Bochum-Langendreer - Witten - Hiddinghausen - Haßlinghausen - Sprockhövel - Hattingen - Kemnader See - BO-Langendreer (59,9km, Ø 18,1km/h)

2010-04-18_1.jpgDie Hausarbeit erledigt, das Wetter sensationell und ein Tag ohne zu erledigende Arbeiten - was spricht also gegen eine ausgedehnte Tour zu zweit? Frauchen hatte Lust auf ordentlich Kilometer, da ließ ich mich natürlich nicht lumpen und suchte uns den Fahrrad-Rundweg “Von Ruhr zu Ruhr” heraus. Das ist ein etwa fünfzig Kilometer langer Rundkurs, der in Witten aus dem Ruhrtal hinaus ins Bergische Land führt, um die Radler dann von Sprockhövel auf einer alten Kohlebahntrasse wieder nach Hattingen an die Ruhr zurückzubringen. Zwischen Hattingen und Witten verläuft die Route auf dem Ruhrtalradweg.
Bereits 2009 hatte ich diese Tour zweimal unter die Räder genommen, allerdings immer solo - heute sollte es endlich mal mit Dame klappen. Die steht immer noch nicht ganz im Training, und so war der lange Anstieg aus Witten hinaus ein echter Schlauch für sie. Oben wurde sie aber mit einem wunderschönen Blick zurück ins Ruhrtal belohnt, und nach einer kleinen Verschnaufpause radelten wir in die Hügel des Bergischen Landes hinein.
Ab Sprockhövel verläuft der Radweg auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse - mit festem, aber ziemlich staubigen Geläuf. Schon 2009 waren mir dort die mitunter sehr eng gestellten Drängelgitter aufgefallen, von denen man zumindest einige inzwischen aber schon ein wenig entschärft hat.
Aber noch bevor wir die eigentliche Trasse erreichten, hat es mich doch tatsächlich das erste Mal seit Jahren gemault; nicht besonders heftig, aber unschön allemal. Tiefer Sand, langsam, Fußgänger, ausweichen - zack, hat das Vorderrad verkantet. Hier zeigt sich der Clicker Nachteil - da ich den Fuß nicht schnell genug aus dem Pedal bekam, fiel ich wie ein nasser Sack (und landete natürlich nicht im Sand, sondern auf dem Stück Beton daneben). Sah aber sicher lustig aus für alle Umherstehenden ;)
Danach drehte Frauchen richtig auf: Konstant spurte sie mit knapp dreißig voran, nur ab und an eingebremst durch zuviel Verkehr auf dem Radweg oder die unsäglichen Drängelgitter. So erreichten wir recht flott die Ruhr in Hattingen, von wo aus es dann auf einem völlig überfüllten Ruhrtalradweg nachhause ging. Spätestens am Kemnader See war dann alles zu spät, der Radweg war pickepackevoll mit Radlern und Skatern - und einigen merkbefreiten Spaziergängern, die den nur fünf Meter entfernten Fußweg offenbar nicht leiden konnten. Die brauchten sich dann aber auch nicht zu beschweren, daß es kurzzeitig sehr laut wurde um sie herum.

“Von Ruhr zu Ruhr” absolviert man (bis auf den Anstieg aus Witten heraus) in jedem Trainingsstand problemlos, auch ist die Tour für die meisten Radtypen zu empfehlen. Nur Rennräder dürften zwischen Sprockhövel und Hattingen mit der staubigen Trasse ihre Probleme haben; Gespannen und Tandems hingegen könnte es dort passieren, daß sie schlicht nicht durch die engen Drängelgitter passen.
Wenn man kann, sollte die Tour außerdem an einem Wochentag absolvieren, da man sonst vor allem auf dem Ruhrtalradweg in den Wochenend-Naherholungs-Wahnsinn hineingerät. Alternativ bietet sich speziell am Kemnader See der Umweg über Witten an.

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Dortmund-Syburg - Herdecke - Wetter - Witten - BO-Langendreer (57,5km, Ø 23,1km/h)

2010-04-15_1.jpgMit dem Renner war ich ja schon einmal in Herdecke - dieses Mal stand eine Runde mit dem Mounti an. Diese sollte deshalb nicht nur über feinste (Bundes-) Straßen führen, und so baute ich in meine Routenplanung noch einen schönen Schlenker durch den Wald ein.
Aber der Reihe nach: Ich radelte nach Witten zur Ruhr hinunter, überquerte selbige und folgte dem Ruhrtalradweg über Wengern nach Wetter. Dort wechselt der Radweg wieder ans nördliche Ruhrufer und führt am Harkortsee entlang nach Herdecke. Dort muß man die Ruhr erneut überqueren, denn - Obacht! - der eigentliche Radweg ist hinter dem Koepchenwerk zwischen der Villa Funcke und der Dortmunder Straße gesperrt. Wer das nicht weiß, radelt den halben See ab und steht plötzlich am Ende einer Sackgasse!
Nicht übermäßig schnell, aber konstant nahm ich die Steigung nach Syburg hinauf, wo ich links auf die B54 abbog, sie aber auch gleich wieder zum erwähnten Wald-Schlenker verließ. Dieser führte mich auf teils asphaltierten, teils böse schottrigen Wegen am Speicherbecken des Koepchenwerks vorbei und wieder hinunter nach Herdecke. Mit dem straßenbereiften Hardtail war das schon echt grenzwertig - Fully-Fahrer mit Grobstollen hingegen dürften vor allem auf der höllisch steilen Abfahrt nach Herdecke hinein einen Mordsspaß haben.
Mit kleinen einem Umweg über Kirchhörde schoß ich dann auf der Ender Talstraße nach Wetter hinunter. (Diese Straße ist übrigens in fantastischem Zustand und steht auch aufgrund der reizvollen Umgebung bereits auf meiner Liste der Rennradtouren.) Dort wechselte ich erneut die Ruhrseite und fuhr auf dem Ruhrtalradweg wieder nachhause.

