Ennepetal: Hitze, Highspeed, Höhenmeter

Bochum-Langendreer – Witten – Hiddinghausen – Gevelsberg – Ennepetal – Hagen – Wengern – Witten – BO-Langendreer (61 km, Ø 25 km/h, 850 Hm, Vmax 83 km/h, als GPX herunterladen)

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Das muss … äh … ein Messfehler sein ¯\_(ツ)_/¯

Bisher bin ich auf meinen Sprockhövel-Runden ja stets nördlich der A1 geblieben, oben auf dem Kamm zwischen Haßlinghausen und Silschede. Das ändert sich heute: Nach der üblichen (und wie gewohnt schönen) Standard-Anfahrt über Witten-Bommern und Hiddinghausen biege ich eben nicht nach links in Richtung Silschede ab, sondern halte, weiter südwärts fahrend, auf Gevelsberg zu. Spannend, wieder neue Wege zu erkunden!
Und plötzlich geht es bergab – so heftig, dass ich faktisch gar nicht anders kann, als mal eben meine schnellste je gefahrene Geschwindigkeit in den Asphalt zu brennen. Das hatte ich gar nicht vor und starre hinterher fassungslos auf den Tacho, der 83 km/h Vmax ausgibt.
Ich meine, knapp über die 70 schaff ichs ja ab und an mal, und vor vielen Jahren habe ich mich sogar einmal mit 78 km/h den Fichtelberg hinuntergestürzt. Aber derart deutlich über 80? Holy Moly!

Irgendwo zwischen euphorisch und zittrig stelle ich mich erst einmal ein paar Minuten an den Straßenrand und gönne mir eine Verschnaufpause. Wie überhaupt diverse Male auf dieser Tour, denn bei knapp dreißig Grad brennt die Sonne von einem ratzeputze-blauen Himmel, dass so mancher Anstieg zu einer echten Bewährungsprobe für den Kreislauf wird. Wenn ich mich einmal aus dem Bericht einer früheren Sprockhövel-Runde selbst zitieren darf:

Ich will ja schließlich auf dem Rad heimfahren und nicht im Rettungswagen!

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Kurz vor Ennepetal: Kruiner Tunnel. Das eben noch parallel verlaufende Eisenbahngleis muss hier mit auf die Straße.

Für eine Extraportion Wasser habe ich auch heute wieder die dritte Trinkflasche in der Hecktasche, zusätzlich zu den beiden am Rahmen. Und ich benötige sie auch: Nach so manchem Anstieg lege ich eine Trinkpause ein und gebe meinem Körper die Chance, wieder ein bisschen herunterzukommen. Ist doch nicht ganz ohne bei dieser Wärme, und ich bin ja auch (seit Kurzem) keine zwanzig mehr!

Das Hasperbach-Tal bringt mich dann wieder hinab zur Ennepe, der ich (nach kurzem Vergurker und ein wenig Herumgefluche) bis nach Hagen folge. Von dort aus fahre ich auf wohlbekannten Pfaden über Volmarstein und Wengern zurück nach Witten.

Nach einer göttlich kalten Cola und einer erfrischenden kühlen Dusche schaue ich zuhause dann noch einmal kopfschüttelnd auf den Tacho. So geil diese neue Höchstmarke auch aussieht: Beim Gedanken an die potentiellen Gefahren fehlt mir tatsächlich die Lust, diesen brachialen Wert noch einmal zu überbieten. Darf gern so stehen bleiben, reicht mir!

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