Bochum-Langendreer - Kemnader See - Hammertal - (Nieder-) Sprockhövel - Elbschebachtal - Wengern - Ruhrtalradweg bis zum Kemnader See - BO-Langendreer (48,2km, Ø 20,5km/h; Route bei GPSies.com)

2014-05-17_1.jpgIns Märkisch-Bergische Land rund um Sprockhövel wollte ich schon lange mal wieder, bin aber einfach nicht dazu gekommen. Mit dieser Gegend verbinde ich schöne Erinnerungen, genoss ich dort doch 2012 eine wunderbare Rennrad-Ausfahrt.
Da ich dieses Mal aber nicht nur Asphaltkilometer abspulen, sondern durchaus auch ein wenig ins Blaue hinein neue Wege erforschen wollte, entschied ich mich fürs Mounti und fütterte mein GPS-Helferlein mit einer rasch bei den GPSies zusammen­geklickten Route. Dabei baute ich auch ein paar Schlenker über kleine Straßen und Wege ein, um möglichst viel Neues zu entdecken.

Vom Kemnader See aus nahm ich das Hammertal hinauf in Angriff. Da sammelt man durchaus ein paar Höhenmeter, aber wenn man nicht auf Teufelkommraus Sport machen will, lässt es sich sehr entspannt fahren. Die Entscheidung, dem Navi die Routenplanung zu überlassen, erwies sich als die richtige: Schon in Niedersprockhövel wuselte ich das erste Mal über kleine Waldwege und Sträßchen. Genau das hatte ich eigentlich vor: Auch mal abseits der großen Straßen und ausgeschilderten Radrouten unterwegs sein, ohne selbst nach dem Weg suchen zu müssen.

2014-05-17_2.jpgNach der letzten Querung der A43 fiel ich dann auf eine kleine Gemeinheit des örtlichen Tiefbauamts herein: Der Waldweg, auf den ich eigentlich abbiegen wollte, “versteckt” sich hinter einer durchgehenden Leitplanke! Prompt fuhr ich ein paar Meter weiter in die Zufahrt zur Ibachsmühle - wo mich eine Anwohnerin aber freundlich auf meinen Fauxpas hinwies. Wer weiß, wie lange ich sonst die richtige Route gesucht hätte… Also das Rad über die Leitplanke gehoben und ab in den Wald. Auf einem sehr, sehr schmalen Weg - nichts für Trikes, Anhänger oder andere Mehrspur-Radler. Solo fand ich das aber sehr amüsant. Mal was anderes als immer nur auf Asphalt, und solange das Navi sagt, dass es auch nach der nächsten Ecke noch weitergeht…
Dann bog ich auf die Radroute EN 11 ab, der mich im Tal der Elbsche nach Wengern hinunter brachte. Immer in Sichtweite: Die Trasse der auf diesem Abschnitt längst stillgelegten Elbschetalbahn, die eigentlich nur darauf wartet, zum Radweg zu werden.
Planungen dafür gibt es tatsächlich, aber wann es wirklich so weit ist…

2014-05-17_3.jpgNachdem ich die historische Altstadt von Wengern durchquert hatte, befand ich mich auf dem Ruhrtalradweg, dem ich dann bis zum Kemnader See folgte. Kurz voher hatte ich noch ein kleines Déjà-vu: Wie jedes Jahr sorgte der Drachenboot-Cup des Wittener Kanu-Clubs für eine faktische Vollsperrung des Ruhrtalradwegs. Während im Jahr 2011 aber frustrierenderweise keinerlei Ausweichroute erkennbar war und ich mich mit Trailer am Haken durch die Menschenmassen quälen musste, hat der KCW diesmal auch an die Radler gedacht und deutlich eine Umleitung ausgeschildert. Vielleicht haben sich damals außer mir ja noch ein, zwei andere beschwert ;)
Der Pommes-Wagen am Kemnader See kam mir dann noch gerade recht für eine entspannte letzte Pause, bevor ich mich endgültig auf den Heimweg machte. Eine wunderbare Tour!

Bochum-Langendreer - Rheinischer Esel - Witten-Zentrum - Hohenstein - Witten-Heven - Kemnader See - Bochum-Langendreer (27,6km, Ø 23,3km/h, Route bei GPSies.com)

Schon wieder steht ein Nachmittagstermin an, also steige ich erneut vorher zur Entspannung aufs Rad. Diesmal ist es noch ein paar Grad wärmer, der Frühling wills nun wirklich wissen.
Mir geht es vor allem um stressfreies Radeln, also fahre ich auf dem Rheinischen Esel nach Witten. Den hat man an einem Wochentag-Morgen faktisch für sich allein - welche Ruhe, welcher Genuss! Um dann aber vom Esel zum Hohenstein zu kommen, muss ich leider einmal durchs Wittener Zentrum. Bloß schnell weg, bevor es zu stressig wird!
Ich kurbele langsam, aber konstant auf den Hohenstein hinauf, wo ich mir eine lange Pause gönne. Mich eilt nichts, der Blick hinab ist schön und die Sonne scheint. Warum hetzen?

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An der Schleuse in Witten-Heven: Die Ruhrtalfähre fährt wieder! Aufs Bild klicken für volle Größe (2773 × 800 Pixel / 445 KB).

