Sprockhövel: Top-Rennradrunde, gern wieder

Bochum-Langendreer – Witten – Hiddinghausen – Silschede – Wetter – Witten – BO-Langendreer (37 km, Ø 27,7 km/h, als GPX herunterladen)

Auf Asphalt gönne ich mir einen Anderthalbstunden-Quickie nach Sprockhövel – vollkommen unspektakulär und ohne Foto-Dokumentation, aber am Ende mit recht ordentlichem Schnitt auf dem Tacho. Bei per-fek-tem Wetter!
Eine wirklich schöne Runde, die, entsprechend sportlich angegangen, Kopf und Beine so richtig schön leer macht. Gern wieder!

Sprockhövel: Immer wieder schön

Bochum-Langendreer – Witten – Hiddinghausen – Silschede – Wetter – Witten – BO-Langendreer (36 km, Ø 27,7 km/h, als GPX herunterladen)

Eine hügelige Landschaft neben einer Landstraße, die Sonne scheint.
Traumhaft die Bedingungen, entspannt der Blick übers Land

Der Sprockhövel-Runde werde ich auf dem Renner ja einfach nicht überdrüssig. Es ist immer wieder schön, nicht alle Nase lang von nervigen roten Ampeln aufgehalten zu werden, sondern auch einfach einmal “durchfahren” zu können.

Wenn die Zeit nur begrenzt zur Verfügung steht wie heute, lässt sich diese Route auch recht knapp halten: Ich fahre die Diretissima durch Witten hindurch, nach Bommern hinaus und dann über herrliche Landstraßen bis Hiddinghausen. Dort biege ich dann wieder gen Norden in Richtung Wetter ab und lasse das Rad einfach laufen. Auf der Höhe gehts, garniert mit wirklich beruhigenden Ausblicken über die wunderbar hügelige Gegend, bis Grundschöttel, wo der freie Fall nach Wetter hinab beginnt. Irgendwann habe ich vermutlich auch mal ein Rad mit Scheibenbremsen, bis dahin bleibt mir der Nervenkitzel erhalten…

Rechts der Ruhr beginnt dann das nächste Ausdauer-Stück zurück nach Witten: Einfach kurbeln, kurbeln, kurbeln. Hier experimentiere ich bei konstant 30 bis 35 km/h noch ein wenig mit meiner Sitzposition, bevor ich dann wieder ins Wittener Gewühl eintauche – und merke, dass die letzte Stunde Anschlag an der Kurbel die Körner in den Oberschenkeln ganz gut aufgebraucht hat. Gefährlich nah am Krampf sprinte ich noch heim, das muss für heute reichen!

Sprockhöveler Asphaltsport

Bochum-Langendreer – Witten-Herbede – Hattingen – Sprockhövel – Witten – BO-Langendreer (41 km, Ø 27,2 km/h, als GPX herunterladen)

Sommerlicher Blick über ein Feld auf eine hügelige Landschaft
Land und Straße – eine schöne Kombination!

Es ist wieder einmal Zeit für einen meiner Anderthalbstünder auf dem Renner! Ich habe Lust auf Sport, aber keine touristischen Ambitionen – wie wäre es denn mit einem flotten Asphalt-Ritt nach Sprockhövel?
Ohne Blick für die Landschaft, aber mit reichlich Hingabe für die meist makellosen Landstraßen, lasse ich es ordentlich laufen. Hier draußen auf dem Land kann ich einfach kurbeln, ohne ständig von Ampeln eingebremst zu werden. Ich merke, dass in der Mittagssonne aber vielleicht auch die eine oder andere zusätzliche Wasserpause nötig ist, trinke ich doch tendenziell eh viel zu wenig auf dem Rad.
Ohne viel Federlesens, aber dafür mit ordentlichem Schnitt, komme ich nach dieser unaufgeregten und erquicklich flotten Runde wieder zuhause an. Die Tour war eine gute, denn sie endet mit des Radlers heimlichen Trophäen: Sonnenbrand und schwere Beine!

