Darß: Zingst - Müggenburg - Sundische Wiesen - Pramort - Zingst (37,4km, Route bei GPSies.com)

Faktisch der gesamte Darß und der Zingst liegen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Nur die Ortslagen sind ausgespart. Und so ist man, verläßt man Zingst gen Osten, auch schnell mittendrin in der sich selbst überlassenen Natur. Zunächst führt die Route am Barther Bodden entlang, den Osterwald immer in Sichtweite. Schaut man nach Süden über den Bodden, grüßt die markante Barther Marienkirche. Dann verlässt man den Bodden und erreicht die Sundischen Wiesen, ein großes Areal, das früher militärisches Sperrgebiet war und nun komplett sich selbst überlassen ist. Ein fein asphaltierter Radweg führt hindurch nach Osten, wo am Pramort der Zingst endet. Überdachte Aussichtsplattformen laden Naturliebhaber zum Verweilen und Beobachten ein. Zu ihrer Reisezeit im Herbst lassen sich hier Kraniche beobachten, aber auch sonst natürlich alle möglichen Arten von Wasservögeln. Auch so manch anderes Tier lässt sich mit Glück entdecken ‒ ein zufällig anwesender Nationalpark-Ranger wies mich auf eine Gruppe Hirsche hin, die weit entfernt im hohen Schilfgras stand. Und dann drückte er mir sein Fernglas in die Hand ‒ der kleine dunkle Punkt, den ich in der Ferne auf einem kleinen Hügel sah, war tatsächlich ein (verdammt großer!) Seeadler. Viel zu entdecken also am “Ende der Welt” ‒ sicher lohnt es sich, hier mal frühmorgens mit gutem Fernsicht-Equipment anzureisen oder an einer geführten Tour teilzunehmen.
Meine Fahrt führte mich dann auf zunächst gleichem Weg zurück ‒ nur bog ich dann nicht nach Süden an den Bodden ab, sondern fuhr durch den Osterwald zum Ostsee-Deich, der mich zurück nach Zingst brachte.