Irgendwann mache ich mich dann doch wieder auf den Weg und fahre nach Heven. Dort stelle ich erfreut fest, dass die Ruhrtalfähre schon wieder in die Saison gestartet ist. Nach ein paar Fotos folge ich der Ruhr weiter zum Kemnader See, von wo aus ich am Ölbach entlang zurück nachhause radle. Tiefenentspannt, versteht sich - jetzt erstmal in Ruhe Mittag essen und auf zum anstehenden Termin.

Bochum-Langendreer - Witten - Herdecke - Wetter - Wengern - Witten - Bochum-Langendreer (33,9km, Ø 22,0km/h, Route bei GPSies.com)

An immer mal wieder auftretenden freien Wochentagen mit Nachmittagstermin ist es meine Tradition, den Vormittag auf dem Fahrrad zu verbringen. Das klappt sonst eh viel zu selten.
Meine Ziel heute steht schon lange fest: Über den Schnee nach Herdecke - auf ins Endertal! Ich sehe zu, dass ich den Wittener Innenstadtverkehr schnell hinter mir lasse, und schnaufe die Ardeystraße bis auf den Schnee hinauf. Der liegt immerhin 150 Höhenmeter weiter oben. Mangels übermäßiger Körner lasse ich alles recht bedacht angehen und freue mich, dass ich dann irgendwann am Scheitelpunkt stehe. Von hier aus gehts im Schuss hinunter nach Herdecke, wo ich traditionell durch Kirchende ins Endertal hinüberquere.

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Blick von der Ruhrbrücke in Wetter nach Nordwesten. Aufs Bild klicken für volle Größe (2773 × 800 Pixel / 445 KB).

Im flotten Tritt fahre ich wieder hinunter zur Ruhr. Weil ich keine Lust auf die Bundesstraße 226 habe, überquere ich in Wetter die Ruhr und lasse meine Tour auf dem Ruhrtalradweg entspannt ausklingen. Ich gönne mir sogar noch eine Pause und genieße die wärmende Sonne - meine Jacke brauche ich nun nicht mehr. Tiefenentspannt und bester Laune stehe ich mittags zuhause unter der Dusche - der Termin kann kommen.

Esel und Kemnade

Bochum-Langendreer - Rheinischer Esel - Witten - Kemnader See - Bochum-Langendreer (23,6km, Ø 16,6km/h, Route bei GPSies.com)

Wenns einmal rollt, dann rollts! Schöne Trailer-Runde über den Rheinischen Esel nach Witten, durch selbiges hinunter zur Ruhr und an der bis zum Kemnader See. Danach am Oelbach zurück nach Langendreer und schön zu Abend essen - ohne Hast, ohne Druck, einfach nur entspannt radeln. Leider war es schon recht dunkel, da hat sich das Fotografieren einfach nicht mehr gelohnt. Das nächste Mal wieder!

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Ruhrtalradweg bis Hattingen - Bochum-Linden - BO-Weitmar - BO-Langendreer (37,3km, Ø 23,2km/h, Route bei GPSies.com)

Da das eben erst zu Ende gegangene Jahr 2013 sportlich alles andere als erfolgreich war, nutze ich die ersten 2014er-Tage doch gleich dazu, es dieses Jahr besser zu machen. Mein Plan: Ruhrtalradweg nach Essen, dann hinauf nach Velbert-Langenberg und von dort aus über Witten wieder heim. Diese Route hatte ich 2010 schon genießen dürfen.
Das Niederschlagsradar meldet immer mal wieder Nasses von oben, aber das soll mich nicht von meinen Plänen abhalten. Wenns wirklich richtig derbe zu regnen anfängt, fahr ich halt mit dem nächstbesten Nah- oder Regionalverkehr wieder heim - und bis dahin werden meine Klamotten schon ordentlich ihren Dienst tun.
Tatsächlich usselt es ein wenig, als ich zum Kemnader See fahre. Als ich dann aber entlang der Ruhr in Richtung Hattingen radle, reißt die Wolkendecke auf, und die hindurchlugende Sonne zaubert einen wunderschönen Regenbogen an den Himmel. Das Klärchen wärmt mir den Pelz, dass es eher April als Januar zu sein scheint. Welche Wonne!
Kurz vor Hattingen hat man dann einen ziemlich weiten Blick - und was ich da sehe, gefällt mir überhaupt nicht. Eine riesige finstere Wolkenwand kündigt Regen an, der nicht mal eben nach einer Viertelstunde wieder vorbei sein will. Kurzerhand ändere ich meinen Plan, drehe bei und flüchte vor dem Wetter zurück in Richtung Bochum auf der B51. Jetzt habe ich den Wind auch endlich im Rücken und komme ordentlich voran.
Der Regen ist nun schon lange kein leichtes Nieseln mehr, und gerade, als die Klamotten so richtig schön durchweichen, komme ich zuhause an. Perfektes Timing! Und obwohl ich eigentlich bedeutend mehr vorhatte - Essen, Velbert und so weiter - bin ich sehr zufrieden mit dieser Tour. Auch im Regen kanns eben durchaus Spaß machen.