Wochenend und Sonnenschein

Bochum-Langendreer – Witten – Hiddinghausen – Silschede – Wetter – Witten – BO-Langendreer (35 km, Ø 26 km/h, als GPX herunterladen)

Ganz schön frisch pustet der Wind, aber die Sonne scheint vom blauen Himmel und weckt Land und Leute. Der Frühling klopft an! Auch ich kann seinem Ruf nicht widerstehen und starte zu einem flotten Anderthalbstünder in die Sprockhöveler Berge. Das wird zu einer kleinen Landstraßenherrlichkeit, die, manchmal etwas vom Wind zerzaust, wirklich schöne Asphaltkilometer aufs Jahreskonto zaubert. Da freut sich der zweirädrige Renngaul, und meine Waden gleich mit.
Ich hatte vorher noch kurz überlegt, die Zeit lieber für zu erledigenden Computerkram zu nutzen – und bin hinterher froh, mich dagegen entschieden zu haben.

Sprockhövel: Eine kleine Landstraßen-Herrlichkeit (Teil II)

Bochum-Langendreer – Witten-Herbede – Hattingen – Sprockhövel – Silschede – Wetter – Witten – BO-Langendreer (47 km, Ø 26,4 km/h, als GPX herunterladen)

Weil die Renner-Tour nach Sprockhövel im Juli so schön war, beschließe ich, meinen heutigen Zweistünder erneut auf dieser Route abzureißen. Als kleinen Bonus füge ich diesmal aber noch den Umweg über Hattingen hinzu. Das Wetter dazu ist recht okay: Die Straßen sind trocken, und es soll auch nicht regnen, aber sieben Grad hauen mich nicht wirklich aus den Socken. Das müssen die Klamotten richten, im Sinne warmer Füße schnalle ich mir heute auch die Füßlinge an. Und dann ists auch wirklich gut auszuhalten.

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Die pure Freshness in Silschede

Der sonntägliche Verkehr ist überschaubar, und ich komme bei Geschwindigkeiten um die dreißig Stundenkilometer in einen angenehmen Landstraßen-Flow. Das macht auf dieser Route echt Spaß: Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, ich kann einfach kurbeln und muss mich nur selten mit Stoppschildern oder Ampeln plagen. Wermutstropfen sind die diejenigen Autofahrer, die (bewusst? unbewusst?) recht knapp überholen. Das passiert nicht fürchterlich oft, aber auf der gesamten Tour doch immer mal wieder. Dieses permanente subtile Stresslevel trübt ein ganz klein wenig die Rennradfreude. Die außer mir übrigens auffallend viele andere Pedalisten erleben wollen, ich treffe nicht wenige andere Rennradler. “Hallo, du auch unterwegs, schönes Rad, hab eine angenehme Fahrt!”, das alles ist mit einem kurzen Fingerzeig oder einem freundlichen Nicken ohne Worte gesagt. Ich mag das sehr, auch das macht heutige Runde sehr angenehm.

Nach einem anderthalbstündigen und durchaus sportlichen Landstraßen-Dauerlauf, bergauf, bergab und ohne Pause, merke ich dann in Wetter, wie die Körner in den Beinen schwinden. Und, was noch viel unangenehmer ist: Auch meine Konzentration lässt deutlich nach. Also nehme ich nochmal alle Sinne zusammen und pedaliere, was die Oberschenkel noch hergeben, durch Witten nachhause. Dort wartet die heiße Dusche – das war eine wunderbare Landstraßen-Tour!

Gruß und Kuss

Herzliche Grüße gehen an dieser Stelle noch raus an den Audi-Fahrer, der es für normal erachtete, bei Landstraßengeschwindigkeit mit einem halben Meter Abstand an mir vorbeizuknallen – sich dann aber wie eine Mimose davon getriggert fühlte, dass ich zum Thema Überholabstand auch eine Meinung habe.
Damit qualifiziert er sich als weiterer Proband für meine verkehrspsychologische Langzeitstudie: Es muss doch herauszufinden sein, ob diesem widerwärtig-bigotten Verhalten komplexe zerebrale Dysfunktionen zugrunde liegen – oder doch nur eine schnöde erektile.