicht nur drei Kilometer entfernt. Allerdings liegen Bodstedter Bodden und Prerow-Strom dazwischen, die ich noch umrunden muss, also habe ich noch einige Zusatzkilometer vor mir. Dabei wird es dann auch nochmal ordentlich anstrengend, denn ein, zwei Kilometer muss ich nochmal gegen den Wind fahren. Wie das nach der langen Strecke schlaucht! Irgendwann habe ich Prerow dann aber erreicht und kann von nun an wieder mit vollem Rückenwind auf dem Ostsee-Deich ostwärts nach Zingst jagen, wo meine Runde begann und nun wieder endet.

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Sieht näher aus, als sie ist: Die Meiningenbrücke.

Auf die mehr als neunzig gefahrenen Kilometer schaue ich mit größter Freude zurück: Die Boddenrunde hat immer wieder Abwechslung zu bieten, sie führt über Felder, durch Wälder, mal an der Ostsee entlang, mal am Bodden. Auch und vor allem abseits der Küstenlinie gibt es so viele Orte, Landschaften und Kleinode zu entdecken, dass ein flotter Tagesritt auf dem Fahrrad längst nicht ausreicht, um alles gesehen zu haben. Die Radweg-Ausschilderung ist vielleicht nicht perfekt, aber meist ausreichend und bisweilen sehr hübsch und kreativ umgesetzt. Und auch wenn doch mal an entscheidender Stelle ein Schild fehlt, kommt man mit ein wenig Intuition und grobem Richtungsverständnis stets weiter. Ich kann Ostsee-Urlaubern nur wärmstens empfehlen, den touristisch vollkommen überlaufenen Küstenstreifen zu verlassen und das vorpommersche Hinterland zu entdecken. Es lohnt sich!

Usedom: Zempin - Koserow - Zempin (13,3km, Ø 17,3km/h; Route bei GPSies.com)

Endlich wieder Urlaub auf Usedom! Mit dem Rad lass ichs zunächst gemächlich angehen und starte eine kleine Erkundungstour auf dem Achterwasserdeich nach Koserow. Der Deich schlängelt sich um den Zempiner Rieckgraben - hier ist das Achterwasser nur noch reichlich zweihundert Meter von der Ostsee entfernt.
In Koserow war ich bisher schon etliche Male - nie jedoch hatte ich die alte Kirche im Dorfkern entdeckt. Das hole ich diesmal nach und betrachte das Gemäuer von außen - rein komme ich leider nicht, denn sie ist verschlossen. Nach ein paar geschossenen Fotos möchte ich noch nicht direkt wieder heim, sondern noch ein paar Meter dranhängen. Also hinauf zum Streckelsberg! Ich schiebe mein Rad den steilen Direktweg hinauf und genieße die Aussicht auf die Ostsee aus knapp 60 Metern Höhe. Schön hier! Ich jage hinab zur Seebrücke, wo ich gerade noch die Sonne versinken sehe. Eine tolle Tour!

Friesland: Neuharlingersiel - Altfunnixsiel - Middoge - Hooksiel - Horumersiel - Schillig - Harlesiel - Neuharlingersiel (68,4km, Ø 20,3km/h; Route bei GPSies.com)

Den Vatertag gemeinsam mit Dirk auf dem Fahrrad zu verbringen, etabliert sich langsam als angenehme Tradition. Während wir 2013 den Rheinischen Esel unter die Räder nahmen, sollte es dieses Mal ganz woanders hingehen. Die Idee: Die Räder ins Auto und irgendwo hin, wo wir noch nicht waren. Münsterland? Oder tief ins Bergische? Lieber nicht, denn quer durch die Republik zog sich auf dem Niederschlagsradar ein dickes Regenband von West nach Ost. Wie wäre es denn mit der Nordseeküste? Dort scheint bei fast zwanzig Grad die Sonne!

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Das Wattenmeer vor Neuharlingersiel; Spiekeroog am Horizont

Wir packen also Räder, Klamotten und Proviant ins Auto und düsen die A31 nordwärts. Basispunkt für unsere Radtour ist Neuharlingersiel. Da der Wind von Nordost kommt, planen wir unsere Runde gegen den Uhrzeigersinn - so haben wir auf dem Rückweg den Wind im Rücken. Das wird sich später noch als sehr kluge Entscheidung erweisen.
In Neuharlingersiel fahren wir zunächst zum Hafen und lassen uns auf der Mole den Seewind um die Nasen wehen. Das Wetter ist hervorragend, kaum ein Wolke ist zu sehen - wir starten bester Laune in südöstlicher Richtung und tauchen ein in die Weiten der Ostfriesischen Halbinsel. Als Flusstal- und Mittelgebirgsradler sind wir beeindruckt von der schieren Weite der Landschaft - und von der freundlichen Gelassenheit ihrer Bewohner, bei denen mehr als ein knappes “Moin” vermutlich schon als Zeichen für Geschwätzigkeit gilt.

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St. Martin in Tettens

Wir radeln ostwärts durch schnucklige kleine Orte mit Namen wie Altfunnixsiel und erfreuen uns am typischen Anblick der reetgedeckten Häuser. In Tettens beeindruckt uns die mehr als 800 Jahre alte St.-Martins-Kirche mit ihrem (hier üblichen) freistehenden Glockenturm.
In Wüppelser Altendeich entdecken wir dann noch eine Kuriosität, die “Kleinste Bücherei von Friesland”. Aus dieser zur Mini-Bibliothek umfunktionierten und rund um die Uhr offenen Telefonzelle kann man Bücher mitnehmen - und dabei gern auch welche da lassen. Betrieben wird die Bücherzelle vom Ehepaar, auf dessen Grundstück sie steht. Wir setzen unsere Tour schmunzelnd fort - hätten wir das vorher gewusst, hätten wir den lesefreudigen Friesen natürlich auch ein paar Bücher mitgebracht.

Schließlich erreichen wir das Ufer des Jadebusens. Nach einer ausgedehnten Rast butendieks folgen wir nun nur noch der Küstenlinie - zunächst nach Norden bis Schillig, von dort aus dann westwärts.
Mangels jeglicher Steigungen ist das Radfahren auch jetzt, nach mehr als 30 Kilometern, ein entspannter Genuss. So kann man es auf dem Fahrrad aushalten, zumal sich schon längst auch die allerletzten Wölkchen aufgelöst haben - das Wetter ist einfach perfekt. Wir lassen uns vom Seewind westwärts schieben und genießen die Blicke aufs Wattenmeer und die Ostfriesischen Inseln, allesamt Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

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Hafen Horumersiel. Aufs Bild klicken für volle Größe (1547 × 800 Pixel / 202 KB).

Schließlich erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt Neuharlingersiel und lassen die Eindrücke dieser wunderbaren Radtour bei Schollenfilet und kühlem Jever nachwirken. Nicht nur Landschaft und Wetter haben sich von ihrer besten Seite gezeigt, sondern auch die Infrastruktur: Fahrradfahrer sind hier im Norden offenbar tatsächlich gleichberechtigte und ernstzunehmende Verkehrsteilnehmer. Die Routen sind meist bestens asphaltiert, die Beschilderungen zahlreich und deutlich, und gesonderte benutzungspflichtige Radwege gibt es genau dort, wo sie auch wirklich sinnvoll sind. Und auf radweglosen Abschnitten nehmen Auto- (und Trecker-) Fahrer gebührend Rücksicht auf das pedalierende Volk. Da kann sich der Ruhrpott so manche Scheibe abschneiden!

Eine Wiederholung dieser Reise ist keinesfalls ausgeschlossen - ausgesprochen schön hier oben!