Hohenstein zu zweit

Bochum-Langendreer - Witten - Hohenstein - Witten - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (32,9km, Ø 16,4km/h)

2010-04-13.jpgBei schönstem Sonnenschein und etwa fünfzehn, sechzehn Grad starteten Frauchen und ich zur nächsten Trainingseinheit nach Witten. Dort wollten wir auf den Hohenstein hinauf, fuhren statt der direkten (aber steilen) Straßenzufahrt aber lieber einen großen Bogen mit gemächlicherem Anstieg durch den Wald. Vorbei am Hammerteich ist das eine wirklich schöne Strecke, die auch für Hardtails keine besonderen Schwierigkeiten bietet.
Solo war ich übrigens schon desöfteren auf dem Hohenstein, aber zu zweit ist die Aussicht hinunter ins Ruhrtal gleich nochmal so schön :)
Hinunter gings dann auf der Straße, die, liebe Kollegen vom Wittener Tiefbauamt, zwischendurch geradezu katastrophal (!) bekopfsteinpflastert ist. Es ist dort ungefedert echt schwer, die Kontrolle übers Bike zu behalten - sollte der Belag dort mit Absicht als Radlerbremse installiert worden sein, sind euch Pest und Cholera an den Hals zu wünschen!
Nach einem Wechsel der Ruhrseite radelten wir gen Westen bis zur Burgruine Hardenstein, wo die Ruhrtalfähre Fußgänger und Radfahrer kostenlos übersetzt - der Fährmann freut sich aber über Spenden.
Mit einer entspannten* Abschlußrunde um den Kemnader See endete diese angenehme Tour.

*: Ich habe mich zurückgehalten und wirklich nur eine einzige der zahlreichen Joggergruppen auf dem Radweg angebrüllt - und das nichtmal mit voller Lautstärke. Weil ich halt so entspannt war :)

Essen-Kupferdreh - Umrundung Baldeneysee - Essen-Kupferdreh (29,0km, Ø 16,5km/h)

2010-04-11_1.jpgAuch die Chini und der Dirk wollten ihre Radelsaison endlich eröffnen, und so verabredeten wir uns für eine gemeinsame Runde um den Baldeneysee. Dafür mußten wir erstmal zu den beiden nach Essen kommen - mit dem Rad wäre das ein wenig weit gewesen, also durfte der Großraumtransporter seine Fähigkeiten im Velo-Transport unter Beweis stellen. Keinerlei Herausforderung für unsere rollende Lagerhalle! ;)
Von Kupferdreh aus radelten wir in saisonstartbedingt gemäßigtem Tempo hinunter zum Ruhrtalradweg, dem wir bis zum großen Wehr am westlichen Ende des Baldeneysees folgten. Kurze Pause mit Snack und Fototermin, dann gings auf der anderen Seeseite wieder zurück in Richtung Kupferdreh. Inzwischen war es reichlich frisch geworden, und so kehrten wir unterwegs noch auf einen heißen Kaffee im Restaurant Lukas im alten Kupferdreher Bahnhofsgebäude der Hespertalbahn ein - sicher auch ohne Fahrräder mal einen Besuch wert.
Wieder am Auto angekommen, packten wir die Räder in selbiges und machten uns zufrieden auf den Heimweg. Dieser gemeinsamen Tour sollen noch einige folgen!

Dresden-Weixdorf - Langebrück - Klotzsche - Hellerau - Boxdorf - Reichenberg - Moritzburg - Bärnsdorf - Weixdorf (~36km)

2010-04-04_1.jpgSo lecker der Osterschmaus bei der Familie auch war, so rund und träge machte er aber auch; das Angebot meiner per Fahrrad angereisten Brüder zu einer Radtour rund um den Dresdner Flughafen nahm ich also dankend an. Ich durfte mit “Pinky” fahren (einem Rad, das seinem Namen optisch wirklich alle Ehre macht) und bekam als Bonus noch den Kindertransporter angehängt. Bergab drückt er ja noch schön, aber bergauf…
Von Weixdorf aus ging es übers Feld nach Langebrück, um von dort aus in der alten Heimat Klotzsche vorbeizuschauen. Wie sich dort alles verändert hat! Dann weiter nach Boxdorf und von dort aus über Reichenberg die lange Gerade nach Moritzburg gespurt, wo wir (zur Freude der Kids) sogar noch auf einen dampflokbespannten Zug der Lößnitzgrundbahn trafen.
Am berühmten (aber leider gerade eingerüsteten) Schloß Moritzburg und dem Wildgehege vorbei fuhren wir gen Nordosten, um kurz vor Berbisdorf in Richtung Bärnsdorf abzubiegen. Kurze Pause, um einen platten Reifen zu reparieren, und schon gings an Marsdorf vorbei zurück in Richtung Weixdorf.

“Pinky”, im echten Leben das Rad meines Bruders, sieht zwar arg gewöhnungsbedürftig aus, macht aber richtig Spaß - auch wenn die realen 36 Kilometer sich aufgrund des Anhängers eher wie 70 anfühlten. Tolles Training, schöne Runde in der Heimat, zufriedene Passagiere - was will man mehr?