Bochum - Witten - Harkortsee - Hengsteysee - Harkortsee - Witten - Kemnader See - Bochum (59,1km, Ø 17,7km/h)

2010-04-25_1.jpgWenn das mal nicht das perfekte Radelwetter war! Schon vorm Mittag stand das Thermometer bei knapp zwanzig Grad, und keine auch noch so kleine Wolke trübte den strahlend blauen Himmel.
Wir hatten den ganzen Tag Zeit und eigentlich vor, ruhrabwärts zum Baldeneysee zu radeln. Da der Vorabend aber etwas länger geworden war und wir uns bezüglich unserer Ausdauer nicht so sicher fühlten, verlegten wir die Route kurzerhand in die andere Richtung: Ruhraufwärts, zum Hengsteysee sollte es gehen - das wären dann etwa 60 Kilometer statt der 100 bis zum Baldeneysee.
Den ersten Aufreger hatten wir dann schon an der Nachtigallstraße in Witten. Ein Autofahrer wollte offenbar nicht wahrhaben, daß diese eine Fahrradstraße ist - und was das für ihn als Autofahrer bedeutet. Weil es ihm offenbar alles zu langsam ging, holte er schlicht die Brechstange raus und startete trotz entgegenkommender Radler ein riskantes Überholmanöver - hoffentlich hat ihm dafür noch jemand so richtig schön ins offene Fenster gerotzt. Was die Besonderheiten einer Fahrradstraße sind, habe ich noch einmal ausführlich erörtert.

2010-04-25_2.jpgAuf dem Ruhrtalradweg fuhren wir dann über Wetter zum Harkortsee, wo wir die Ruhrseite wechselten und am Hengsteysee entlang bis unter die Hohensyburg radelten. Auf dem Radweg war tüchtig Verkehr, auch die Fußgänger scherten manchmal unerwartet aus, und so waren unsere Hände die ganze Zeit an den Bremsen. Wirklich entspanntes Radeln ist was anderes…
Am Hengsteysee pausierten wir ausgiebig und ließen uns die mitgenommene Brotzeit schmecken, bevor wir den Ruhrtalradweg retour unter die Räder nahmen. In Witten legten wir an der Burgruine Hardenstein noch eine weitere Rast ein. Unterhalb der Burg kämpft die gleichnamige Fähre mit den Massen an Radlern und schafft es doch nicht - lange Radlerstaus an beiden Ufern sind die Folge. Eine größere Fähre soll in Bälde Besserung bringen.
Wir jedenfalls blieben auf der linken Ruhrseite und kämpften uns das Muttental nach Witten-Herbede hinauf. Von dort aus schossen wir dann wieder ins Ruhrtal hinunter und schauten noch einmal am Kemnader See vorbei - wochenends offenbar der größte Grillplatz des Ruhrgebiets. Es ist einfach nur schlimm, wie dort der Begriff “Naherholung” pervertiert wird; wer wirklich Ruhe und Entspannung sucht, sollte (vor allem am Wochenende!) sämtliche Ruhrseen tunlichst meiden.

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